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20.01.2026
05:58 Uhr

Arktis-Poker: Trump zwingt Europa in die Knie – Dänemark rüstet auf

Arktis-Poker: Trump zwingt Europa in die Knie – Dänemark rüstet auf

Die geopolitischen Spannungen in der Arktis erreichen einen neuen Höhepunkt. Während US-Präsident Donald Trump mit der Brechstange versucht, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen, reagiert Europa mit einer Mischung aus Beschwichtigung und zaghafter Gegenwehr. Dänemark entsendet Truppen auf die strategisch bedeutsame Insel, doch Brüssel knickt ein und verzichtet vorerst auf Gegenzölle. Ein Schauspiel, das einmal mehr die Schwäche der europäischen Außenpolitik offenbart.

Kopenhagen zeigt Flagge – aber reicht das?

Die dänische Regierung hat angekündigt, eine größere Anzahl von Soldaten nach Grönland zu verlegen. In der Nacht zum Dienstag soll ein Kontingent nach Kangerlussuaq aufbrechen, begleitet von Generalmajor Peter Boysen, dem Chef des dänischen Heereskommandos. Über die genaue Truppenstärke hüllt sich das Militär in Schweigen – man spricht lediglich von einem „bedeutenden Beitrag".

Gleichzeitig sucht Kopenhagen den Schulterschluss mit den Verbündeten. Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt trafen sich am Montag mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Brüsseler Hauptquartier. Über den Inhalt der Gespräche herrscht eisernes Schweigen – keine Pressekonferenz, keine offiziellen Statements. Ein Zeichen dafür, wie brisant die Lage tatsächlich ist?

„Die Situation erfordert, dass wir die Zusammenarbeit in Verteidigung und Sicherheit rund um die Arktis im NATO-Kreis stärken."

So äußerte sich Ministerin Motzfeldt vor dem Treffen. Schöne Worte, gewiss. Doch ob die NATO tatsächlich bereit ist, sich mit Washington anzulegen, darf bezweifelt werden.

Trumps Zollkeule: Europa kuscht

Der amerikanische Präsident macht keinen Hehl aus seinen Absichten. Am Samstag kündigte Trump an, ab dem 1. Februar zusätzliche Zölle von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern zu verhängen, sollte kein Kaufabkommen für Grönland zustande kommen. Bis Juni könnten diese Zölle auf 25 Prozent steigen. Betroffen wären neben Dänemark auch Deutschland, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien.

Und wie reagiert die EU? Mit vorauseilendem Gehorsam, so scheint es. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verzichtet vorerst auf Gegenmaßnahmen. Die Konsultationen mit den Staats- und Regierungschefs hätten keinen Konsens für Vergeltungszölle ergeben, heißt es aus Brüssel. Die Priorität bestehe darin, „den Dialog zu suchen, nicht zu eskalieren".

Das Arsenal der Untätigkeit

Dabei stünden der EU durchaus Instrumente zur Verfügung: Vergeltungszölle auf US-Importe, der Ausschluss amerikanischer Unternehmen von öffentlichen Aufträgen, Ein- und Ausfuhrbeschränkungen. Im Raum stehen Gegenzölle auf US-Waren im Wert von 93 Milliarden Euro. Doch statt Stärke zu demonstrieren, duckt sich Europa weg.

Diese Haltung ist symptomatisch für die europäische Außenpolitik der vergangenen Jahre. Man redet viel von strategischer Autonomie, von europäischer Souveränität – doch wenn es darauf ankommt, fehlt der Mut zum Handeln. Trump hat längst erkannt, dass er mit Druck mehr erreicht als mit Diplomatie. Und Europa liefert ihm den Beweis, dass er damit richtig liegt.

Die Grönland-Mission: Ein diplomatisches Eigentor?

Besonders pikant: Die acht von Trumps Zolldrohungen betroffenen Länder hatten in der Vorwoche Truppen zur Grönland-Mission „Operation Arctic Endurance" entsandt. Eine Erkundungsmission unter dänischer Führung, an der auch deutsche Offiziere teilnahmen. Die Teilnehmer sind mittlerweile zurückgekehrt, die Vorbereitungen für eine gemeinsame NATO-Übung sollen von Dänemark und den Niederlanden aus fortgesetzt werden.

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer sah sich genötigt, bei Trump persönlich anzurufen, um ein „mögliches Missverständnis" auszuräumen. Die Mission sei nicht gegen die USA gerichtet gewesen, beteuerte er. Es sei lediglich darum gegangen, „die Bedrohung durch die Russen zu bewerten". Ob Trump diese Erklärung akzeptiert, bleibt abzuwarten.

Davos ohne Dänemark

Ein weiteres Zeichen der angespannten Lage: Vertreter der dänischen Regierung werden nicht am diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen. Obwohl eine Einladung vorlag, entschied sich Kopenhagen gegen eine Teilnahme. Ein Gespräch zwischen von der Leyen und Trump ist im Rahmen des WEF bislang nicht vorgesehen.

Die Arktis entwickelt sich zunehmend zum Brennpunkt geopolitischer Rivalitäten. Russland baut seine militärische Präsenz in der Region seit Jahren aus, China zeigt wachsendes Interesse an den Bodenschätzen und Seewegen. Und nun macht auch Washington unmissverständlich klar, dass es Grönland als Teil seiner Einflusssphäre betrachtet – koste es, was es wolle.

Für Europa stellt sich die Frage, ob man bereit ist, eigene Interessen zu verteidigen, oder ob man sich weiterhin von Washington am Nasenring durch die Arena führen lässt. Die bisherigen Signale stimmen nicht optimistisch.

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