
Esken im Boykott-Wahn: SPD-Chefin will Werbekunden gegen Podcast aufhetzen
Es ist ein Lehrstück darüber, wie die deutsche Sozialdemokratie mit unliebsamen Meinungen umzugehen gedenkt: nicht mit Argumenten, sondern mit dem Versuch, dem Gegner schlicht den finanziellen Boden unter den Füßen wegzuziehen. Saskia Esken, die ehemalige Co-Vorsitzende der SPD, hat in einem Instagram-Video dazu aufgerufen, den Podcast „Ben Ungeskriptet" wirtschaftlich auszutrocknen. Der Grund? Der Podcaster Ben Berndt hatte es gewagt, AfD-Politiker Björn Höcke vor das Mikrofon zu setzen und ihn rund vier Stunden lang ungeskriptet sprechen zu lassen.
„Blacklisting hilft" – ein bemerkenswertes Demokratieverständnis
In bemerkenswerter Offenheit fordere Esken Unternehmen dazu auf, zu prüfen, wie sie die Ausspielung ihrer Werbung in dem Podcast unterbinden könnten. „Faschisten wie Björn Höcke" dürfe man nicht stundenlang eine Bühne bieten, behauptet sie sinngemäß. Firmen müssten es nicht hinnehmen, wenn ihr Werbeetat angeblich den „Mord am deutschen Volk" mitfinanziere. Und dann der entlarvende Satz: „Blacklisting hilft."
Man muss diese Worte zweimal lesen, um die Tragweite zu erfassen. Eine führende Repräsentantin der einst stolzen Sozialdemokratie ruft öffentlich dazu auf, einen unabhängigen Medienschaffenden durch koordinierten Werbeentzug in den Ruin zu treiben – nur weil dieser einem demokratisch gewählten Oppositionspolitiker zugehört hat. Der Vorgang erinnert weniger an die Gepflogenheiten einer freiheitlichen Republik als an Mechanismen, die man eigentlich aus ganz anderen Systemen zu kennen glaubte.
Der Streisand-Effekt lässt grüßen
Das eigentlich Pikante an Eskens Wutrede: Sie hat dem Podcast vermutlich die beste Werbung beschert, die man sich vorstellen kann. Über drei Millionen Klicks soll das Höcke-Interview bereits generiert haben – Reichweiten, von denen die Tagesschau nur noch träumen kann. Wer Menschen erzählt, sie dürften etwas nicht hören, sorgt zuverlässig dafür, dass sie es erst recht hören wollen. Das gilt im Kindergarten, und es gilt im digitalen Raum erst recht.
Bemerkenswert ist auch der inhaltliche Gehalt der Esken'schen Kritik – oder vielmehr dessen Fehlen. Statt sich mit den Aussagen Höckes argumentativ auseinanderzusetzen, statt sie zu widerlegen, statt einen Gegenpodcast zu produzieren, soll der Sender mundtot gemacht werden. Das ist die Bankrotterklärung einer Politikerin, die offenkundig nicht mehr darauf vertraut, dass ihre eigenen Argumente stark genug sind, um im freien Wettbewerb der Ideen zu bestehen.
Wenn Wähler wie Mündel behandelt werden
Hinter der Boykott-Forderung steht ein zutiefst paternalistisches Menschenbild. Der Bürger, so scheint Eskens Logik zu lauten, sei zu dumm, sich selbst eine Meinung zu bilden. Er müsse vor „falschen" Inhalten geschützt werden – notfalls indem man dem Anbieter solcher Inhalte das wirtschaftliche Genick bricht. Dass eine erhebliche Zahl der Wähler in Deutschland längst nicht mehr bereit ist, sich auf diese Weise bevormunden zu lassen, hat man in der SPD offensichtlich noch nicht begriffen. Anders ist auch nicht zu erklären, warum die Partei in Umfragen mittlerweile auf historische Tiefstände abgerutscht ist.
Vergleichbare Interviews der „Welt", die Höcke ebenfalls Sendezeit eingeräumt hat – etwa im Streitgespräch mit dem CDU-Politiker Mario Voigt – haben offenbar keinen Boykottaufruf provoziert. Warum auch? Es sind eben unterschiedliche Maßstäbe, die da angelegt werden. Was beim einen verteufelt wird, sei beim anderen offenbar völlig in Ordnung.
Die Methode hat System
Eskens Vorstoß ist kein Ausrutscher, sondern Teil einer beunruhigenden Entwicklung. Immer häufiger wird versucht, missliebige Stimmen nicht durch das bessere Argument, sondern durch wirtschaftlichen Druck, juristische Eskalation oder schlichtes Wegcanceln aus dem Diskurs zu drängen. Die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit, die freie Marktwirtschaft – sie alle werden zu Verfügungsmasse, sobald sie der eigenen politischen Agenda im Wege stehen.
Wer als Politikerin in einem freien Land Unternehmen dazu drängt, einen Medienschaffenden auf eine schwarze Liste zu setzen, der hat die Spielregeln der offenen Gesellschaft offenbar nicht verstanden – oder, schlimmer, er hat sie verstanden und will sie ändern. Die Reaktion auf den Höcke-Podcast zeigt einmal mehr, wie weit Teile der etablierten Politik bereits davon entfernt sind, mit Andersdenkenden überhaupt noch zu sprechen. Lieber drückt man auf den ökonomischen Knopf und hofft, der unbequeme Gesprächspartner verstumme von selbst.
Was bleibt, ist die Erkenntnis
Die Episode rund um Esken, Berndt und Höcke ist symptomatisch für den Zustand der politischen Kultur in Deutschland. Während die Wirtschaft schwächelt, die Inflation am Vermögen der Bürger nagt und die Migrationskrise weiter ungelöst ist, beschäftigt sich die ehemalige SPD-Vorsitzende lieber damit, einem Podcaster die Werbeeinnahmen zu nehmen. Es zeigt: Wer keine Lösungen mehr hat, der konzentriert sich auf das Bekämpfen derer, die unangenehme Fragen stellen.
In solchen Zeiten gewinnt der Gedanke an reale, krisenfeste Werte erneut an Bedeutung. Wer sein Vermögen unabhängig von politischer Willkür, Boykottaufrufen und ideologisch motivierten Eingriffen sichern möchte, dem bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden bewährten Schutz. Sie kennen keine Blacklist, keine Kontosperrung und keine politische Gesinnung – sie sind schlicht das, was sie sind: echtes Geld, das niemand auf Knopfdruck entwerten oder einfrieren kann.

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