
Arktische Aufrüstung: Dänemark weitet Militärpräsenz auf Grönland massiv aus

Die geopolitischen Spannungen um die größte Insel der Welt nehmen weiter zu. Dänemark hat angekündigt, seine Militärübungen auf Grönland erheblich auszuweiten. Die sogenannte „Operation Arctic Endurance" soll künftig ganzjährig stattfinden und damit deutlich länger dauern als bisherige Manöver in der arktischen Region.
Ganzjährige Präsenz als strategische Antwort
Soren Andersen, der Leiter des gemeinsamen Arktiskommandos Dänemarks in Grönland, erläuterte gegenüber der grönländischen Zeitung „Sermitsiaq" die Hintergründe dieser Entscheidung. Die Verteidigung Grönlands und der Nordflanke der NATO erfordere kontinuierliche Übungen, an denen sowohl dänische Einheiten als auch verbündete Streitkräfte teilnehmen würden.
Bereits am Montag traf Peter Boysen, der ranghöchste Militärführer der dänischen Armee, mit einer Gruppe von Soldaten auf der Insel ein. Es handelt sich dabei um die zweite Truppeneinheit im Rahmen eines Einsatzes, der in der vergangenen Woche begonnen hatte. Die NATO hatte bereits im Juli, August und September des vergangenen Jahres Übungen auf grönländischem Territorium durchgeführt.
Diplomatische Spannungen mit den USA
Die verstärkte militärische Aktivität erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender diplomatischer Spannungen mit den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag damit gedroht, ab dem 1. Februar Zölle gegen acht NATO-Verbündete zu verhängen. Trump äußerte sich kritisch darüber, dass Deutschland und andere europäische Staaten kürzlich Soldaten auf die Insel entsandt haben.
Der amerikanische Präsident bekräftigte seine Position, dass die USA Grönland zur Sicherung der Arktis besitzen müssten. Andernfalls würden Russland oder China die Insel übernehmen, so seine Einschätzung. Diese Aussagen richten sich bemerkenswert gegen einen NATO-Verbündeten, da die Vereinigten Staaten selbst Teil des Verteidigungsbündnisses sind.
Dänemark und Grönland schlagen NATO-Mission vor
Im Bemühen um eine Lösung des Konflikts haben sich der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt in Brüssel mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte getroffen. Bei diesem Gespräch schlugen sie eine NATO-Mission in der Arktis vor.
Über die genauen Details des Vorschlags und die Reaktion Ruttes ist bisher wenig bekannt. Der NATO-Generalsekretär hatte jedoch bereits zuvor zu verstehen gegeben, dass er den derzeitigen Schutz Grönlands durch das Bündnis für nicht ausreichend hält. In einem Beitrag auf der Plattform X betonte Rutte die Bedeutung der Arktis einschließlich Grönlands für die gemeinsame Sicherheit und kündigte an, bei diesen wichtigen Fragen weiterhin als Verbündete zusammenzuarbeiten.
Auch USA verstärken arktische Präsenz
Parallel zu den dänischen Aktivitäten bauen auch die USA ihre Präsenz in der Region aus. Das von den USA und Kanada geführte Nordamerikanische Luftverteidigungskommando (Norad) teilte mit, dass in Kürze Flugzeuge auf dem US-Militärflugplatz Pituffik Space Base in Grönland eintreffen werden.
Nach Angaben von Norad handelt es sich bei diesem Einsatz um langfristig geplante Aktivitäten, die auf der bestehenden Verteidigungszusammenarbeit zwischen den USA, Kanada und Dänemark aufbauen. Norad ist eine gemeinsame Einrichtung beider nordamerikanischen Staaten zur Überwachung des Luft- und Weltraums und führt nach eigenen Angaben regelmäßig Routineeinsätze zur Verteidigung Nordamerikas durch.
Die Entwicklungen in der Arktis verdeutlichen die wachsende strategische Bedeutung der Region, in der sich die Interessen mehrerer Großmächte zunehmend überschneiden.
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