
Elektromobilität am Abgrund: ACC beerdigt Batteriefabrik in Kaiserslautern endgültig

Die Träume von einer blühenden deutschen Batterieproduktion zerplatzen wie Seifenblasen. Das Gemeinschaftsunternehmen ACC, an dem die Automobilgiganten Stellantis und Mercedes-Benz sowie der Energiekonzern TotalEnergies beteiligt sind, hat seine ambitionierten Pläne für den Bau von Gigafactories in Deutschland und Italien nun endgültig zu Grabe getragen. Was einst als Leuchtturmprojekt der europäischen Elektromobilität gefeiert wurde, endet als industriepolitisches Desaster.
Das Ende einer Illusion
Die italienische Metallarbeitergewerkschaft UILM verkündete am Wochenende die bittere Wahrheit: Die Projekte in Kaiserslautern und im italienischen Termoli seien „definitiv zu den Akten gelegt" worden. ACC selbst bestätigte in einer eigenen Mitteilung, dass die Voraussetzungen für einen Neustart der seit Mai 2024 ruhenden Vorhaben voraussichtlich nicht erfüllt würden. Man habe einen „konstruktiven Dialog" mit den Betriebsräten begonnen – eine Formulierung, die in der Wirtschaftswelt üblicherweise nichts Gutes verheißt.
Ursprünglich hatte das Konsortium drei Fabriken geplant. Während das erste ACC-Werk in Frankreich bereits produziert, bleiben Deutschland und Italien auf der Strecke. Die Begründung? Die anhaltend schwache Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Eine Entwicklung, die kritische Beobachter seit Jahren vorhergesagt haben, während die Politik unbeirrt an ihren ideologisch motivierten Elektro-Fantasien festhielt.
Stellantis im freien Fall
Die Absage kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für den Hauptinvestor Stellantis. Der französisch-italienische Autobauer erlebte am Freitag einen historischen Kurssturz – die Aktien brachen um sagenhafte 25,2 Prozent ein. Es war der größte Tagesverlust in der Geschichte des Unternehmens. Zuvor hatte der Konzern Abschreibungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro verbucht und angekündigt, seine Pläne für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen deutlich zurückzufahren.
Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die von der Politik erzwungene Transformation zur Elektromobilität verschlingt Milliarden, während die Verbraucher schlichtweg nicht mitspielen. Die Menschen kaufen keine Elektroautos in den erhofften Mengen – und das aus gutem Grund. Zu teuer, zu unpraktisch, zu wenig Ladeinfrastruktur.
Deutschland verliert den Anschluss
Für den Standort Kaiserslautern und die gesamte deutsche Industrielandschaft ist diese Entscheidung ein schwerer Schlag. Während andere Nationen pragmatisch auf einen Technologiemix setzen, hat sich Deutschland unter der Ampelregierung einseitig auf die Elektromobilität festgelegt. Das Ergebnis dieser ideologischen Verblendung zeigt sich nun in aller Deutlichkeit: Investitionen wandern ab, Arbeitsplätze entstehen anderswo, und die deutsche Industrie verliert weiter an Wettbewerbsfähigkeit.
Die Gewerkschaft UILM forderte nun „klare und kohärente industrielle Entscheidungen" als Ausgleich für die geplatzten Pläne. Stellantis habe zwar die Produktion von Getrieben und Motoren in Termoli in Aussicht gestellt, aber keine operativen Details genannt. Ob diese vagen Versprechungen jemals Realität werden, darf bezweifelt werden.
Ein Weckruf für die Politik
Diese Entwicklung sollte der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz als Warnung dienen. Die grüne Transformationspolitik der Vorgängerregierung hat Deutschland in eine industrielle Sackgasse geführt. Es wird höchste Zeit, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und eine Wirtschaftspolitik zu betreiben, die sich an der Realität orientiert – nicht an utopischen Klimazielen, die am Ende nur Arbeitsplätze kosten und den Wohlstand gefährden.
Die Bürger haben längst verstanden, was die Politik noch immer nicht wahrhaben will: Eine erzwungene Transformation gegen den Markt und gegen die Verbraucher kann nicht funktionieren. Das Scheitern der ACC-Pläne ist nur ein weiteres Symptom einer verfehlten Industriepolitik, deren Rechnung am Ende der deutsche Steuerzahler und Arbeitnehmer begleichen muss.

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