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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
20:31 Uhr

Epstein-Akten enthüllen: So spann der Sexualverbrecher sein Netz der Macht im Nahen Osten

Die Schatten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein reichen weit über seinen Tod hinaus – und sie verdunkeln nun auch die Chefetagen milliardenschwerer Konzerne im Nahen Osten. Neu veröffentlichte Dokumente des US-Justizministeriums zeichnen ein erschreckendes Bild davon, wie systematisch der verurteilte Verbrecher versuchte, ein Netzwerk aus politischen Entscheidungsträgern und Wirtschaftsführern in der gesamten Region aufzubauen.

DP-World-Chef stolpert über Epstein-Verbindungen

Das bislang prominenteste Opfer dieser Enthüllungen ist Sultan Ahmed Bin Sulayem, der vergangene Woche als Vorstandsvorsitzender und Chairman des Hafengiganten DP World zurücktrat. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen bestätigten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Entscheidung unmittelbar mit dem Auftauchen seines Namens in den Epstein-Akten zusammenhänge. Dubais Herrscher ernannte umgehend einen neuen Vorsitzenden für die Hafen-, Zoll- und Freizonenbehörde des Emirats.

Die Dokumente offenbaren pikante Details. In E-Mail-Korrespondenzen soll Bin Sulayem sexuelle Beziehungen zu Frauen besprochen haben, mit denen Epstein ihn zusammengebracht habe. In einer besonders anstößigen Nachricht vom November 2007 beschrieb Bin Sulayem ein Treffen mit einer nicht namentlich genannten Frau in New York in derart vulgärer Sprache, dass man sich unwillkürlich fragt, in welchen Kreisen sich die vermeintliche Weltelite tatsächlich bewegt.

Wohlgemerkt: Die bloße Nennung in den Epstein-Akten stellt keinen Beweis für kriminelle Aktivitäten dar. Doch die Konsequenzen ließen nicht auf sich warten. Die britische Entwicklungsfinanzierungsagentur BII zeigte sich „schockiert über die Vorwürfe" und setzte sämtliche neuen Investitionen mit DP World aus. Kanadas zweitgrößter Pensionsfonds La Caisse folgte diesem Beispiel. Erst nach dem Rücktritt Bin Sulayems signalisierten beide Institutionen ihre Bereitschaft, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Epsteins Einflussversuche auf die Katar-Krise

Besonders brisant sind die Erkenntnisse über Epsteins Versuche, sich in die geopolitische Krise um Katar einzumischen. Während der Blockade des Golfstaates durch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten zwischen 2017 und 2021 versuchte der Financier offenbar, katarische Geschäftsleute und Mitglieder der Herrscherfamilie zu beraten. In Nachrichten an Scheich Jabor Yousuf Jassim Al Thani drängte Epstein Katar dazu, die Konfrontation herunterzufahren, und bezeichnete das damalige katarische Verhandlungsteam als „sehr schwach". Den damaligen Außenminister – den heutigen Premierminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani – nannte er unerfahren.

Noch bemerkenswerter: Epstein soll Doha geraten haben, Verbindungen zu Israel aufzubauen, um sich bei Donald Trump während dessen erster Amtszeit beliebt zu machen. Alternativ schlug er vor, eine Milliarde Dollar in einen Fonds für Terrorismusopfer einzuzahlen. Katar folgte keinem dieser Ratschläge und fuhr seinen eigenständigen Kurs – was sich letztlich als kluge Entscheidung erwies, denn 2021 normalisierten sich die Beziehungen zu den blockierenden Staaten.

Saudi Aramco im Visier des Netzwerkers

Die Dokumente belegen zudem, dass Epstein in Dutzenden von E-Mail-Wechseln den geplanten Börsengang von Saudi Aramco diskutierte. Bereits im September 2016 warnte er in einer Nachricht, die auch an den ehemaligen norwegischen Diplomaten Terje Roed-Larsen ging, dass ein Börsengang Saudi-Arabien Klagen und Vermögensbeschlagnahmungen aussetzen könnte. In einer weiteren E-Mail vom Oktober 2017 schlug Epstein vor, China eine Option zum Kauf eines 100-Milliarden-Dollar-Anteils an Aramco zu verkaufen – anstatt den traditionellen Weg über die öffentlichen Märkte zu gehen. Ein Vorschlag, der die schiere Dreistigkeit dieses Mannes eindrucksvoll illustriert.

Selbst Ägyptens gestürzte Machtelite suchte Hilfe

Epsteins Tentakel reichten sogar bis nach Ägypten. Die Dokumente zeigen, dass ein Familienmitglied des gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak – die Ehefrau seines Sohnes Gamal – im Jahr 2011 über Mittelsmänner bei Epstein um Hilfe nachsuchte. Dies geschah nach dem Sturz Mubaraks im Zuge des Arabischen Frühlings und den darauf folgenden juristischen Problemen der Familie. Welche Art von Unterstützung konkret erbeten wurde, geht aus den Unterlagen nicht hervor.

Was diese Enthüllungen einmal mehr schmerzhaft deutlich machen: Die Verflechtungen zwischen Macht, Geld und moralischer Verkommenheit kennen keine geographischen Grenzen. Während in westlichen Demokratien seit Jahren über Transparenz und Rechenschaftspflicht debattiert wird, operierte ein verurteilter Sexualstraftäter ungehindert in den höchsten Kreisen der globalen Macht. Man darf gespannt sein, welche weiteren Namen die Epstein-Akten noch zutage fördern werden – und ob die politischen Konsequenzen diesmal über symbolische Rücktritte hinausgehen.

Für den deutschen Beobachter stellt sich dabei unweigerlich die Frage, ob auch hierzulande ähnliche Netzwerke existieren, die im Verborgenen agieren. Die Tatsache, dass es Jahre brauchte, bis diese Dokumente überhaupt das Licht der Öffentlichkeit erblickten, sollte jedem demokratisch gesinnten Bürger zu denken geben. Vertrauen in Institutionen lässt sich nicht verordnen – es muss durch konsequente Aufklärung und schonungslose Transparenz verdient werden.

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