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21.01.2026
13:11 Uhr

Brüsseler Machtspiel: EU-Parlament bremst Mercosur-Abkommen aus

Brüsseler Machtspiel: EU-Parlament bremst Mercosur-Abkommen aus

In einer denkwürdigen Abstimmung hat das Europäische Parlament dem umstrittenen Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten einen empfindlichen Dämpfer verpasst. Mit hauchdünner Mehrheit von 334 zu 324 Stimmen entschieden die Abgeordneten, den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Was auf den ersten Blick wie ein Sieg der Vernunft erscheint, könnte sich jedoch als bloßes Ablenkungsmanöver entpuppen.

Ein Abkommen, das seit Jahrzehnten für Streit sorgt

Das Mercosur-Abkommen sollte eine gigantische Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Wirtschaftsmächten Brasilien, Argentinien, Paraguay sowie Uruguay schaffen. Die Verhandlungen ziehen sich bereits seit über zwei Jahrzehnten hin, und ein Ende ist nicht in Sicht. Nun verzögert sich das Inkrafttreten auf unbestimmte Zeit, da zunächst die Richter in Luxemburg über die Vereinbarkeit mit den EU-Verträgen befinden müssen.

Besonders pikant erscheint dabei die Rolle von Bundeskanzler Friedrich Merz. Bereits im Oktober hatte er vollmundig verkündet, es habe eine Einigung unter den EU-Staats- und Regierungschefs gegeben. Andere Regierungschefs widersprachen dieser Darstellung jedoch vehement. Hat der Kanzler hier voreilig Erfolge verkündet, die es gar nicht gab? Die Frage drängt sich auf, ob in Berlin wieder einmal der Wunsch Vater des Gedankens war.

Französischer Widerstand und der Druck der Straße

Frankreich erweist sich einmal mehr als hartnäckiger Gegner des Abkommens. Die französischen Abgeordneten waren maßgebliche Treiber hinter der Anrufung des Gerichtshofs. Sie spüren den enormen Druck ihrer Landwirte, die seit Monaten in Paris und Brüssel gegen das Vorhaben auf die Barrikaden gehen. Die Bauern fürchten zu Recht eine Überschwemmung des europäischen Marktes mit billigen Agrarprodukten aus Südamerika.

Auch deutsche Landwirte äußern sich zunehmend besorgt. „Wenn jetzt die Märkte mit Produkten aus Brasilien oder Argentinien überschwemmt werden, sehen wir unsere Existenz in Gefahr", brachte ein Landwirt die Ängste seiner Berufsgenossen auf den Punkt. Diese Sorgen sind keineswegs unbegründet, denn die südamerikanischen Produzenten unterliegen weit weniger strengen Auflagen als ihre europäischen Kollegen.

Doppelmoral in Brüssel

Die Scheinheiligkeit der EU-Politik offenbart sich hier in ihrer ganzen Pracht. Während man den europäischen Bauern immer strengere Klimaauflagen aufbürdet und sie mit bürokratischen Hürden drangsaliert, sollen gleichzeitig Produkte aus Ländern importiert werden, in denen Regenwälder für Weideflächen gerodet und Pestizide eingesetzt werden, die in Europa längst verboten sind. Diese Politik der doppelten Standards untergräbt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft, sondern macht auch jeden Klimaschutzanspruch zur Farce.

Nur ein Etappensieg?

Kritische Beobachter warnen jedoch davor, die Abstimmung als endgültigen Sieg zu feiern. Das knappe Ergebnis zeigt, wie fragil die Mehrheit gegen das Abkommen ist. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass in Brüssel so lange abgestimmt wird, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Die Anrufung des Gerichtshofs könnte lediglich dazu dienen, den Abgeordneten ein Alibi zu verschaffen, um in einer späteren Abstimmung doch noch zuzustimmen.

Immerhin zeigt sich, dass der wachsende Einfluss konservativer und rechter Kräfte im EU-Parlament Wirkung zeigt. Seitdem dort auch Abgeordnete der AfD und anderer freiheitlicher Parteien sitzen, werden Entscheidungen nicht mehr so selbstverständlich durchgewunken wie früher. Die Zeiten, in denen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Agenda ungehindert durchsetzen konnte, scheinen zumindest teilweise vorbei zu sein.

Was steht wirklich auf dem Spiel?

Das Mercosur-Abkommen ist mehr als nur ein Handelsvertrag. Es ist ein Lackmustest dafür, ob die EU die Interessen ihrer eigenen Bürger noch ernst nimmt oder ob sie diese auf dem Altar globalistischer Freihandelsideologie opfert. Die europäischen Bauern haben in den vergangenen Monaten eindrucksvoll demonstriert, dass sie sich nicht kampflos ergeben werden. Ihre Proteste haben offensichtlich Wirkung gezeigt.

Für Anleger, die in diesen unsicheren Zeiten nach Stabilität suchen, bleibt die Erkenntnis: Politische Entscheidungen in Brüssel können ganze Wirtschaftszweige über Nacht in Bedrängnis bringen. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte daher auch physische Edelmetalle als Beimischung in Betracht ziehen. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfeste Wertanlage bewährt und sind von politischen Launen weitgehend unabhängig.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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