
Trumps Grönland-Obsession: Zollkeule gegen widerspenstige Verbündete

Die geopolitischen Ambitionen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump nehmen immer bizarrere Züge an. In einer bemerkenswerten Pressekonferenz im Weißen Haus drohte der Staatschef am Freitag unverhohlen mit wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen gegen alle Nationen, die sich seinen Expansionsplänen in der Arktis widersetzen. „Ich werde möglicherweise Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen", verkündete Trump mit der ihm eigenen Unverblümtheit.
Die arktische Insel als vermeintlicher Schlüssel zur nationalen Sicherheit
Was zunächst wie eine diplomatische Posse anmutete, entwickelt sich zunehmend zu einer ernsthaften Belastungsprobe für das transatlantische Bündnis. Trump beharrt unbeirrt auf seiner Position, die Vereinigten Staaten benötigten die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel „für die nationale Sicherheit". Seine Argumentation: Ohne amerikanische Kontrolle über Grönland würden Russland und China unweigerlich an Einfluss in der strategisch bedeutsamen Region gewinnen.
Das weitgehend autonome Grönland, dessen Territorium größtenteils von ewigem Eis bedeckt ist, gehört völkerrechtlich eindeutig zum Hoheitsgebiet Dänemarks. Doch solche Feinheiten scheinen den amerikanischen Präsidenten wenig zu kümmern. Die europäischen NATO-Partner lehnen Trumps Ansinnen, die Insel zum 51. US-Bundesstaat zu machen, naturgemäß vehement ab.
Militärische Optionen auf dem Tisch
Besonders beunruhigend wirkt die Tatsache, dass die Trump-Administration offiziell erklärt hat, sie prüfe mehrere Optionen zur Übernahme des dänischen Territoriums – darunter ausdrücklich auch den Einsatz des US-Militärs. Krisengespräche zwischen Washington, Kopenhagen und der grönländischen Regierung verliefen zuletzt ergebnislos. Die Fronten sind verhärtet, die Atmosphäre vergiftet.
Als Reaktion auf die amerikanischen Drohgebärden startete am Donnerstag eine militärische Erkundungsmission mehrerer NATO-Staaten in Grönland. Auch die Bundeswehr beteiligt sich an dieser Mission, die laut Bundesverteidigungsministerium unter anderem Planungen für eine künftige Militärübung vorbereiten soll. Ein deutliches Signal an Washington, dass Europa nicht gewillt ist, seine arktischen Interessen kampflos preiszugeben.
Zölle als Waffe der Wahl
Dass Trump ausgerechnet zur Zollkeule greift, überrascht wenig. Handelspolitische Strafmaßnahmen haben sich längst als bevorzugtes Druckmittel des Präsidenten etabliert. Bereits seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 überzieht er die Weltwirtschaft mit massiven Zollerhöhungen: 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren, 25 Prozent auf Produkte aus Mexiko und Kanada. Die Grönland-Drohung fügt sich nahtlos in dieses Muster ein.
Für die europäischen Verbündeten stellt sich nun die unbequeme Frage, wie weit sie dem amerikanischen Druck standhalten können und wollen. Die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz wird sich positionieren müssen. Eines steht fest: Trumps Bemühungen, Grönland für die Vereinigten Staaten zu erwerben, werden mit jeder Woche aggressiver. Was als absurde Idee begann, könnte sich zur handfesten Krise des westlichen Bündnisses auswachsen.
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