
Energiepreis-Märchen aus Bonn: Wenn der Netzagentur-Chef die Realität neu erfindet
Es gibt Aussagen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss, um ihre ganze Absurdität zu erfassen. Klaus Müller, einst grüner Parteisoldat und heute Präsident der Bundesnetzagentur, hat dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärt, der Strompreis werde "in der Tendenz günstiger". Begründung: der wachsende Anteil "kostengünstiger erneuerbarer Energie". Wer in Deutschland eine Stromrechnung in den Händen hält, dürfte sich beim Lesen dieser Zeilen die Augen reiben.
Die schöne neue Welt des Klaus Müller
Deutschland hat den höchsten Strompreis unter allen Industrienationen. Punkt. Das ist keine Meinung, sondern ein statistischer Befund, der seit Jahren in internationalen Vergleichen mit beeindruckender Konstanz auftaucht. Verantwortlich dafür sind nicht zuletzt die milliardenschweren Subventionen für Wind- und Solaranlagen, die Netzentgelte für den Ausbau wetterabhängiger Erzeuger sowie der überstürzte Ausstieg aus zuverlässigen Energieträgern. Doch in der Welt des ehemaligen Grünen-Funktionärs Müller scheint genau das, was den Strom verteuert, nun plötzlich für sinkende Preise zu sorgen. Eine bemerkenswerte ökonomische Pirouette.
Pikant: Erst vor wenigen Wochen hatte Filip Thon, Vorstandschef der E.on-Vertriebstochter E.on Energie Deutschland, eine völlig andere Sprache gesprochen. An den Energiebörsen seien die Einkaufspreise für das laufende Jahr beim Gas um 75 Prozent und beim Strom um 35 Prozent gestiegen. Wer wohl näher an der Wirklichkeit der Marktpreise dran sein dürfte – der Vorstandschef eines der größten Energieversorger Europas oder ein Behördenleiter mit politischem Auftrag?
Beim Gas plötzlich Bürgersorge – sehr verspätet
Auch beim Gas zeigt sich Müller bemerkenswert wendig. Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges mahnt er einen "sorgsamen Umgang" mit Gas an. Gas sei "ein wertvolles Gut". Wer Erinnerungen besitzt, dem fällt unweigerlich auf, dass diese Tonlage aus der Hochzeit der Habeck'schen Sparapelle stammt – damals, als deutsche Bürger erfahren mussten, kürzer zu duschen, während die politische Spitze die Energieversorgung mit ideologischem Eifer demontierte.
Die Realität an der Front der Verbraucher liest sich anders als die Beschwichtigungen der Behörden. Laut dem Vergleichsportal Verivox müssen Gas-Neukunden derzeit rund 30 Prozent mehr zahlen als noch vor Beginn des Krieges. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das jährliche Heizkosten von etwa 2.180 Euro – satte 500 Euro mehr als im Februar. Wer eine Anschlussvertragsverlängerung vor sich hat, dem helfen die "Preisgarantien für zwölf Monate" wenig, von denen Müller spricht. Der Schock kommt mit dem nächsten Brief des Versorgers.
Politik der schönen Worte trifft auf harte Rechnungen
Es entsteht der Eindruck, dass die Spitzen jener Behörden, die eigentlich neutrale Aufsicht ausüben sollten, längst zu energiepolitischen Pressesprechern der grünen Transformation mutiert sind. Klaus Müller wurde 2022 von Robert Habeck ins Amt gebracht – kein Zufall, sondern Personalpolitik mit Programm. Wenn ein solcher Funktionär nun erklärt, der Strom werde günstiger, während gleichzeitig die Industrie reihenweise abwandert und Mittelständler unter Energiekosten zusammenbrechen, dann ist das keine Information mehr, sondern Beruhigungspolitik für ein Publikum, das man offenbar für unmündig hält.
Die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre war ein ideologisches Experiment auf Kosten der Bürger und der Wirtschaft. Atomkraftwerke wurden abgeschaltet, während Frankreich seine ausbaut. Kohlekraftwerke werden zurückgefahren, während die USA günstiges LNG anbieten und damit den Wettbewerb dominieren. Das Ergebnis dieser Politik schlägt sich jeden Monat auf den Rechnungen der Haushalte und Unternehmen nieder.
Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten
Die anhaltenden Energiekrisen, geopolitischen Spannungen und politisch verschuldeten Preissteigerungen verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig eine kluge Streuung des eigenen Vermögens ist. Wer sich auf staatliche Beruhigungspillen verlässt, hat oft am Ende das Nachsehen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie in Phasen politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen einen verlässlichen Anker im Portfolio darstellen. Während Politiker und Behördenleiter mit Worten jonglieren, behält das physische Edelmetall seinen inneren Wert – unabhängig von Pressemitteilungen aus Bonn oder Berlin.
Hinweis: Der vorliegende Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für individuelle Entscheidungen in Bezug auf Geldanlage, Steuern oder Recht empfehlen wir die Konsultation eines qualifizierten Fachberaters. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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