
Fast jeder zweite junge Muslim in Deutschland mit islamistischen Tendenzen – eine tickende Zeitbombe?
Die Zahlen sind erschütternd, und doch überraschen sie kaum jemanden, der die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland mit offenen Augen verfolgt. Der MOTRA-Monitor 2024/25, ein vom Bundeskriminalamt koordiniertes Forschungsprojekt zur Erfassung von Radikalisierungstendenzen, offenbart eine Realität, die man in den Sonntagsreden der politischen Klasse vergeblich sucht: 45,1 Prozent der unter 40-jährigen Muslime in Deutschland weisen islamismusaffine Tendenzen auf. Nahezu jeder Zweite.
Die Zahlen im Detail: Ein dramatischer Anstieg
Man muss sich diese Entwicklung auf der Zunge zergehen lassen. Von den besagten 45,1 Prozent entfallen 33,6 Prozent auf eine latente Zustimmung zu islamismusaffinen Aussagen, während 11,5 Prozent sogar manifeste Zustimmungswerte zeigen. Noch im Jahr 2021 lag der Gesamtwert bei 35,2 Prozent – ein Anstieg um fast zehn Prozentpunkte innerhalb weniger Jahre. Der Zuwachs speist sich dabei vornehmlich aus der latenten Kategorie, die von 22,3 auf 33,6 Prozent regelrecht explodierte.
Doch es wird noch beunruhigender. Betrachtet man die Gesamtgruppe aller muslimischen Befragten – also nicht nur die unter 40-Jährigen –, so stieg der kombinierte Wert islamismusaffiner Zustimmung von 29,3 Prozent im Jahr 2021 auf nunmehr 40 Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Der Anteil derjenigen, die islamistische Aussagen klar ablehnen, schrumpfte von 70,7 auf 60 Prozent. Eine Erosion der Mitte, die jeden Demokraten alarmieren sollte.
Gottesstaat und Antisemitismus auf dem Vormarsch
Besonders brisant sind die Einzelbefunde zu konkreten Aussagen. Die Zustimmung zur These, ein islamischer Gottesstaat sei die beste Staatsform, kletterte von 18,7 Prozent im Jahr 2021 auf 23,8 Prozent. Fast ein Viertel aller befragten Muslime in Deutschland hält also ein theokratisches Herrschaftsmodell für erstrebenswert – wohlgemerkt in einem Land, dessen Grundgesetz die Trennung von Staat und Religion als fundamentales Prinzip verankert.
Noch erschreckender ist der Befund zum Antisemitismus. Die Zustimmung zur Aussage „Man kann Juden nicht trauen" hat sich mehr als verdoppelt – von 12,6 Prozent im Jahr 2021 auf unfassbare 28,6 Prozent im Jahr 2025. Mehr als jeder vierte befragte Muslim in Deutschland stimmt also einer offen judenfeindlichen Aussage zu. In einem Land, das aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volk trägt, ist dies nicht nur alarmierend – es ist ein Skandal.
Die Rolle sozialer Medien als Radikalisierungsmaschine
Die Forscher des MOTRA-Monitors identifizieren einen klaren Zusammenhang zwischen islamismusaffinen Einstellungen und der intensiven Nutzung von Plattformen wie Discord, Instagram und TikTok. Was dort an islamistischer Propaganda ungehindert zirkuliert, während deutsche Behörden sich lieber mit der Verfolgung von Meinungsdelikten beschäftigen, dürfte einen erheblichen Anteil an dieser Radikalisierung haben. Die Algorithmen dieser Plattformen fungieren als Brandbeschleuniger einer Ideologie, die mit den Grundwerten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar ist.
Das Versagen der Politik – ein Déjà-vu
Wo bleibt der Aufschrei? Wo bleiben die Konsequenzen? Jahrzehntelang wurde jeder, der auf die Gefahren einer gescheiterten Integrationspolitik hinwies, als Islamophober oder Rassist diffamiert. Die politische Klasse – von Merkels fataler Grenzöffnung 2015 bis zur Ampel-Koalition, die das Thema konsequent ignorierte – hat eine Situation geschaffen, deren Sprengkraft nun schwarz auf weiß in einer vom BKA koordinierten Studie dokumentiert ist.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht nun vor einer Herausforderung, die sich nicht mit warmen Worten und Integrationsgipfeln lösen lässt. Wenn fast die Hälfte der jungen Muslime in Deutschland islamistischen Gedankengut zumindest latent zugeneigt ist, dann hat dieses Land ein fundamentales Sicherheits- und Integrationsproblem, das endlich beim Namen genannt werden muss. Die Frage ist nicht mehr, ob wir ein Problem haben. Die Frage ist, ob die Politik den Mut aufbringt, es zu lösen – bevor es zu spät ist.
Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf, in Sicherheit zu leben. Sie haben ein Recht darauf, dass ihre Werte – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit – nicht von innen heraus ausgehöhlt werden. Es ist höchste Zeit, dass die Politik aufhört, die Augen vor der Realität zu verschließen, und stattdessen konsequent handelt. Das ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern spiegelt das Empfinden eines Großteils der deutschen Bevölkerung wider.

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