
Trumps Klimapolitik-Abriss: Deutschlands letzte Chance oder der Anfang vom Ende?
Was sich in dieser Woche in Washington abspielte, dürfte in den Geschichtsbüchern einmal als tektonische Verschiebung der globalen Wirtschaftspolitik verzeichnet werden. Donald Trump hat gemeinsam mit EPA-Chef Lee Zeldin die sogenannte „Endangerment Finding" aus dem Jahr 2009 aufgehoben – jenes juristische Fundament, das der US-Umweltbehörde überhaupt erst erlaubte, Treibhausgase als Gesundheits- und Umweltrisiko einzustufen und entsprechend zu regulieren. Kraftwerke, Fabriken, Automobile – alles, was bislang unter dem Damoklesschwert der CO₂-Regulierung stand, wird nun von seinen Ketten befreit. Eine Entscheidung von historischer Tragweite. Und Deutschland? Deutschland schaut zu.
Die USA streifen die Fesseln ab – Europa klammert sich an sie
Man muss sich die Dimension dieser Entscheidung vor Augen führen: Trump hebt nicht einzelne Vorschriften auf, er beseitigt die gesamte rechtliche Grundlage, auf der sämtliche Bundesklimaregulierungen der Vereinigten Staaten fußten. EPA-Chef Zeldin sprach unverhohlen von einem „Dolchstoß ins Herz der Klimawandel-Religion". Und genau das ist es. Denn während die großen Industrienationen dieser Welt – China, Indien, Russland, Brasilien, Südafrika – sich ohnehin nie ernsthaft an klimapolitische Verpflichtungen gebunden fühlten und sich stets das bequeme Schlupfloch des „historischen Nachholbedarfs" offenhielten, bleibt die Europäische Union als letzter großer Wirtschaftsblock übrig, der noch amtlich und mit geradezu religiösem Eifer Klimapolitik betreibt.
Und mittendrin: Deutschland. Der Musterschüler, der Klassenbeste im Selbstkasteiungswettbewerb. Ein Land, das seine Atomkraftwerke abgeschaltet hat – wohlgemerkt Anlagen, die weitgehend CO₂-neutralen Strom produzierten –, um sie durch teurere fossile Gaskraftwerke zu ersetzen. Ein Land, das Milliarden in Offshore-Windparks pumpt, die nur dann Strom liefern, wenn der Wind weht. Fast 1.700 Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee, nicht planbar, nicht systemdienlich. Drei Kernkraftwerke hätten mehr Strom produziert als die gesamte Offshore-Windstromerzeugung – stabil, verlässlich, bezahlbar.
Die Klimareligion und ihre Hohepriester
Was Trump als „größte Deregulierungsmaßnahme in der Geschichte der USA" feiert, entlarvt zugleich die Absurdität dessen, was sich in Europa unter dem Deckmantel des Klimaschutzes zusammengebraut hat. Die oft zitierte Behauptung, 95 Prozent aller Wissenschaftler würden die These vom menschengemachten Klimawandel bestätigen, gleiche eher einem religiösen Dogma als einer wissenschaftlichen Erkenntnis. Wissenschaftler, die Zweifel äußerten, wurden als „Klimaleugner" gebrandmarkt, ausgegrenzt, ihrer Professuren und Forschungsmittel beraubt. „Follow the Science" wurde zum Schlachtruf – und hat dabei die Wissenschaft selbst um ihre Glaubwürdigkeit gebracht. Denn echte Wissenschaft lebt vom Zweifel, nicht vom Dogma.
Die Auswüchse dieser Klimareligion sind dabei längst ins Groteske abgeglitten. Die EU erlaubt, dass gemahlene Insektenkörper als Proteinquelle in Lebensmittel gemischt werden dürfen, weil Fleisch angeblich klimaschädlich sei. Und in Deutschland? Da erarbeitete das Umweltbundesministerium noch vor wenigen Wochen eine Vorlage, wonach das Pupsen und Rülpsen von Kühen in jedem Stall gemessen und reduziert werden solle – etwa durch die Züchtung „pupsarmer" Rinder. Umweltminister Schneider mache dazu ein todernstes Gesicht. Er meine, was er sage. Wer ihn dafür kritisiere, riskiere Verfolgung wegen „Hass und Hetze". Die Klimapolitik karikiert sich selbst – und merkt es nicht einmal.
