
Epstein-Akten: Milliardäre in Erklärungsnot – Gates und Hoffman betreiben Schadensbegrenzung

Die jüngste Veröffentlichung der Epstein-Dokumente sorgt für erhebliche Unruhe in den Kreisen der globalen Finanzelite. Während die Akten weiterhin für Schlagzeilen sorgen, bleiben Verhaftungen aus – ein Umstand, der bei kritischen Beobachtern zunehmend Fragen aufwirft. Tech-Milliardär Bill Gates und LinkedIn-Gründer Reid Hoffman befinden sich derweil im Krisenmodus und versuchen verzweifelt, ihre Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein herunterzuspielen.
Gates: Dementis und dubiose E-Mails
Besonders brisant erscheint eine E-Mail aus dem Jahr 2013, die Epstein offenbar an sich selbst versandte. Darin wird behauptet, Gates habe Epstein angefleht, kompromittierende Nachrichten zu löschen – darunter angeblich Informationen über eine Geschlechtskrankheit und die Bitte um Antibiotika, die Gates seiner damaligen Ehefrau Melinda heimlich hätte verabreichen wollen. Die Beschreibungen sind derart pikant, dass man sich unwillkürlich fragt, welche Abgründe sich hier auftun.
Gates selbst reagierte auf die Vorwürfe mit einem kategorischen Dementi. Die E-Mail sei „nie gesendet" worden und ihr Inhalt „falsch". Eine bemerkenswerte Verteidigungsstrategie, bedenkt man, dass seine Ex-Frau Melinda öffentlich erklärt hat, er müsse sich für die Dinge in den Epstein-Akten verantworten. Die Frage, warum ein Mann seines Kalibers überhaupt in solch kompromittierenden Dokumenten auftaucht, bleibt unbeantwortet.
Hoffman gegen Musk: Ein Schlagabtausch der Superlative
Nicht minder unterhaltsam gestaltet sich das öffentliche Duell zwischen Reid Hoffman und Elon Musk. Hoffman, der nachweislich auf Epsteins berüchtigter Insel war und seinen Reisepass in einer „Geschenktüte" für Epstein zurückließ, behauptet nun, er sei lediglich dort gewesen, um Spendengelder für das MIT einzusammeln. Eine Erklärung, die angesichts der Umstände mehr als fragwürdig erscheint.
Musk konterte mit dem entscheidenden Unterschied: Er selbst sei zwar eingeladen worden, habe die Einladung jedoch abgelehnt. „Der große Unterschied zwischen dir und mir, Reid, ist, dass du hingegangen bist und ich nicht", schrieb Musk unmissverständlich. Hoffman hingegen beteuert sein „tiefes Bedauern" über die Verbindung zu Epstein – ein Bedauern, das freilich erst nach dessen Verurteilung und Tod zum Ausdruck kam.
Verstörende Details aus den Dokumenten
Jenseits der prominenten Namen offenbaren die Akten verstörende Einzelheiten. Tagebucheinträge einer mutmaßlichen Opferin beschreiben ihre Zeit auf Epsteins Ranch in New Mexico, wo sie als „Brutkasten" für Kinder gedient haben soll. Die 10.000 Hektar große Anlage verfügte über unterirdische Räumlichkeiten, die ein IT-Techniker mit einem kameraüberwachten Verlies verglich.
Besonders pikant: Berichte über systematische Löschungen in den veröffentlichten Dokumenten. Die Suchergebnisse für den Namen „Rothschild" sollen innerhalb weniger Stunden von über 12.000 auf unter 12.000 Treffer gesunken sein. Epstein hatte gegenüber Peter Thiel einst behauptet, er „vertrete die Rothschilds". Wer hier welche Informationen verschwinden lässt, bleibt im Dunkeln.
Die unbequeme Wahrheit
Was diese Enthüllungen einmal mehr verdeutlichen, ist die erschreckende Nähe zwischen der globalen Finanzelite und einem verurteilten Sexualstraftäter. Während normale Bürger für weitaus geringere Vergehen zur Rechenschaft gezogen werden, scheinen die Mächtigen dieser Welt mit Dementis und „tiefem Bedauern" davonzukommen. Die Forderung nach vollständiger Transparenz und strafrechtlicher Verfolgung aller Beteiligten wird lauter – doch ob sie jemals erfüllt wird, steht in den Sternen.
In Zeiten, in denen das Vertrauen in Institutionen und Eliten ohnehin auf einem historischen Tiefpunkt angelangt ist, liefern die Epstein-Akten weiteren Zündstoff für jene, die schon lange ahnen, dass hinter den glänzenden Fassaden der Macht tiefe Abgründe lauern.

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