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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
12:09 Uhr

Fußball-WM 2026: Drogenkrieg in Mexiko wirft massive Sicherheitsfragen auf

Fußball-WM 2026: Drogenkrieg in Mexiko wirft massive Sicherheitsfragen auf

Während sich die Fußballwelt auf das Mega-Turnier im kommenden Sommer freut, brennen in Mexiko die Autos. Die Tötung eines der mächtigsten Drogenbosse des Landes hat eine Welle der Gewalt ausgelöst, die nun auch die Planungen für die WM 2026 überschattet – und die Bundesregierung in Berlin alarmiert.

Tod von „El Mencho" entfesselt das Chaos

Der Auslöser der jüngsten Eskalation trägt einen Namen, der in Mexiko seit Jahren Angst und Schrecken verbreitet: Nemesio Oseguera, besser bekannt als „El Mencho", Anführer des berüchtigten Kartells Jalisco Nueva Generación. Am vergangenen Sonntag wurde der Drogenboss bei einem von den USA unterstützten Militäreinsatz durch mexikanische Spezialkräfte getötet. Was als Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität gefeiert werden könnte, hat stattdessen eine Spirale der Gewalt in Gang gesetzt, die selbst für mexikanische Verhältnisse erschreckend ist.

Besonders brisant: Die Unruhen haben auch Guadalajara erfasst – eine der drei mexikanischen WM-Austragungsstädte. In der Millionenmetropole sollen im Sommer 2026 vier Vorrundenspiele stattfinden, darunter die Partie zwischen Europameister Spanien und Uruguay. Ausgebrannte Fahrzeuge, Straßensperren und ein Klima der Angst – das sind keine Bilder, die man sich als Kulisse für ein Fußballfest wünscht.

Berlin fordert die FIFA zum Handeln auf

Der Tourismuskoordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß (CDU), hat angesichts der besorgniserregenden Lage den Weltfußballverband FIFA öffentlich zum Handeln aufgefordert. Die FIFA müsse in Zusammenarbeit mit den Regierungen Kanadas, der USA und Mexikos sicherstellen, dass Fans nicht gefährdet würden und die Sicherheitsvorgaben durch die Gastgeberländer eingehalten werden, so Ploß. Der Schutz deutscher Touristen habe für die Bundesregierung eine „sehr hohe Priorität".

Man darf sich allerdings die Frage stellen, ob solche diplomatischen Floskeln der Dimension des Problems auch nur annähernd gerecht werden. Mexiko kämpft seit Jahrzehnten gegen mächtige Drogenkartelle, die ganze Regionen kontrollieren und deren Gewaltbereitschaft keine Grenzen kennt. Die Vorstellung, dass ein Fußballturnier in diesem Umfeld reibungslos über die Bühne gehen könnte, mutet geradezu naiv an.

Ein strukturelles Problem, kein vorübergehender Zwischenfall

Die Gewalt in Mexiko ist kein Phänomen, das mit der Tötung eines einzelnen Kartellchefs beginnt oder endet. Das Land verzeichnet seit Jahren Mordraten, die jene europäischer Staaten um ein Vielfaches übersteigen. Allein die Tatsache, dass die FIFA Mexiko als Mitausrichter einer Weltmeisterschaft akzeptiert hat, wirft grundlegende Fragen auf. Wurden die Sicherheitsrisiken bei der Vergabe angemessen berücksichtigt? Oder hat einmal mehr das Geld über die Vernunft gesiegt?

Insgesamt sollen in den drei mexikanischen Städten Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey 13 WM-Spiele ausgetragen werden. Die Bundesregierung beteuert, die Lage in den Ausrichterländern „kontinuierlich im Blick" zu behalten und Reisende regelmäßig über die Seiten des Auswärtigen Amtes zu informieren. Ob das ausreicht, um Zehntausende deutsche Fans zu schützen, die möglicherweise in ein Land reisen, in dem Kartelle ganze Städte in Geiselhaft nehmen können, darf bezweifelt werden.

Lehren aus der Vergangenheit – und ein ungutes Gefühl

Die Geschichte großer Sportveranstaltungen in sicherheitspolitisch fragilen Regionen ist reich an Beispielen dafür, wie schnell Euphorie in Ernüchterung umschlagen kann. Man erinnere sich an die WM 2014 in Brasilien, wo massive Proteste das Turnier begleiteten, oder an die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, wo Kriminalität und Korruption allgegenwärtig waren. Mexiko 2026 könnte diese Negativbeispiele noch in den Schatten stellen.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet ein CDU-Politiker die Stimme erhebt, während von anderen Teilen der Regierung wenig zu hören ist. Die Sicherheit deutscher Bürger im Ausland sollte keine Frage parteipolitischer Zuständigkeiten sein, sondern eine selbstverständliche Kernaufgabe jeder Bundesregierung. Dass es erst brennender Autos in Guadalajara bedarf, um diese Debatte anzustoßen, spricht Bände über die Prioritätensetzung in Berlin.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die FIFA und die mexikanischen Behörden in der Lage sind, ein Mindestmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Deutsche Fans, die eine Reise nach Mexiko planen, sollten die Entwicklungen jedenfalls sehr genau verfolgen – und sich nicht allein auf die Beschwichtigungen internationaler Sportfunktionäre verlassen.

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