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Kettner Edelmetalle
21.01.2026
09:24 Uhr

Britische Inflation klettert auf 3,4 Prozent – Ein Warnsignal für ganz Europa?

Während die politischen Eliten in London von einer baldigen Entspannung der Preissituation träumen, spricht die Realität eine andere Sprache. Die Inflationsrate im Vereinigten Königreich ist im Dezember auf 3,4 Prozent gestiegen – der erste Anstieg seit fünf Monaten. Für die gebeutelten britischen Verbraucher, die ohnehin schon unter den Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik leiden, ist dies ein weiterer Schlag ins Kontor.

Tabak, Flugpreise und Lebensmittel treiben die Preise

Das Office for National Statistics (ONS) präsentierte am Mittwoch Zahlen, die selbst die optimistischsten Prognosen der Ökonomen übertrafen. Diese hatten lediglich mit 3,3 Prozent gerechnet. Doch die Wirklichkeit ist bekanntlich der härteste Lehrmeister. Besonders die Tabaksteuererhöhungen und ein regelrechter Preissprung bei Flugtickets von satten 28,6 Prozent im Monatsvergleich sorgten für den unerwünschten Anstieg.

Die Dienstleistungsinflation, jener Gradmesser für den hausgemachten Preisdruck, den die Bank of England mit Argusaugen beobachtet, kletterte von 4,4 auf 4,5 Prozent. Ein Wert, der zwar unter den Erwartungen lag, aber dennoch deutlich macht: Von einer nachhaltigen Entspannung kann keine Rede sein.

Lebensmittelpreise belasten die Haushalte weiter

Besonders bitter für die britischen Familien: Die Inflation bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken stieg ebenfalls an. Im Jahresvergleich bis Dezember 2025 verteuerten sich diese essentiellen Güter um 4,5 Prozent. Brot und Getreideprodukte waren die Haupttreiber dieser Entwicklung. Für viele Haushalte bedeutet dies, dass am Ende des Monats noch weniger Geld übrig bleibt – eine Situation, die auch deutschen Bürgern nur allzu bekannt vorkommen dürfte.

Die Bank of England in der Zwickmühle

Die Notenbanker in der Threadneedle Street befinden sich in einer prekären Lage. Einerseits signalisiert die Bank of England, dass sie sich dem Ende ihrer Zinssenkungen nähert. Andererseits muss sie den Arbeitsmarkt genau auf Anzeichen von Schwäche beobachten. Die Märkte rechnen derzeit kaum mit einer Zinssenkung bei der nächsten Sitzung im Februar und erwarten bis Jahresende lediglich Lockerungen von 41 Basispunkten.

Die Hoffnung der Regierung unter Finanzministerin Rachel Reeves ruht auf dem Frühjahrshaushalt, der durch eingefrorene Bahntarife und gekürzte Energierechnungen das Preiswachstum um etwa einen halben Prozentpunkt senken soll. Ob diese Maßnahmen ausreichen werden, darf bezweifelt werden. Staatliche Eingriffe in den Markt haben selten die gewünschten Effekte erzielt – eine Lektion, die auch die deutsche Ampelregierung in ihrer kurzen Amtszeit schmerzlich lernen musste.

Arbeitsmarkt zeigt gemischte Signale

Die Lage am britischen Arbeitsmarkt präsentiert sich widersprüchlich. Das Lohnwachstum im privaten Sektor ist auf den niedrigsten Stand seit 2020 gesunken, während die Arbeitslosigkeit bei 5,1 Prozent stagniert. Besonders alarmierend: Die Zahl der Beschäftigten auf den Gehaltslisten sank im Dezember so stark wie seit 2020 nicht mehr.

Die wirtschaftliche Unsicherheit in Großbritannien spiegelt ein europäisches Phänomen wider: Regierungen, die mit kurzfristigen Maßnahmen langfristige Probleme zu lösen versuchen, während die Bürger die Zeche zahlen.

Was bedeutet dies für Anleger?

In Zeiten steigender Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen kluge Anleger nach Wegen, ihr Vermögen zu schützen. Die Entwicklung in Großbritannien zeigt einmal mehr, wie schnell sich vermeintlich stabile Situationen ändern können. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in inflationären Zeiten bewährt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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