Versperrte Städte, verriegeltes Leben
Doch es geht um weit mehr als um flatulierende Kühe. Konzepte wie die „15-Minuten-Stadt" wurden entworfen, in denen Menschen in Quartiere eingepfercht werden sollen, die zu Fuß in einer Viertelstunde zu durchqueren sind. In jeder deutschen Stadt erleben wir bereits die Vorboten: Autostraßen werden gesperrt, unsinnige Radwege treten an ihre Stelle, Poller erschweren jedem den Weg, der die Stadt betreten oder verlassen will. Die europäische Automobilindustrie wird durch den staatlich verordneten Zwang zum Elektroauto systematisch zerstört – obwohl dieses wegen seines monströsen Batteriegewichts, der verwendeten Chemikalien und der Herkunft seiner Energie aus fernen Kraftwerken kaum weniger umweltbelastend ist als ein moderner Verbrenner.
Es geht, so muss man es nüchtern feststellen, um Macht. Um die Macht zu regulieren, zu kontrollieren, in jeden Lebensbereich einzugreifen. Was wir essen, wie wir arbeiten, wie wir uns fortbewegen – alles wird dem Klimamandat unterworfen. Und die Profiteure dieser Regulierungswut? Politiker, Bürokraten, Lobbyisten und eine ganze Industrie von Subventionsempfängern, die sich unter dem Heiligenschein moralischer Überlegenheit bereichern.
Erste Risse im europäischen Klimakonsens
Immerhin gibt es zaghafte Anzeichen, dass selbst in Europa die Fassade bröckelt. Die Aktie von Heidelberg Materials stürzte am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Oktober ab – ausgelöst durch Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem Wirtschaftsgipfel in Antwerpen, wo er sich kritisch zum Emissionshandel äußerte. Das Papier verlor 9,7 Prozent an einem einzigen Tag. Was auf den ersten Blick wie eine normale Korrektur wirkt, erschüttert das gesamte Geschäftsmodell eines Konzerns, der seine gewaltigen finanziellen Ressourcen in die Entwicklung von „grünem Zement" investiert hat. Niemand brauche das, heißt es. Niemand brauche auch „grünen Stahl", der mit mehr Energie weniger Stahl herstelle.
Doch ob Merz, der für seine Durchsetzungskraft wahrlich nicht berühmt ist, tatsächlich den Mut aufbringt, die deutsche Klimapolitik grundlegend zu korrigieren, darf bezweifelt werden. Schließlich hat derselbe Kanzler ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert – eine Hypothek, die Generationen von Steuerzahlern belasten wird. Von seinem Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, ist längst nichts mehr übrig.
Die vierte industrielle Revolution wartet nicht
Die Welt steht am Beginn der vierten industriellen Revolution mit Künstlicher Intelligenz und Robotik. Diese Transformation wird gewaltige Mengen an Energie verschlingen – weit mehr, als wir uns heute vorstellen können. Die USA haben sich positioniert. China baut im Wochentakt neue Kohlekraftwerke. Und Deutschland? Deutschland holzt Wälder für Windräder ab, verwandelt landwirtschaftliche Nutzflächen in lebensfeindliche Solarbrachen und diskutiert über die Methanemissionen von Wiederkäuern.
Trumps Entscheidung könnte in der Tat eine Zeitenwende markieren, vergleichbar mit dem Fall der Berliner Mauer. Damals brach ein ideologisches System zusammen, das Millionen Menschen in Unfreiheit und wirtschaftlicher Stagnation gefangen hielt. Heute steht die Frage im Raum, ob Europa – und insbesondere Deutschland – den Mut aufbringt, sich aus der Umklammerung einer Ideologie zu befreien, die unter dem Vorwand der Weltrettung den Wohlstand einer ganzen Nation vernichtet.
Für den deutschen Bürger, der unter explodierenden Energiepreisen, einer galoppierenden Deindustrialisierung und einer zunehmend erstickenden Bürokratie leidet, wäre eine solche Befreiung überfällig. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass die politische Klasse in Berlin freiwillig auf ihr mächtigstes Instrument der Kontrolle verzichtet, ist gering. Zu viele Profiteure, zu viele Ideologen, zu viele Karrieren hängen am Tropf der Klimapolitik.
Gold als Fels in der Brandung
In Zeiten solch fundamentaler geopolitischer Umbrüche und wirtschaftlicher Unsicherheiten erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während politische Entscheidungen ganze Industriezweige über Nacht entwerten können – wie das Beispiel Heidelberg Materials eindrucksvoll zeigt –, bewahrt Gold seit Jahrtausenden seinen Wert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Anlageportfolio bieten physische Edelmetalle einen Schutz, den keine politische Laune und kein ideologischer Kurswechsel zunichtemachen kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Investitionsentscheidungen unserer Leser. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.
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