
BRICS-Allianz wächst: 13 neue Partnerländer beim historischen Gipfel in Kasan
Die BRICS-Gruppe hat beim Gipfeltreffen in Kasan, Russland, eine historische Erweiterung vollzogen. Insgesamt 13 neue "Partnerländer" wurden in die Organisation aufgenommen, die sich für eine multipolare Weltordnung und ein gerechteres Finanzsystem einsetzt.
Neue Partnerländer stärken die BRICS-Allianz
Zu den neuen Partnerländern gehören unter anderem wichtige Schwellenländer wie Indonesien, Malaysia und Vietnam sowie strategisch bedeutende Staaten wie Belarus, Türkei und Kasachstan. Auch Bolivien, Kuba, Nigeria und Uganda wurden als Partner aufgenommen.
Die BRICS-Gruppe umfasst damit nun:
- 5 Gründungsmitglieder: Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika
- 4 neue Vollmitglieder (seit Januar 2024): Ägypten, Äthiopien, Iran und die VAE
- 13 Partnerländer (seit Oktober 2024)
Wirtschaftliche Bedeutung wächst weiter
Die erweiterte BRICS-Allianz repräsentiert mittlerweile über ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung und mehr als 40% der Weltbevölkerung. Im Vergleich dazu macht die G7-Gruppe weniger als 10% der Weltbevölkerung und unter 30% des globalen BIP aus - mit weiter sinkender Tendenz.
Kritische Stimmen zur westlichen Dominanz
Der Schutzschild von BRICS und die Multipolarität können früher kolonisierte Nationen schützen und ihnen helfen, der westlichen Unipolarität und der Tyrannei des Dollars zu widerstehen.
Mit diesen deutlichen Worten unterstrich der bolivianische Präsident Luis Arce die Bedeutung der BRICS-Allianz. Auch Chinas Präsident Xi Jinping bezeichnete die Gruppe als "Vorreiter bei der Reform der globalen Governance" und forderte eine Reform der internationalen Finanzarchitektur.
Neue Auswahlprozesse für künftige Mitglieder
Um künftige Konflikte wie den Rückzug Argentiniens zu vermeiden, wurde ein neuer Aufnahmeprozess eingeführt. Interessierte Länder müssen zunächst als Partner aufgenommen werden, bevor sie Vollmitglied werden können. Dies soll mehr Stabilität in den Erweiterungsprozess bringen.
Historischer Durchbruch zwischen China und Indien
Als wichtiger diplomatischer Erfolg gilt die Beilegung des Grenzkonflikts zwischen China und Indien am Rande des Gipfels. Dies könnte die Zusammenarbeit innerhalb der BRICS-Gruppe weiter stärken und westlichen Versuchen entgegenwirken, die Allianz zu spalten.
Die BRICS-Gruppe positioniert sich damit zunehmend als ernstzunehmende Alternative zur westlich dominierten Weltordnung. Mit der Aufnahme der neuen Partnerländer gewinnt sie weiter an Einfluss und könnte in Zukunft das internationale Finanzsystem nachhaltig verändern.

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