
Trumps Iran-Zölle: Wird China zum Umdenken gezwungen?

Die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking erreichen eine neue Eskalationsstufe. US-Präsident Donald Trump hat mit einer überraschenden Ankündigung die Weltwirtschaft in Aufruhr versetzt: Ein pauschaler Strafzoll von 25 Prozent soll künftig auf sämtliche Waren und Dienstleistungen erhoben werden, die aus Ländern importiert werden, welche Geschäftsbeziehungen mit dem Iran unterhalten. Diese sogenannten Sekundärsanktionen treffen vor allem einen Akteur mit voller Wucht – die Volksrepublik China.
Peking unter Zugzwang
Die Schockwellen dieser Entscheidung dürften in den Machtzentralen Pekings für erhebliche Unruhe sorgen. Als größter Handelspartner des Iran steht China nun vor einem strategischen Dilemma von beträchtlicher Tragweite. Experten warnen eindringlich: Die chinesische Führung müsse dringend Wege finden, um ihre strategischen Interessen im Ausland zu schützen.
James Downes, Co-Direktor des italienischen Thinktanks Centre for Research and Social Progress, bringt die Lage auf den Punkt: Der Iran drohe eine indirekte Isolation, da seine Handelspartner nun den Zugang zum amerikanischen Markt gegen ihre iranischen Verbindungen abwägen müssten. Eine bittere Rechnung für Teheran – und ein Weckruf für Peking.
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Das Handelsvolumen zwischen China und dem Iran belief sich in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 auf rund 9,09 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 6,23 Milliarden auf chinesische Exporte in den Iran – was allerdings lediglich 0,18 Prozent der gesamten chinesischen Ausfuhren ausmacht. In umgekehrter Richtung importierte China iranische Waren im Wert von 2,86 Milliarden Dollar, was gerade einmal 0,12 Prozent der Gesamtimporte entspricht.
Auf den ersten Blick mögen diese Zahlen vernachlässigbar erscheinen. Doch der Teufel steckt im Detail: Chinas Ölimporte aus dem Iran spielen eine strategisch bedeutsame Rolle für die Energieversorgung des Landes. Kurzfristig dürften die Importkosten für Rohöl spürbar steigen – ein Umstand, der die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage in China weiter verschärfen könnte.
Strategische Neuausrichtung am Persischen Golf?
Analysten raten der chinesischen Führung zur Vorsicht und empfehlen, zunächst abzuwarten, wie sich Trumps Maßnahmen konkret auswirken werden. Dennoch zeichnet sich bereits jetzt ab, dass Peking möglicherweise seine Handelsbeziehungen grundlegend überdenken muss. Alternative Lieferanten am Persischen Golf könnten in den Fokus rücken, sollten die Unruhen im Iran und die damit verbundene Volatilität anhalten.
Trump verknüpft seine Zollmaßnahmen geschickt mit den anhaltenden Bürgerprotesten im Iran, die das Regime in Teheran seit Wochen erschüttern. Eine klassische Doppelstrategie: wirtschaftlicher Druck gepaart mit der Unterstützung demokratischer Bewegungen. Ob diese Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten.
Ein Muster wird erkennbar
Die jüngste Eskalation fügt sich nahtlos in Trumps aggressive Handelspolitik ein, die bereits mit massiven Zöllen auf EU-Importe, chinesische Waren sowie Produkte aus Mexiko und Kanada für weltweite Turbulenzen gesorgt hat. Der amerikanische Präsident scheint entschlossen, die wirtschaftliche Hegemonie der USA mit allen verfügbaren Mitteln zu verteidigen – koste es, was es wolle.
Für Anleger bedeutet diese zunehmende geopolitische Unsicherheit einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Verwerfungen an Bedeutung gewinnen. In Zeiten, in denen Handelskriege und Sanktionen die globalen Märkte erschüttern, erweisen sich traditionelle Wertspeicher als verlässlicher Anker im Portfolio.
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