
Während Trump mit Zöllen droht: China sichert sich mit Niedrigsteuern strategische Ressourcen

Die Welt erlebt derzeit einen bemerkenswerten Kontrast in der Handelspolitik der beiden größten Volkswirtschaften. Während US-Präsident Donald Trump mit seinen aggressiven Zollerhöhungen die globalen Märkte erschüttert und Amerikas Bündnisse auf eine harte Probe stellt, verfolgt Peking eine diametral entgegengesetzte Strategie – mit weitreichenden Konsequenzen für die geopolitische Machtverteilung.
Chinas Niedrigzoll-Strategie als geopolitisches Werkzeug
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Chinas durchschnittlicher effektiver Zollsatz – berechnet durch Division der erhobenen Zölle durch den Wert der Importe – ist im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich gesunken und lag 2025 bei lediglich 1,3 Prozent. Diese Daten stammen von der renommierten Economist Intelligence Unit (EIU) und verdeutlichen, wie geschickt das Reich der Mitte seine Handelspolitik als strategisches Instrument einsetzt.
Peking hat zudem weitere Zollsenkungen angekündigt und versprochen, die Abgaben auf Importe aus den meisten afrikanischen Ländern auf null zu reduzieren. Ein cleverer Schachzug, der einen bewussten Kontrast zur amerikanischen Politik darstellt und Chinas Einfluss in der Entwicklungswelt systematisch ausbaut.
Amerika auf dem Rückweg in die Vergangenheit
Die Vereinigten Staaten hingegen bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung. Der effektive Zollsatz der USA schnellte im vergangenen Jahr auf 11,2 Prozent hoch – der höchste Durchschnittswert seit 1943, wie ein Bericht der Tax Foundation belegt. Man fragt sich unweigerlich: Führt Trump Amerika zurück in die protektionistische Ära des Zweiten Weltkriegs?
Die Zollerhöhungen folgten auf monatelange Exekutivanordnungen des Präsidenten, die Dutzende von Ländern mit höheren Abgaben belegten – stets unter Berufung auf wirtschaftliche und nationale Sicherheitsbedenken. Erst kürzlich drohte Trump acht europäischen Nationen mit zusätzlichen Zöllen, weil diese sich weigerten, seine Ambitionen bezüglich des dänischen Territoriums Grönland zu unterstützen.
Rohstoffsicherung durch strategische Zollpolitik
Für China zahlt sich die Niedrigzoll-Strategie in barer Münze aus. Xu Tianchen, Senior-Ökonom bei der EIU, erklärt den Mechanismus:
„China wendet niedrige oder gar keine Zollsätze auf Rohstoffe an, die den Löwenanteil seiner Importe ausmachen. Der effektive Zollsatz ist niedrig und sinkt weiter."
Rohöl, Erdgas und Eisenerz – die drei wichtigsten industriellen Grundstoffe – fließen so ungehindert ins Land. Weder chinesische Importeure noch ausländische Lieferanten müssen Abgaben entrichten, was beide Seiten zu willigen Handelspartnern macht.
Die Lehren für Deutschland und Europa
Diese Entwicklung sollte auch deutschen Beobachtern zu denken geben. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Wirtschaft ankurbeln will, zeigt China, wie man mit kluger Handelspolitik strategische Vorteile erringt. Die Frage drängt sich auf: Lernt Europa aus diesem Lehrstück der Realpolitik – oder bleibt man weiterhin zwischen den Fronten gefangen?
Gold und andere Edelmetalle könnten in diesem Umfeld zunehmender handelspolitischer Spannungen als Absicherung an Bedeutung gewinnen. Denn eines ist gewiss: Die Unsicherheit an den globalen Märkten wird angesichts dieser divergierenden Strategien nicht abnehmen.
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