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Kettner Edelmetalle
19.03.2026
15:40 Uhr

EZB verharrt im Stillstand: Leitzins bleibt bei zwei Prozent – während die Inflation bereits an die Tür klopft

Die Europäische Zentralbank hat erneut bewiesen, dass sie das Wort „Abwarten" zur Kunstform erhoben hat. Trotz eines massiven Ölpreisschocks, ausgelöst durch den eskalierenden Iran-Konflikt und die Sperrung der Straße von Hormus, belässt der EZB-Rat unter Präsidentin Christine Lagarde den Einlagensatz unverändert bei 2,0 Prozent. Es ist bereits die sechste Zinspause in Folge – ein Rekord der Untätigkeit, der angesichts der geopolitischen Verwerfungen zunehmend Fragen aufwirft.

Vom Zinssenkungskurs in die Schockstarre

Noch vor wenigen Monaten hatte die EZB entschlossen gehandelt. Von Mitte 2024 bis Mitte 2025 wurde der Leitzins von vier auf zwei Prozent halbiert – eine aggressive Lockerung, die der damals nachlassenden Inflation Rechnung tragen sollte. Doch die Zeiten haben sich dramatisch gewandelt. Der Ende Februar ausgebrochene Irankrieg hat die Energiekosten in schwindelerregende Höhen getrieben und die Angst vor einer neuen Inflationswelle entfacht, die an die düsteren Monate von 2022 erinnert.

Die Währungshüter geben sich betont wachsam. Man sei bereit, „alle Instrumente im Rahmen des Mandats anzupassen", um die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent zu stabilisieren, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Gleichzeitig wolle man sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad festlegen. Eine Formulierung, die nach diplomatischer Flexibilität klingt – in Wahrheit aber vor allem eines verrät: Unsicherheit.

Das Trauma von 2022 sitzt tief

Friedrich Heinemann vom ZEW-Institut brachte es auf den Punkt: Die EZB habe beim letzten vergleichbaren Angebotsschock 2021/2022 zu lange abgewartet und dafür massive Kritik einstecken müssen. Dieses institutionelle Trauma werde nachwirken und ein früheres Einschreiten gegen den Inflationsanstieg begünstigen. Die Wahrscheinlichkeit von bis zu zwei Zinsschritten vor der Sommerpause sei deshalb hoch, so der Ökonom.

Auch Bundesbankchef Joachim Nagel betonte jüngst, dass die EZB keine neue Inflationswelle zulassen werde. Starke Worte – doch wer sich an die Jahre 2021 und 2022 erinnert, als die Notenbank die Inflation monatelang als „vorübergehend" abtat, während die Preise explodierten, dürfte solchen Beteuerungen mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen.

Düstere Prognosen: Mehr Inflation, weniger Wachstum

Die hauseigenen Ökonomen der EZB haben ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr drastisch nach oben korrigiert. Statt der im Dezember noch erwarteten 1,9 Prozent rechnet man nun mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 2,6 Prozent. Experten befürchten sogar einen Anstieg auf 3,5 Prozent – ein Szenario, das für Millionen europäischer Verbraucher nichts Geringeres als eine schleichende Enteignung ihrer Kaufkraft bedeuten würde.

Gleichzeitig wurde die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone spürbar gesenkt. Für 2026 erwartet die EZB nur noch ein mageres Plus von 0,9 Prozent – statt der zuvor prognostizierten 1,2 Prozent. Für 2027 werden 1,3 Prozent, für 2028 lediglich 1,4 Prozent in Aussicht gestellt. Die Begründung liest sich wie ein Lehrbuch der wirtschaftlichen Tristesse: Die globalen Auswirkungen des Krieges auf Rohstoffmärkte, Realeinkommen und das allgemeine Vertrauen würden sich insbesondere im laufenden Jahr niederschlagen.

Deutschland im doppelten Würgegriff

Für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft sind diese Entwicklungen Gift. Während die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen die marode Infrastruktur retten will, droht die steigende Inflation diese Bemühungen zu konterkarieren. Mehr Schulden bei gleichzeitig steigenden Preisen – das ist eine toxische Kombination, die kommende Generationen teuer bezahlen werden. Merz hatte einst versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen liegt mittlerweile in Trümmern.

Die Bürger spüren die Auswirkungen längst im Alltag. Steigende Energiepreise verteuern nicht nur das Heizen und Tanken, sondern treiben über die gesamte Lieferkette hinweg die Kosten für Lebensmittel, Dienstleistungen und Konsumgüter in die Höhe. Wer sein hart erarbeitetes Vermögen in Zeiten wie diesen auf dem Sparbuch oder in Anleihen parkt, verliert real an Kaufkraft – Monat für Monat, schleichend und unerbittlich.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In einem solchen Umfeld gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr an Bedeutung. Seit Jahrtausenden haben sie sich als verlässlicher Inflationsschutz bewährt – unabhängig davon, welche geldpolitischen Experimente Notenbanken gerade durchführen. Während Papierwährungen durch expansive Geldpolitik und geopolitische Krisen unter Druck geraten, behalten Edelmetalle ihren inneren Wert. Wer sein Portfolio mit physischem Gold und Silber ergänzt, schafft sich ein Bollwerk gegen die Unwägbarkeiten einer Welt, in der Zentralbanken zwischen Handlungsunfähigkeit und Aktionismus schwanken.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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