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28.01.2026
13:22 Uhr

Trumps Dollar-Gelassenheit: Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer

Trumps Dollar-Gelassenheit: Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer

Die Weltleitwährung gerät ins Wanken, und der mächtigste Mann der Welt zuckt nur mit den Schultern. Was wie eine beiläufige Bemerkung klingt, könnte sich als folgenschwerer Wendepunkt in der Geschichte des US-Dollars erweisen. Präsident Donald Trump hat mit seiner demonstrativen Gleichgültigkeit gegenüber dem jüngsten Währungsverfall eine Lawine losgetreten, deren Ausmaß noch kaum absehbar ist.

Der Greenback im freien Fall

Der Dollar verzeichnete den stärksten Tagesverlust seit der Einführung der umstrittenen Zölle im vergangenen Jahr. Der Bloomberg-Dollar-Index sackte zeitweise um bis zu 1,2 Prozent ab und erreichte den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren. Was war geschehen? Trump erklärte schlicht, er halte die Schwäche der Währung nicht für übertrieben. Eine Aussage, die an den Devisenmärkten wie ein Erdbeben einschlug.

Für Stephen Jen, den Gründer von Eurizon SLJ Capital und Entwickler der bekannten „Dollar-Smile"-Theorie, markiert dies den Beginn einer neuen Ära. Der ehemalige Devisenstratege bei Morgan Stanley warnt eindringlich: Eine ganze Generation von Währungsanalysten sei an einen starken Dollar und eine starke US-Wirtschaft gewöhnt gewesen. Die Vorstellung eines schwächeren Dollars bei gleichzeitig robuster Konjunktur überfordere viele Marktteilnehmer schlichtweg.

Globale Währungen profitieren vom Dollar-Absturz

Während der Greenback strauchelt, feiern andere Währungen wahre Triumphzüge. Der Euro und das britische Pfund kletterten auf die höchsten Niveaus seit 2021. Der Schweizer Franken erreichte sogar einen Stand, den er zuletzt 2015 gesehen hatte. In Asien führten der malaysische Ringgit und der Taiwan-Dollar die Gewinnerliste an. Die Flucht aus dem Dollar ist in vollem Gange.

Anthony Doyle, Chef-Anlagestratege bei Pinnacle Investment Management, bringt das Dilemma auf den Punkt: Wenn die Person, die den Dollar mit Worten verteidigen könnte, sich unbesorgt zeige, werde der wahrgenommene Sicherheitsanker unter der Währung immer dünner. Die Märkte stellten erneut die unbequeme Frage, ob die USA Investoren eine geringere Stabilität zumuten – und folglich einen höheren Preis für das Tragen von US-Risiken zahlen müssten.

Der „Debasement Trade" gewinnt an Fahrt

Trumps Aussagen haben einen bemerkenswerten Trend verstärkt: den sogenannten „Debasement Trade". Investoren wenden sich verstärkt physischen Vermögenswerten zu, allen voran Gold. Die Logik dahinter ist bestechend einfach: Wenn selbst der Präsident der Vereinigten Staaten kein Interesse an einer stabilen Währung zeigt, warum sollten Anleger dann ihr Vertrauen in Papiergeld setzen?

„Das Chancen-Risiko-Verhältnis für die US-Währung bleibt stark zugunsten weiterer Schwäche verschoben."

Diese Einschätzung von Garfield Reynolds, Leiter des Bloomberg MLIV-Asia-Teams, spiegelt die vorherrschende Stimmung wider. Am Optionsmarkt zeigen sich bereits deutliche Warnsignale: Ein Maß für sogenannte Risk Reversals des Dollars gegenüber seinen wichtigsten Handelspartnern fiel auf den niedrigsten Stand seit Juni – ein klares Zeichen für die steigende Nachfrage nach Absicherung gegen weitere Dollar-Schwäche.

Die tickende Zeitbombe: 39 Billionen Dollar Schulden

Robert Kaplan, stellvertretender Vorsitzender von Goldman Sachs, mahnt zur Vorsicht. Zwar stimme es, dass ein schwächerer Dollar die Exporte ankurbele. Doch die Vereinigten Staaten hätten fast 39 Billionen US-Dollar an Schulden, auf dem Weg zu über 40 Billionen. Bei einem derart astronomischen Schuldenstand habe die Stabilität der Währung vermutlich Vorrang vor kurzfristigen Exportvorteilen.

Kaplan trifft damit einen wunden Punkt. Die USA sind auf ausländische Investoren angewiesen, um ihre gigantische Schuldenlast zu finanzieren. Wer aber kauft langfristige US-Staatsanleihen, wenn die Währung, in der sie notiert sind, systematisch entwertet wird? Die Antwort liegt auf der Hand: immer weniger Anleger.

Ein Muster der Verunsicherung

Trumps offene Akzeptanz eines schwächeren Dollars reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen, die ausländische Investoren zunehmend verschrecken. Zolldrohungen gegen wichtige Verbündete, Angriffe auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed und eine insgesamt schwer kalkulierbare Wirtschaftspolitik haben das Vertrauen in den amerikanischen Finanzmarkt nachhaltig erschüttert.

Für viele Marktteilnehmer ist Trumps Gleichgültigkeit gegenüber dem Dollar-Ausverkauf das letzte Signal, das sie brauchten. Der stille Rückzug aus US-Staatsanleihen beschleunigt sich, und die Flucht in sichere Häfen wie Gold und andere physische Vermögenswerte nimmt Fahrt auf.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Die Entwicklung sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Ein schwacher Dollar mag kurzfristig deutschen Exporteuren schaden, doch langfristig offenbart er die fundamentalen Schwächen des auf Schulden gebauten amerikanischen Wirtschaftsmodells. Die Flucht in physische Edelmetalle wie Gold und Silber erscheint vor diesem Hintergrund als durchaus vernünftige Strategie zur Vermögenssicherung.

In Zeiten, in denen selbst der Präsident der größten Volkswirtschaft der Welt den Wertverfall seiner eigenen Währung achselzuckend hinnimmt, gewinnen zeitlose Wertaufbewahrungsmittel an Bedeutung. Gold hat über Jahrtausende seine Kaufkraft bewahrt – eine Eigenschaft, die der Dollar in seiner vergleichsweise kurzen Geschichte als Weltleitwährung zunehmend vermissen lässt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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