
Ausländische Investitionen in Deutschland steigen – doch die Rezession bleibt der Elefant im Raum

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verkündet vermeintlich frohe Botschaft: Erstmals seit über zwei Jahrzehnten hätten ausländische Unternehmen mehr Kapital in Deutschland angelegt als deutsche Firmen im Ausland investierten. Die Zahlen klingen beeindruckend – doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein differenzierteres Bild, das wenig Anlass zur Euphorie gibt.
Die nackten Zahlen: Ein Anstieg mit Fragezeichen
Nach Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts sollen sich die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland im vergangenen Jahr auf rund 96 Milliarden Euro belaufen haben. Im Vergleich zum Vorjahr entspräche dies mehr als einer Verdopplung – ein Plus von 43 Milliarden Euro. Deutsche Unternehmen hätten hingegen lediglich 86 Milliarden Euro jenseits der Landesgrenzen investiert, was als unterdurchschnittlich gilt.
Seit der Jahrtausendwende war Deutschland traditionell ein Nettokapitalexporteur. Im Schnitt flossen jährlich 25 Milliarden Euro mehr aus dem Land ab, als an Investitionen hereinkamen. Abgesehen von der Corona-Sondersituation 2020 sei es nun das erste Mal seit 2003, dass sich dieses Verhältnis umkehre.
Rechtssicherheit als Standortvorteil – oder mangelnde Alternativen?
Das IW interpretiert die Entwicklung positiv. Handelsfachmann Jürgen Matthes betont, dass in einer zunehmend unsicheren Welt Berechenbarkeit mehr zähle als früher. Die erratische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump mit seinen massiven Zollerhöhungen schade demnach nicht nur den Handelspartnern, sondern auch der amerikanischen Wirtschaft selbst. Deutschland profitiere davon als vergleichsweise stabiler Rechtsraum.
„Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit werden im globalen Wettbewerb zum Standortvorteil für Deutschland."
Doch diese Argumentation greift zu kurz. Denn während ausländisches Kapital nach Deutschland fließt, steckt die heimische Wirtschaft weiterhin in einer handfesten Rezession. Die strukturellen Probleme – von überbordender Bürokratie über explodierende Energiekosten bis hin zu maroder Infrastruktur – sind keineswegs gelöst.
Die Schattenseiten bleiben bestehen
Der Mittelstand kämpft nach wie vor mit sinkenden Umsätzen, wie aktuelle Datev-Wirtschaftsdaten belegen. Die Insolvenzwelle rollt ungebremst durch das Land. Dass ausländische Investoren dennoch Kapital nach Deutschland bringen, könnte weniger mit der Attraktivität des Standorts zu tun haben als vielmehr mit dem Mangel an Alternativen in einem global unsicheren Umfeld.
Hinzu kommt: Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt, doch diese schuldenfinanzierte Politik wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen belasten. Von einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung kann keine Rede sein.
Ein Lichtblick mit bitterem Beigeschmack
Die gestiegenen Auslandsinvestitionen mögen ein Hoffnungsschimmer sein. Doch sie sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland weiterhin vor gewaltigen wirtschaftspolitischen Herausforderungen steht. Wer sein Vermögen langfristig absichern möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen – physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten in unsicheren Zeiten nach wie vor einen soliden Anker für ein breit gestreutes Portfolio.
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