
AfD plant eigenen Radiosender nach österreichischem Vorbild
Die Alternative für Deutschland erwägt den Aufbau eines eigenen Radiosenders und orientiert sich dabei am Webradio-Projekt der österreichischen Schwesterpartei FPÖ. Nach Angaben eines Parteisprechers gegenüber der „Bild"-Zeitung werden derzeit entsprechende Konzepte erarbeitet, wobei der Ausgang der Prüfung noch offen sei.
Vorbild aus Österreich: Austria First
Das Interesse der AfD richtet sich auf den Sender „Austria First", der seit dem 17. Januar 2025 auf Sendung ist. Die FPÖ hat mit diesem Webradio ein Format geschaffen, das Popmusik mit Nachrichtensendungen und politischen Einschätzungen von Parteipolitikern kombiniert. Die österreichische Rechtspartei verfügt bereits über ein umfangreiches Medienportfolio, das neben dem Radiosender auch den TV-Kanal FPÖ TV sowie zahlreiche reichweitenstarke Formate in den sozialen Medien umfasst.
Die AfD verfolge das österreichische Projekt „mit großem Interesse und tauscht sich mit den Initiatoren aus", so der Parteisprecher. Der Parteispitze soll zeitnah ein Konzept vorgelegt werden, über das dann beraten werden soll.
Kritik am Programmformat
Das Sendeformat von Austria First wird unterschiedlich bewertet. Die „Zeit" beschrieb das Programm mit den Worten, die „Ideologiestückchen werden so sanft beigemischt wie die Medikamente in den Babybrei". Kritiker bemängeln zudem die verwendete Sprache: Im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Weltwirtschaftsforum in Davos seien Begriffe wie „Globalistentreffen" und „Finanzkontrolleure" gefallen.
Der Begriff „Globalisten" wird von Experten als problematisch eingestuft. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, erklärte in einem Interview: „Gerade in Deutschland, wo offener Antisemitismus verboten ist, haben sich Codewörter etabliert. Man redet nicht über ‚Weltjudentum', sondern über Globalisten."
Enge Verbindungen zwischen AfD und FPÖ
Die beiden Parteien pflegen seit längerem einen intensiven Austausch. Erst kürzlich traf sich der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, in Salzburg mit Vertretern der FPÖ, um sich für seinen Wahlkampf beraten zu lassen. Die FPÖ, die in Österreich mittlerweile den Bundeskanzler stellt, gilt in Sachen Medienstrategie als Vorreiter unter den europäischen Rechtsparteien.
Ob und wann ein AfD-Radiosender tatsächlich auf Sendung gehen könnte, bleibt abzuwarten. Die Partei hat in der Vergangenheit bereits verstärkt auf eigene Kommunikationskanäle gesetzt, um ihre Botschaften unabhängig von etablierten Medien zu verbreiten. Ein eigener Radiosender wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung.
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