
Epstein-Skandal: Milliardär Wexner packt vor dem Kongress aus – und sein Anwalt droht ihm mit dem Tod
Was sich am Mittwoch hinter den verschlossenen Türen des US-Kongresses abspielte, liest sich wie das Drehbuch eines politischen Thrillers – nur dass es bittere Realität ist. Der 88-jährige Milliardär Leslie „Les" Wexner, einer der wohlhabendsten Männer Ohios und einstiger Geschäftspartner des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, wurde unter Eid vom House Oversight Committee befragt. Und was dabei ans Licht kam, dürfte so manchem Mächtigen den Schlaf rauben.
Eine Freundschaft, die Fragen aufwirft
Wexner und Epstein – das war keine flüchtige Bekanntschaft. Über Jahrzehnte hinweg, von den 1980er-Jahren bis etwa 2007, verband die beiden Männer eine enge geschäftliche und persönliche Beziehung. Epstein verwaltete einen erheblichen Teil von Wexners Vermögen – die Rede ist von rund einer Milliarde Dollar. Der Milliardär übertrug dem späteren Sexualstraftäter umfangreiche Vollmachten, die es Epstein erlaubten, in seinem Namen zu handeln. Ein luxuriöses Stadthaus in New York wechselte ebenfalls den Besitzer – von Wexner zu Epstein. In den berüchtigten Epstein-Files wird Wexner als „Mitverschwörer" neben Ghislaine Maxwell und dem unter mysteriösen Umständen im Gefängnis verstorbenen Franzosen Jean-Luc Brunel geführt.
Und dennoch: Wexner beteuerte vor dem Ausschuss erneut, von den Verbrechen Epsteins nichts gewusst zu haben. Er sei weder Mitwisser noch Mittäter gewesen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen – ein Mann übergibt einem anderen eine Milliarde Dollar zur Verwaltung, und will dann von dessen kriminellen Machenschaften nichts mitbekommen haben? Bereits 2007 hatte sich Wexner öffentlich von Epstein distanziert und erklärt, dieser habe ihn um „mehrere hundert Millionen Dollar" betrogen.
Die Rothschild-Bombe und ein Anwalt am Rande des Nervenzusammenbruchs
Besonders brisant wurde es, als Wexner eine Aussage machte, die in den deutschen Mainstream-Medien erwartungsgemäß kaum Beachtung finden dürfte. Der Milliardär erklärte, Epstein habe „persönliche Arbeit für die Rothschild-Familie in Frankreich" verrichtet. Um welche Art von Arbeit es sich dabei konkret gehandelt habe, wisse er allerdings nicht. Allein diese Aussage hätte in einer funktionierenden Medienlandschaft Schlagzeilen produzieren müssen. Stattdessen herrscht – wie so oft bei unbequemen Wahrheiten – ohrenbetäubendes Schweigen.
Was dann folgte, war geradezu filmreif: Wexners eigener Anwalt beugte sich zu seinem Mandanten und flüsterte ihm zu, er werde ihn „umbringen", wenn er noch eine weitere Frage mit mehr als fünf Worten beantworte. Eine bemerkenswerte Drohung, die in sozialen Medien sofort viral ging und die Frage aufwirft, welche weiteren Enthüllungen der Milliardär möglicherweise noch auf der Zunge hatte.
Demokraten als späte Aufdecker – ein Treppenwitz der Geschichte
Besonders pikant ist die politische Dimension dieser Anhörung. Kein einziger republikanischer Abgeordneter erschien zur Befragung. Die Videos der Deposition wurden von den Demokraten an die Öffentlichkeit gespielt – ausgerechnet jene Partei, die jahrelang jeden Hinweis auf das Epstein-Netzwerk als „Verschwörungstheorie" abtat. Unter der Biden-Administration hätten die nun veröffentlichten Akten längst herausgegeben werden können. Damals wollte man davon nichts wissen. Nun inszenieren sich dieselben politischen Kräfte als große Aufdecker. Man könnte über diese Chuzpe lachen, wäre das Thema nicht so erschütternd ernst.
Die Deposition ist Teil einer umfassenderen Kongress-Untersuchung, die der Frage nachgeht, warum trotz jahrelanger Vorwürfe und mehrerer Gerichtsverfahren so erschreckend wenige Personen aus dem engsten Umfeld Epsteins jemals strafrechtlich belangt wurden. Überlebende Opfer hatten Wexner schon vor Jahren als zentrale Schlüsselfigur identifiziert – als den Mann, der Epstein den Aufstieg in die High Society überhaupt erst ermöglicht habe.
Keine Festnahmen, keine Gerechtigkeit
Doch auch diese Anhörung brachte letztlich keine gerichtsverwertbaren Beweise. Wexner wurde kaum ein Wort geglaubt, doch das allein reicht bekanntlich nicht für eine Anklage. Die bittere Wahrheit lautet: Festnahmen wegen Sexual- und Menschenhandelsverbrechen gibt es weiterhin keine. Und sie sind auch nicht zu erwarten. Das FBI hat seine Untersuchungen bereits vor Monaten für abgeschlossen erklärt – ein Vorgang, der angesichts der Schwere der Vorwürfe und der Vielzahl mutmaßlich Beteiligter schlicht unfassbar ist.
Dass parallel zur Wexner-Anhörung der britische Ex-Prinz Andrew kurzfristig festgenommen wurde – allerdings nicht wegen mutmaßlicher Sexualdelikte, sondern wegen der möglichen Weitergabe vertraulicher Unterlagen –, fügt dem Gesamtbild eine weitere groteske Note hinzu. Nach wenigen Stunden war Andrew wieder auf freiem Fuß. Die Causa Epstein beschäftigt die amerikanische Öffentlichkeit mittlerweile so intensiv wie nie zuvor – fünf Jahre nach dem höchst dubiosen Tod des Sexualstraftäters in seiner Gefängniszelle und fast sieben Jahre nach den ersten großen Enthüllungen.
Ein System, das sich selbst schützt
Was bleibt, ist ein zutiefst verstörendes Bild. Ein Netzwerk aus Milliardären, Politikern und einflussreichen Familien, das offenbar so mächtig ist, dass selbst der US-Kongress an seine Grenzen stößt. Ein Justizsystem, das bei den Mächtigen dieser Welt beide Augen zudrückt, während es den einfachen Bürger für Bagatellen verfolgt. Und eine Medienlandschaft – diesseits wie jenseits des Atlantiks –, die sich bei diesem Thema auffällig zurückhält.
In Deutschland sucht man vergeblich nach einer tiefgehenden Berichterstattung über die Epstein-Akten. Die großen Leitmedien, die sonst keine Gelegenheit auslassen, über jeden Tweet eines amerikanischen Politikers zu berichten, schweigen sich über eines der größten Missbrauchsnetzwerke der jüngeren Geschichte weitgehend aus. Vielleicht, weil die Fäden dieses Netzwerks auch nach Europa reichen? Vielleicht, weil die Namen, die in den Akten auftauchen, zu prominent sind? Die Fragen bleiben – und mit ihnen das beklemmende Gefühl, dass wahre Gerechtigkeit für die Opfer Epsteins eine Illusion bleiben könnte.
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