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Kettner Edelmetalle
22.04.2026
16:33 Uhr

Carney im Zugzwang: Kanadas Premier soll liefern – doch Trumps Zollhammer lässt ihn zappeln

Carney im Zugzwang: Kanadas Premier soll liefern – doch Trumps Zollhammer lässt ihn zappeln

Mark Carney hat die Wahl gewonnen, die Mehrheit im Parlament gesichert – und steht nun vor dem politischen Scherbenhaufen, den er selbst mit Pauken und Trompeten angekündigt hatte. Der kanadische Premierminister versprach seinen Landsleuten, er werde Donald Trump in die Schranken weisen und die Wirtschaft des Landes neu erfinden. Doch statt greifbarer Ergebnisse gibt es bislang vor allem eines: pathetische Reden, Handshake-Fotos auf internationalem Parkett und eine wachsende Zahl verärgerter Kanadier.

Der Countdown läuft – und Washington bleibt stumm

Bis zum 1. Juli müssen sich Kanada, die USA und Mexiko entscheiden, ob das bestehende Freihandelsabkommen USMCA in seiner aktuellen Form fortbestehe, neu verhandelt werde oder in jährliche Überprüfungen bis zum Auslaufen 2036 übergehe. Die Zeit drängt, die Nervosität in Ottawa steigt – und Carney steht mit leeren Händen da. Seit fünf Monaten, so kritisiert Oppositionsführer Pierre Poilievre von den Konservativen, habe es keine offiziellen Gespräche zwischen beiden Regierungen mehr gegeben. Während der US-Handelsbeauftragte sich in Mexiko-Stadt die Klinke in die Hand gibt, werde Kanada wie ein ungeliebter Nachbar behandelt, der seine Termine im Wartezimmer absitzen müsse.

Schöne Reden, harte Realität

Carney, der einstige Zentralbanker, der sich gern als Weltenretter inszeniert, rief seine Landsleute in einer Videobotschaft am Sonntag dazu auf, sich an historischen Figuren wie Häuptling Tecumseh zu orientieren – jener indigenen Persönlichkeit, die im Krieg von 1812 Widerstand gegen die amerikanische Expansion organisiert habe. Pathetische Geschichtsstunden mögen Balsam für die Seele sein, doch die Rechnungen an der Supermarktkasse zahlen sie nicht.

Die enge wirtschaftliche Bindung an die USA, einst das Fundament kanadischen Wohlstands, hat sich in eine „Schwachstelle, die wir korrigieren müssen" verwandelt, wie Carney selbst einräumte. Fast 70 Prozent aller kanadischen Exporte gingen nach wie vor in die USA – trotz über 20 neuer Handels- und Sicherheitsabkommen, die Carney im letzten Jahr unterzeichnet habe, darunter auch Vereinbarungen mit China. Ein Abkommen mit Indien sei in Verhandlung. Klingt beeindruckend auf Pressekonferenzen – ändert aber nichts an der brutalen Abhängigkeit von Washington.

Die Rechnung zahlt der Bürger

Trump hat die Zölle gegen Kanada auf Stahl, Aluminium und Fahrzeuge in Höhen getrieben, die laut Carney selbst „zuletzt während der Großen Depression" zu beobachten gewesen seien. Eine bemerkenswerte Einordnung – besonders aus dem Mund eines Mannes, der die Lösung des Problems versprochen hat. Umfragen von Nanos Research zeigen, dass die Kanadier die Wirtschaft und die Inflation als ihre größten Sorgen nennen, erst danach folge das Verhältnis zu den USA.

Und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Unter den G7-Staaten habe Kanada die zweithöchste Arbeitslosenquote und die höchste Lebensmittelinflation. „Dies ist ein Land, das für viele Menschen fundamental ärmer wird", konstatierte Drew Fagan, Gastprofessor an der Yale University. Noch bekomme Carney nicht die volle Wucht der Wut zu spüren – doch irgendwann, so der Ökonom, würden die Kanadier jemanden zur Rechenschaft ziehen.

Die unpopulären Konzessionen nahen

Professor Fen Hampson von der Carleton University brachte es auf den Punkt: Carney müsse nun „die Handschuhe ausziehen" und in den Schützengräben verhandeln. Seine Mehrheit gebe ihm den Spielraum, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen – etwa den geschützten kanadischen Milchmarkt für amerikanische Produkte zu öffnen oder widerspenstige Provinzregierungen zur Wiederaufnahme amerikanischer Alkoholimporte zu bewegen. Mit anderen Worten: Der Preis für ein Abkommen mit Trump werde hoch sein, und Carney werde ihn zähneknirschend bezahlen müssen.

Die Parallelen zur Situation in Europa sind unübersehbar. Auch hier werden Regierungen von Trumps Zollpolitik vor sich hergetrieben, auch hier zeigt sich, wie verwundbar Volkswirtschaften werden, wenn sie sich einseitig abhängig gemacht haben. Die deutsche Exportindustrie ächzt unter den 20-prozentigen Zöllen auf EU-Importe, und die selbstverschuldete Energiekrise sowie die ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre machen die Lage nicht besser.

Der Weltenbürger muss wieder Innenpolitiker werden

Asa McKercher, Professor für öffentliche Verwaltung an der St. Francis Xavier University, brachte es ungeschminkt auf den Punkt: Carney habe seine Welttournee absolviert und großartige Reden gehalten, doch nun müsse er sich tatsächlich darauf konzentrieren, ein nationaler Politiker zu sein. Ein Ratschlag, den sich mancher europäische Regierungschef ebenfalls hinter die Ohren schreiben könnte.

Die Lektion aus Ottawa ist deutlich: Wer sich wirtschaftlich einseitig abhängig macht – sei es von einem dominanten Handelspartner, von fragwürdigen Energieimporten oder von volatilen Finanzmärkten – gerät schnell in die Defensive. Gerade in Zeiten geopolitischer Verwerfungen und währungspolitischer Experimente erinnern solche Episoden daran, warum Diversifikation und wertbeständige Sachwerte seit Jahrtausenden ihren Platz in gut strukturierten Vermögen haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bleiben dabei ein bewährter Anker – unabhängig davon, ob Trump twittert, Carney Reden hält oder Brüssel neue Regularien erlässt.

Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels stellen ausschließlich die Meinung unserer Redaktion dar und dienen allgemeinen Informationszwecken. Sie stellen keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder individuelle Finanzberatung dar. Jeder Leser ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls qualifizierte Berater zu konsultieren, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden, die aus Entscheidungen auf Basis dieses Artikels entstehen, ist ausgeschlossen.

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