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Kettner Edelmetalle
03.02.2026
07:44 Uhr

Gasspeicher auf Tiefstand: Wirtschaftsministerin Reiche beschwichtigt – doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Während die deutschen Gasspeicher besorgniserregend schnell leerlaufen, gibt sich das Wirtschaftsministerium betont gelassen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche verkündet, Sorgen seien „nicht angebracht". Eine Aussage, die angesichts der nackten Zahlen wie blanker Hohn klingt – zumindest für jeden, der seine Heizkosten selbst bezahlen muss.

Gesetzliche Vorgaben unterschritten – und niemanden interessiert es?

Die Fakten sind eindeutig: Bereits vor dem gesetzlich festgelegten Stichtag am 1. Februar haben mehrere große Gasspeicher in Deutschland die vorgeschriebene Mindestfüllmenge von 30 Prozent unterschritten. Der durchschnittliche Füllstand lag Ende Januar bei mageren 32,4 Prozent. Paragraf 35b des Energiewirtschaftsgesetzes schreibt eigentlich vor, dass jede einzelne Speicheranlage diesen Wert erreichen muss – nicht nur der Durchschnitt.

Besonders alarmierend ist die Situation beim größten deutschen Gasspeicher in Rehden. Mit einem Fassungsvermögen von knapp 3,9 Milliarden Kubikmetern – das entspricht etwa einem Fünftel der gesamten deutschen Speicherkapazität – war dieser strategisch wichtige Standort Ende Januar nur noch zu zehn Prozent gefüllt. Das Dreifache wäre gesetzlich vorgeschrieben gewesen. Der Betreiber Securing Energy For Europe (SEFE) bezeichnet den Speicher selbst als „zentral für die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas". Doch offenbar gilt diese Einschätzung nicht für die politisch Verantwortlichen.

Die Bundesnetzagentur: Alles im Rahmen der Erwartungen

Die Bundesnetzagentur versucht zu beruhigen und erklärt, die Speicherstände würden sich „im Rahmen der marktlichen und wetterbedingten Erwartungen" entleeren. Eine bemerkenswerte Formulierung, die suggeriert, man habe die Situation fest im Griff. Doch wer erinnert sich nicht an ähnliche Beschwichtigungen vor der Energiekrise 2022? Auch damals hieß es lange, alles sei unter Kontrolle – bis es das nicht mehr war.

Die niederländische Achillesferse

Noch prekärer wird die Lage, wenn man über die Landesgrenzen blickt. Die Niederlande, immerhin das zweitwichtigste Lieferland für deutsches Gas, haben ihre Speicher nur noch zu 28 Prozent gefüllt. Ein Teil des nach Deutschland exportierten Gases wird dort direkt gefördert, ein anderer Teil kommt über LNG-Terminals aus Übersee. Sollten die Niederlande selbst in Versorgungsnöte geraten, könnte Deutschland als Abnehmer schnell das Nachsehen haben.

LNG als Rettungsanker – oder als teures Luftschloss?

Branchenverbände verweisen auf die Möglichkeit, sich auf Flüssigerdgasimporte zu verlassen. Doch diese Strategie hat ihren Preis – und zwar einen gewaltigen. Anstatt günstiges russisches Gas über bestehende Pipelines zu beziehen, schippert man das teure LNG nun mit Tankern über die Weltmeere. Diese verbrennen dabei Millionen Liter Schweröl und belasten die Umwelt erheblich. Von der viel beschworenen grünen Energiewende kann hier wohl kaum die Rede sein.

Die Abhängigkeit von LNG-Lieferungen birgt zudem erhebliche geopolitische Risiken. Die USA, einer der wichtigsten Lieferanten, kämpfen derzeit selbst mit einem heftigen Wintersturm. Und Katar? Die von Robert Habeck 2022 vollmundig angekündigte „Energiepartnerschaft" mit dem Emirat entpuppte sich bislang als reine Luftnummer. Statt konkreter Gaslieferungen gab es lediglich – man höre und staune – Workshops. Das Wirtschaftsministerium bestätigt auf Anfrage, dass Deutschland derzeit „kein LNG aus Katar" bezieht.

Grüner Wasserstoff statt konkreter Lösungen

Wirtschaftsministerin Reiche besuchte im November Katar und Anfang Februar Saudi-Arabien. Doch statt handfester Gaslieferverträge stand bei der Reise ins Königreich der Saudis vor allem grüner Ammoniak auf der Agenda, der in Deutschland zu grünem Wasserstoff verarbeitet werden soll. Eine Technologie, die noch Jahre von der Marktreife entfernt ist und die akuten Versorgungsprobleme nicht lösen wird.

Es ist bezeichnend für die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre: Man jagt ideologischen Luftschlössern hinterher, während die grundlegende Versorgungssicherheit auf der Strecke bleibt. Die Bürger werden mit Beschwichtigungen abgespeist, während die Speicher leerlaufen und die Preise steigen.

Die Rechnung zahlt der Bürger

Der Gasverbrauch ist zwar zurückgegangen – allerdings nicht etwa wegen erfolgreicher Sparmaßnahmen, sondern schlicht aufgrund der wirtschaftlichen Misere. Wenn Industriebetriebe ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen, sinkt naturgemäß auch der Energieverbrauch. Ein Erfolg sieht anders aus.

Die Zeche für diese verfehlte Energiepolitik zahlen am Ende die deutschen Bürger und Unternehmen. Höhere Gaspreise, unsichere Versorgung und eine Industrie, die zunehmend ins Ausland abwandert – das ist die bittere Bilanz einer Politik, die ideologische Ziele über pragmatische Lösungen stellt. Während die Ministerin verkündet, Sorgen seien nicht angebracht, fragt sich mancher Bürger, ob er sich im kommenden Winter noch eine warme Wohnung leisten kann.

Die Geschichte lehrt uns, dass Beschwichtigungen von Regierungsseite oft dann am lautesten werden, wenn die Probleme am größten sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Realität die optimistischen Prognosen des Wirtschaftsministeriums nicht allzu schnell einholt.

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