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Trumps Attacken gegen konservativen Rebellen lösen Spendenflut aus

Trumps Attacken gegen konservativen Rebellen lösen Spendenflut aus

Was für ein bemerkenswertes Schauspiel bietet sich derzeit in der amerikanischen Politik: Jedes Mal, wenn Präsident Donald Trump seinen republikanischen Parteifreund Thomas Massie öffentlich attackiert, fließt dem Angegriffenen das Geld nur so zu. Ein Phänomen, das man als politischen Bumerang-Effekt bezeichnen könnte – und das tiefe Einblicke in die Zerrissenheit der amerikanischen Rechten gewährt.

Der unbeugsame Kentuckian

Thomas Massie, Kongressabgeordneter aus Kentucky und MIT-Absolvent, hat sich einen Ruf als fiskalischer Falke erarbeitet. Der Mann trägt einen selbstgebauten digitalen Anstecker, der die wachsende Staatsverschuldung in Echtzeit anzeigt – ein Symbol für seine kompromisslose Haltung gegenüber ausufernden Staatsausgaben. Genau diese Prinzipientreue macht ihn zum Dorn im Auge der Trump-Administration.

Am Montag holte Trump auf seiner Plattform Truth Social erneut zum Rundumschlag aus. Er bezeichnete Massie als den "schlimmsten republikanischen Kongressabgeordneten seit vielen Jahren" und als "schwachen und erbärmlichen RINO". Besonders pikant: Trump warf Massie vor, ein "wahrer Hasser Israels" zu sein – eine Anschuldigung, die in der amerikanischen Politik schwer wiegt.

Die Geldschwemme als Antwort

Doch statt Massie zu schaden, bewirkte Trumps Tirade das genaue Gegenteil. Innerhalb von nur 24 Stunden sammelte der Abgeordnete über 41.000 Dollar von 667 Spendern ein. Mit trockenem Humor kommentierte Massie gegenüber dem Cincinnati Enquirer: "Vielleicht sollten wir jede Woche einen Tweet von Donald Trump einplanen – denn jedes Mal, wenn er das tut, steigert es meine Spendeneinnahmen."

Diese Dynamik erinnert an die legendären "Money Bomb"-Aktionen, mit denen einst Ron Pauls Präsidentschaftskampagnen finanziert wurden. Für viele libertär gesinnte Konservative scheint jeder Trump-Angriff auf Massie wie ein Bat-Signal zu wirken, das sie zur Spende animiert.

Der Kampf der Milliardäre

Hinter den Kulissen tobt jedoch ein Kampf der Superreichen. Trumps bevorzugter Herausforderer Ed Gallrein – ein ehemaliger Navy SEAL und Spender von Senator Lindsey Graham – wird von einem eigens gegründeten SuperPAC namens "MAGA Kentucky" unterstützt. Die Finanzierung dieses PACs offenbart interessante Verflechtungen:

Drei Milliardäre, die allesamt nicht in Kentucky leben, haben zusammen zwei Millionen Dollar eingezahlt: Miriam Adelson, John Paulsen und Paul Singer – alle bekannt für ihre pro-israelische Haltung. Gallreins Kampagne selbst verkündete zudem, im vierten Quartal 2025 weitere 1,2 Millionen Dollar eingesammelt zu haben.

Massie steht dem nicht wehrlos gegenüber. Jeff Yass, Mitgründer der Handelsfirma Susquehanna International Group, spendete im Oktober eine Million Dollar an das Massie unterstützende "Kentucky First PAC". Mit etwa zwei Millionen Dollar Kassenbestand Ende September ist Massies Kriegskasse gut gefüllt.

Die Streitpunkte zwischen Trump und Massie

Die Konflikte zwischen den beiden Republikanern reichen Jahre zurück. Bereits im März 2020 zog Massie Trumps Zorn auf sich, als er versuchte, das zwei Billionen Dollar schwere Corona-Hilfspaket zu blockieren. Seitdem hat er sich konsequent gegen Trumps große Ausgabenprogramme gestellt, einschließlich des "Big Beautiful Bill" von 2024.

Besonders brisant: Massie führt derzeit den Kampf um die Veröffentlichung der Epstein-Akten an – Dokumente, die Trump mittlerweile als "Demokraten-Schwindel" abtut. Zudem hat Massie wiederholt US-Hilfen für Israel abgelehnt und Trumps Entscheidung kritisiert, sich im Juni an Israels Krieg gegen den Iran zu beteiligen.

"Sie versuchen immer noch, Milliardäre und politisch vernetzte Personen zu schützen und die Beteiligung unserer eigenen Geheimdienste zu verschleiern"

– so Massie über die Weigerung des Justizministeriums, wichtige Teile der Epstein-Akten freizugeben.

Ein Vorgeschmack auf schwierige Zeiten

Die Vorwahl in Kentucky findet am 19. Mai statt – in 132 Tagen. Massie zeigt sich zuversichtlich, obwohl keine aktuellen verlässlichen Umfragen vorliegen. Er warnt die Trump-Unterstützer davor, knappe Ressourcen zu verschwenden, die angesichts eines sich abzeichnenden schwierigen Midterm-Jahres für die Republikaner dringend anderswo benötigt würden.

Dieser innerparteiliche Konflikt offenbart die tiefen Risse innerhalb der amerikanischen Rechten. Auf der einen Seite stehen jene, die bedingungslose Loyalität zu Trump und eine interventionistische Außenpolitik fordern. Auf der anderen Seite finden sich fiskalkonservative Kräfte, die an Prinzipien wie Haushaltsdisziplin und außenpolitischer Zurückhaltung festhalten – Werte, die einst das Fundament konservativer Politik bildeten.

Für europäische Beobachter bietet dieses Schauspiel lehrreiche Einblicke: Auch in etablierten Demokratien können sich politische Lager schnell zersplittern, wenn Loyalität zu Personen über Prinzipientreue gestellt wird. Eine Lektion, die auch deutsche Konservative beherzigen sollten.

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