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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
12:01 Uhr

Ausverkauf deutscher Industrie: Traditionsunternehmen Treofan geht an Dubai-Konzern – 175 Arbeitsplätze vernichtet

Es ist ein weiteres Kapitel im schleichenden Niedergang der deutschen Industrielandschaft: Der traditionsreiche Verpackungshersteller Treofan aus dem saarländischen Neunkirchen wechselt nach einer turbulenten Insolvenzphase in arabische Hände. Die Al-Ghurair-Gruppe aus Dubai übernimmt das Unternehmen – und mit diesem Eigentümerwechsel verschwinden 175 Arbeitsplätze auf einen Schlag. Was als Rettung verkauft wird, entpuppt sich für viele Beschäftigte als bittere Realität.

Vom Insolvenzantrag zur Übernahme durch ausländisches Kapital

Im September 2025 musste Treofan, ein Spezialist für Polypropylenfolien und hochwertige Kondensatorfolien, den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Das Unternehmen wählte dabei den Weg der Eigenverwaltung – ein Verfahren, das zumindest theoretisch die Chance auf Sanierung bei gleichzeitigem Erhalt der Unternehmensstruktur bieten sollte. Rund 465 Mitarbeiter bangten fortan um ihre berufliche Zukunft.

Die wirtschaftliche Schieflage des saarländischen Betriebs war dabei kein Einzelfall. Sie reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Unternehmenskrisen, die im vergangenen Jahr die deutsche Industrie erschütterte. Hohe Energiekosten, überbordende Bürokratie und eine wirtschaftspolitische Gesamtlage, die Investitionen eher abschreckt als anzieht – die Rahmenbedingungen für produzierende Unternehmen in Deutschland haben sich dramatisch verschlechtert.

Al-Ghurair-Gruppe sichert sich deutschen Standort

Bereits Anfang Dezember 2025 verkündete die mit der Sanierung betraute Kanzlei Flöther & Wissing, dass ein Investor gefunden worden sei. Der Name blieb zunächst unter Verschluss – kartellrechtliche Prüfungen, so hieß es. Nun ist das Verfahren abgeschlossen, und die Wahrheit liegt auf dem Tisch: Die Al-Ghurair-Gruppe, ein mächtiger Mischkonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, hat zugegriffen.

Der Standort firmiert künftig unter dem nüchternen Namen Polyopt GmbH. Ein traditionsreicher deutscher Unternehmensname verschwindet damit von der Bildfläche – ein Symbol für den fortschreitenden Ausverkauf heimischer Wirtschaftssubstanz an ausländische Investoren.

Drastischer Personalabbau als Preis der "Rettung"

Von den ursprünglich 465 Beschäftigten werden lediglich rund 290 Mitarbeiter übernommen. Das bedeutet: 175 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass etwa 160 Stellen gestrichen und zusätzlich 25 befristete Verträge nicht verlängert werden sollten. Die Sanierungsverantwortlichen sprechen von einem "unvermeidlichen Schritt", um den Standort wirtschaftlich neu auszurichten.

Für die Region und die betroffenen Beschäftigten bedeutet die Restrukturierung dennoch einen tiefen Einschnitt.

Ein Symptom des deutschen Wirtschaftsniedergangs

Man mag argumentieren, dass eine Übernahme durch ausländisches Kapital immerhin besser sei als eine vollständige Schließung. Doch diese Sichtweise greift zu kurz. Was wir hier beobachten, ist Teil eines größeren Musters: Deutsche Unternehmen, die unter den Bedingungen einer verfehlten Wirtschafts- und Energiepolitik in die Knie gezwungen werden, landen am Ende in den Händen ausländischer Investoren. Die Wertschöpfung, das Know-how, die strategischen Entscheidungen – all das wandert ab.

Während die Politik sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert und die Bürger mit immer neuen Belastungen konfrontiert, freuen sich Investoren aus Dubai, China oder anderswo über günstige Einkaufsgelegenheiten im einstigen Industrieland Deutschland. Die Frage, die sich stellt, ist unbequem, aber notwendig: Wie lange können wir uns diesen schleichenden Substanzverlust noch leisten?

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