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14.08.2025
15:08 Uhr

Alaska-Gipfel: Trump trifft Putin ohne diplomatisches Sicherheitsnetz

Wenn sich Donald Trump und Wladimir Putin am Freitag in Alaska gegenübersitzen, könnte dies zu einem der folgenreichsten Gipfeltreffen der jüngeren Geschichte werden. Doch während der russische Präsident mit einem eingespielten Team erfahrener Diplomaten anreist, betritt der US-Präsident nahezu unvorbereitet die Bühne – ein Umstand, der in Washington für erhebliche Nervosität sorgt.

Personeller Kahlschlag im State Department

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über 1300 Mitarbeiter des Außenministeriums wurden allein im vergangenen Monat entlassen, darunter zahlreiche Russland- und Ukraine-Experten. Der Nationale Sicherheitsrat, traditionell das Nervenzentrum für Gipfelvorbereitungen, verlor Dutzende Posten. Schlüsselpositionen wie die des Assistant Secretary of State for European and Eurasian Affairs sowie die Botschafterposten in Kiew und Moskau bleiben vakant.

Diese personelle Ausdünnung ist kein Zufall, sondern Teil einer bewussten Strategie. Trump setzt auf Loyalität statt Kompetenz – ein Ansatz, der sich in der Personalie Steve Witkoff manifestiert. Der Immobilienunternehmer ohne jegliche außenpolitische Erfahrung führt die Gespräche mit Moskau. Ein gefährliches Spiel, wenn man bedenkt, dass auf der anderen Seite ein Mann sitzt, der seit einem Vierteljahrhundert die Fäden der russischen Politik zieht.

Putins kalkuliertes Machtspiel

Der Kreml hat seine Hausaufgaben gemacht. Putins Delegation umfasst hochkarätige Experten: Außenminister Lawrow, Verteidigungsminister Beloussow, Finanzminister Siluanow – allesamt erfahrene Strategen, die genau wissen, wie man diplomatische Schwächen ausnutzt. Die Wahl Alaskas als Treffpunkt ist dabei kein Zufall. In Moskau erinnert man gerne an den Verkauf des Territoriums 1867 – ein historischer Verweis, der subtil die Verhandelbarkeit von Grenzen suggeriert.

"Man braucht jemanden im Raum, der den Präsidenten einfach nur ansieht, die Augen verdreht und den Kopf schüttelt", warnt der ehemalige US-Diplomat Daniel Fried. Doch genau diese kritischen Stimmen fehlen in Trumps entkertem Beraterstab.

Die gefährliche Charmeoffensive

Trump bezeichnet das Treffen als "Sondierungsgespräch" und glaubt, "innerhalb von zwei Minuten" zu wissen, ob Fortschritte möglich seien. Diese Instinktpolitik mag in der Immobilienbranche funktionieren, in der Weltpolitik kann sie katastrophale Folgen haben. Erinnern wir uns an Helsinki 2018, als Trump öffentlich die Einschätzungen seiner eigenen Geheimdienste anzweifelte und Putins Dementi einer russischen Wahleinmischung übernahm.

Besonders brisant sind die kolportierten Pläne eines "Mineralien für Frieden"-Deals. Trump könnte Putin Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen in den besetzten ukrainischen Gebieten anbieten – faktisch eine wirtschaftliche Anerkennung der russischen Eroberungen. Zwei der vier bedeutendsten Lithium-Lagerstätten der Ukraine befinden sich bereits unter russischer Kontrolle. Ein solcher Deal würde das Prinzip untergraben, dass militärische Aggression sich nicht auszahlen darf.

Europas Sorgen und die deutsche Position

Bundeskanzler Friedrich Merz versuchte beim virtuellen Vorgipfel, eine gemeinsame westliche Linie zu etablieren. Die Forderungen: Waffenruhe vor Verhandlungen, Ukraine am Verhandlungstisch, verbindliche Sicherheitsgarantien. Doch Merz' vage Formulierung, Trump teile diese Position "weitgehend", lässt aufhorchen. Wo genau liegen die Differenzen?

Die europäischen Partner arbeiten bereits an einer "Koalition der Willigen" für den Fall, dass Trump einen faulen Kompromiss eingeht. Doch ohne amerikanische Rückendeckung wäre jede Sicherheitsgarantie für die Ukraine Makulatur. Putin weiß das – und wird diese Schwäche gnadenlos ausnutzen.

Was auf dem Spiel steht

Dieser Gipfel ist mehr als nur ein diplomatisches Treffen. Es geht um die Frage, ob sich militärische Aggression auszahlt, ob Grenzen in Europa wieder verhandelbar sind und ob die westliche Allianz Bestand hat. Putin wird versuchen, Trump davon zu überzeugen, dass nicht Russland, sondern Europa und die Ukraine einem Frieden im Wege stehen – eine perfide Verdrehung der Tatsachen.

Die Gefahr ist real, dass Trump ohne erfahrene Berater an seiner Seite in die Falle tappt. Seine Neigung, komplexe geopolitische Fragen auf persönliche Beziehungen zu reduzieren, könnte Putin den größten diplomatischen Triumph seit Jahren bescheren. Während der russische Präsident jeden Schachzug durchkalkuliert hat, verlässt sich Trump auf sein Bauchgefühl – ein Rezept für außenpolitische Katastrophen.

Die bittere Wahrheit: Amerika betritt diesen Gipfel geschwächt und unvorbereitet. Die systematische Demontage des diplomatischen Apparats rächt sich nun. Bleibt zu hoffen, dass Trumps Instinkte ihn nicht in die Irre führen – denn die Konsequenzen würden nicht nur die Ukraine, sondern die gesamte westliche Sicherheitsordnung treffen.

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