
Trumps Machtpoker in der Karibik: Kuba am Rande des Zusammenbruchs
Die sozialistische Karibikinsel Kuba steht vor dem wirtschaftlichen Abgrund – und US-Präsident Donald Trump weiß das nur zu genau. Mit der Selbstsicherheit eines Mannes, der alle Trümpfe in der Hand hält, verkündete der amerikanische Staatschef auf einem Flug nach Florida, dass Havanna wohl bald einen „Deal" mit Washington anstreben werde. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann das kommunistische Regime in die Knie geht.
Wirtschaftliche Strangulation als diplomatisches Druckmittel
Die Strategie der Trump-Administration ist so simpel wie brutal effektiv: Man dreht dem ohnehin am Boden liegenden Inselstaat den Ölhahn zu. Erst kürzlich drohte Washington allen Ländern, die Kuba mit Erdöl beliefern, mit empfindlichen Zusatzzöllen auf ihre Exporte in die Vereinigten Staaten. Ein Schachzug, der die Energieversorgung der Karibikinsel vollends zum Erliegen bringen könnte.
„Sie haben kein Geld. Sie haben kein Öl", konstatierte Trump mit der nüchternen Präzision eines Geschäftsmannes, der die Bilanz seines Konkurrenten studiert hat. Die Realität auf Kuba gibt ihm recht: Das marode Stromnetz kollabiert regelmäßig, Blackouts von zwölf Stunden und mehr gehören zum tristen Alltag der Bevölkerung. Vor den Tankstellen bilden sich endlose Schlangen – ein Bild des Verfalls, das an die dunkelsten Zeiten der Sowjet-Ära erinnert.
Havannas verzweifelte Gegenwehr
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez reagierte erwartungsgemäß mit scharfer Rhetorik und verurteilte die „neue Eskalation der USA gegen Kuba" auf der Plattform X aufs Schärfste. Doch Worte allein werden die leeren Tanks nicht füllen und die Lichter nicht wieder anschalten. Mexiko warnte derweil vor einer humanitären Krise großen Ausmaßes – eine Mahnung, die in Washington offenbar auf taube Ohren stößt.
Trump hingegen gibt sich betont gelassen: „Es muss nicht zu einer humanitären Krise kommen", ließ er verlauten und deutete an, dass bereits Gespräche mit Kuba begonnen hätten. Details? Fehlanzeige. Der Dealmaker hält seine Karten bedeckt.
Das Erbe Castros bröckelt
Die Karibikinsel durchlebt derzeit eine ihrer schwersten Wirtschaftskrisen seit dem Sieg der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959. Was einst als sozialistisches Vorzeigeprojekt vor den Toren der USA galt, ist heute ein mahnendes Beispiel für das Scheitern planwirtschaftlicher Experimente. Die Infrastruktur verfällt, die Jugend flieht, und die Regierung klammert sich an eine Ideologie, die längst ihre Strahlkraft verloren hat.
Seit Trumps Amtsantritt haben sich die ohnehin frostigen Beziehungen zwischen Washington und Havanna nochmals dramatisch verschlechtert. Der US-Präsident wirft der kubanischen Regierung vor, den amerikanischen Interessen zu schaden – ein Vorwurf, der angesichts der jahrzehntelangen Unterstützung Kubas für linke Bewegungen in Lateinamerika nicht ganz aus der Luft gegriffen ist.
Ein Lehrstück in Realpolitik
Was wir hier beobachten, ist Realpolitik in ihrer reinsten Form. Während europäische Politiker noch über Sanktionsmechanismen debattieren und sich in diplomatischen Floskeln ergehen, handelt Trump nach dem simplen Prinzip: Wer wirtschaftlich am längeren Hebel sitzt, bestimmt die Regeln. Ob man diese Methode nun gutheißt oder nicht – ihre Wirksamkeit lässt sich kaum bestreiten.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Havanna tatsächlich zum Verhandlungstisch kommt oder ob das Regime lieber untergeht, als sich dem kapitalistischen Erzfeind zu beugen. Eines steht jedoch fest: Die Zeit arbeitet nicht für Kuba. Und Donald Trump weiß das besser als jeder andere.












