
Berliner Stadtreinigung im Ausnahmezustand: Mitarbeiter unter Dauerbeschuss

Was sich derzeit auf den Recyclinghöfen und in den Straßen der deutschen Hauptstadt abspielt, liest sich wie ein Lagebericht aus einem gescheiterten Staat. Die Hälfte aller Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung (BSR) berichtet von Bedrohungen im vergangenen Jahr – ein Viertel sogar von körperlichen Angriffen. Willkommen im Berlin des Jahres 2026, wo selbst das Einsammeln von Müll zum Hochrisikojob geworden ist.
Sexuelle Belästigung, Morddrohungen und Flaschenangriffe
BSR-Chefin Stephanie Otto schildert gegenüber dem rbb Szenarien, die man eher in einem Kriegsgebiet vermuten würde als in einer europäischen Metropole. Mitarbeiterinnen werden demnach „sexuell anzüglich herabwürdigend beleidigt", Kollegen wird aufgelauert, manche müssen unter Polizeischutz nach Hause gebracht werden. Andere wurden mit Flaschen beworfen, mit Autos angefahren oder gar mit dem Tod bedroht. Otto selbst spricht von „Dingen, die über jegliches Maß hinausgehen".
Die Dunkelziffer dürfte dabei noch weitaus höher liegen. Viele Belästigungen werden intern gar nicht erst gemeldet, wie die BSR-Chefin einräumt. Was jedoch klar erkennbar sei: Respektlosigkeit, verbale Entgleisungen und tätliche Angriffe nehmen stetig zu. Allein bei den Straßenreinigungsteams wurden in nur zwei Jahren 40 dokumentierte Fälle von Beleidigungen, Drohungen oder Übergriffen registriert.
Geheime „Hotspots" – Wenn der Staat kapituliert
Besonders bezeichnend für den desolaten Zustand der öffentlichen Ordnung: Bestimmte Gebiete werden von der BSR mittlerweile als so gefährlich eingestuft, dass sie nicht mehr von einzelnen Mitarbeitern angefahren werden. Die genauen Standorte dieser „Hotspots" hält das Unternehmen bewusst geheim – angeblich zum Schutz der Beschäftigten. Doch was sagt es über eine Stadt aus, wenn selbst die Müllabfuhr bestimmte Viertel meiden muss?
René Gittek, Mitarbeiter eines Recyclinghofs, bringt die Situation auf den Punkt:
„Ich gehe jeden Morgen zur Arbeit und weiß nicht, ob ich beschimpft, bedroht oder sogar angegriffen werde. Wir halten diese Stadt am Laufen – dafür erwarte ich Respekt von der Bevölkerung."
Verdi fordert – doch wer handelt?
Die Gewerkschaft Verdi reagiert mit den üblichen Forderungen: Schutzkonzepte, mehr Personal, Konfliktschulungen, psychologische Betreuung. Landesbezirksleiterin Andrea Kühnemann erklärt, Beschäftigte dürften nicht zum „Blitzableiter für den allgemeinen Frust in der Bevölkerung" werden. Doch ist es wirklich nur „allgemeiner Frust", der sich hier entlädt? Oder handelt es sich um ein spezifisches Problem, das niemand beim Namen nennen will?
Bezeichnenderweise sieht BSR-Chefin Otto „keine klare Erklärung für das Phänomen". Diese demonstrative Ahnungslosigkeit wirkt geradezu grotesk angesichts der Tatsache, dass derartige Zustände vor 2015 schlichtweg undenkbar waren. Wer erinnert sich noch an Zeiten, in denen Müllmänner einfach ihrer Arbeit nachgehen konnten, ohne Polizeischutz zu benötigen?
Ein Treffen mit Wegner – und dann?
Otto kündigte ein baldiges Treffen mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) an, um „stadtgesellschaftliche Lösungen" zu erörtern. Man darf gespannt sein, welche warmen Worte dabei herauskommen werden. Geplant seien zunächst Deeskalations- und Selbstverteidigungstrainings sowie möglicherweise Wachdienste. Die Mitarbeiter sollen also lernen, sich zu verteidigen – statt dass der Staat dafür sorgt, dass sie gar nicht erst angegriffen werden.
Die traurige Wahrheit ist: Was wir hier beobachten, ist nur ein weiteres Symptom einer völlig verfehlten Politik der vergangenen Jahre. Feuerwehrleute, Rettungskräfte, Ärzte, Polizisten – sie alle benötigen mittlerweile Schutz vor jenen, denen sie eigentlich helfen sollen. Dass nun auch die Müllabfuhr betroffen ist, zeigt nur, wie weit der Verfall der öffentlichen Ordnung bereits fortgeschritten ist.
Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen aufhören, die Augen vor den wahren Ursachen zu verschließen. Die deutschen Bürger haben ein Recht darauf, in Sicherheit zu leben und zu arbeiten – und sie haben ein Recht darauf, von einer Politik regiert zu werden, die ihre Interessen vertritt und nicht systematisch ignoriert. Diese Meinung teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein wachsender Teil der deutschen Bevölkerung, der die Zustände in diesem Land nicht länger hinnehmen will.
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