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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
06:23 Uhr

Goldpreis durchbricht 5.100-Dollar-Marke: Trumps Zoll-Chaos und Iran-Krise treiben Anleger in den sicheren Hafen

Während die Welt zusieht, wie sich die geopolitischen Spannungen gleich an mehreren Fronten verschärfen, kennt der Goldpreis nur eine Richtung: nach oben. Das Edelmetall legte zu Wochenbeginn erneut kräftig zu und notierte zeitweise bei über 5.176 US-Dollar je Unze – ein Anstieg von 1,4 Prozent. Was auf den ersten Blick wie eine nüchterne Zahl wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis eines perfekten Sturms aus politischem Versagen, juristischen Rückschlägen und militärischer Eskalationsgefahr.

Trumps Zollpolitik: Vom Supreme Court ausgebremst

Der Auslöser der jüngsten Goldpreis-Rally ist einmal mehr in Washington zu suchen. Präsident Trump hatte am Wochenende angekündigt, einen globalen Zollsatz von 15 Prozent einführen zu wollen. Doch der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten funkte dazwischen und entschied, dass der Präsident seine Notstandsbefugnisse nicht zur eigenständigen Festsetzung von Zöllen nutzen dürfe. Ein Urteil, das nicht nur Trumps Handelspolitik ins Wanken bringt, sondern auch bereits ausgehandelte Abkommen mit wichtigen Partnern in Frage stellt.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Der Handelsbeauftragte des Europäischen Parlaments kündigte an, die Ratifizierung eines Abkommens mit Washington verschieben zu wollen. Indische Regierungsvertreter sagten eine geplante Reise in die USA kurzerhand ab. Und ein Mitglied der japanischen Regierungspartei brachte es auf den Punkt, als er die Situation als „ein echtes Durcheinander" bezeichnete. Man könnte es auch weniger diplomatisch formulieren: Die internationale Handelsordnung gleicht derzeit einem Kartenhaus im Sturm.

Der schwache Dollar als Brandbeschleuniger

Wie so oft in Zeiten politischer Unsicherheit gerät der US-Dollar unter Druck. Der Bloomberg Dollar Spot Index fiel um 0,2 Prozent – bereits den zweiten Tag in Folge. Für den Goldpreis ist das ein doppelter Segen: Einerseits flüchten Anleger aus dem Dollar in das Edelmetall, andererseits wird Gold für Käufer außerhalb der USA schlicht günstiger. Ein Mechanismus, der so alt ist wie der Goldhandel selbst und der sich in der aktuellen Gemengelage mit besonderer Wucht entfaltet.

Wer sich fragt, warum physisches Gold seit Jahrzehnten als ultimativer Wertspeicher gilt, findet in der gegenwärtigen Situation eine geradezu lehrbuchmäßige Antwort. Während Papierwährungen durch Verschuldungsorgien und politische Willkür entwertet werden, behält das gelbe Metall seine Kaufkraft. Eine Verachtzehnfachung des Goldpreises in den letzten 25 Jahren spricht Bände – und sie spricht vor allem gegen jene, die Gold als „Relikt vergangener Zeiten" abtun.

Iran-Krise: Das Pulverfass im Nahen Osten

Als wäre das Zoll-Chaos nicht genug, richtet sich der Blick der Märkte zunehmend auf den Nahen Osten. Das Verhältnis zwischen Washington und Teheran bleibt hochexplosiv. Zwar laufen offiziell Gespräche über das iranische Atomprogramm, doch die massive Stationierung amerikanischer Militärkräfte in der Region nährt Spekulationen über mögliche Militärschläge. Ob begrenzt oder umfassend – jede Eskalation würde die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen weiter befeuern.

Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, dass die Lage im Nahen Osten seit dem dramatischen Sommer 2025, als Israel iranische Atomanlagen angriff und Teheran mit Raketen antwortete, auf einem dauerhaft erhöhten Spannungsniveau verharrt. Die Geschichte lehrt uns: In solchen Phasen war Gold immer der Gewinner.

Hedgefonds halten sich zurück – noch

Besonders bemerkenswert ist ein Detail, das Marktbeobachter aufhorchen lässt. Die Netto-Long-Positionen in Gold-Futures sind laut der US-Aufsichtsbehörde CFTC auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr gefallen. Das bedeutet: Die großen institutionellen Anleger haben ihre Wetten auf steigende Goldpreise zuletzt deutlich reduziert. Dass der Preis dennoch steigt, zeugt von einer enormen strukturellen Stärke des Marktes. Sollten die Hedgefonds wieder einsteigen – und die Zeichen stehen gut dafür –, könnte dies den Goldpreis in völlig neue Sphären katapultieren.

Vasu Menon, Stratege bei der Oversea-Chinese Banking Corp., brachte es treffend auf den Punkt: Es gebe genügend strukturelle Faktoren, die mittelfristig für Gold sprächen. Gleichzeitig warnte er vor kurzfristiger Volatilität – insbesondere angesichts der offenen Entwicklungen in der US-Handelspolitik und der Lage im Iran.

Gold als Bollwerk gegen politisches Versagen

Was wir derzeit erleben, ist nichts Geringeres als eine fundamentale Vertrauenskrise in das internationale Finanzsystem. Die Verschuldung der westlichen Staaten nimmt immer groteskere Ausmaße an. In Deutschland plant die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen – ein euphemistischer Begriff für das, was es tatsächlich ist: neue Schulden in historischem Ausmaß. Schulden, die kommende Generationen durch Steuern und Abgaben werden finanzieren müssen. Und das, obwohl Merz im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Man kennt das Spiel.

Auch die BRICS-Staaten treiben ihre Pläne für eine teilweise goldgedeckte Handelswährung voran – ein unmissverständliches Signal, dass das Vertrauen in den US-Dollar als Weltreservewährung schwindet. Wer in dieser Gemengelage noch immer glaubt, sein Vermögen allein in Papierwerten sicher aufgehoben zu wissen, der ignoriert die Zeichen der Zeit.

Silber legte übrigens ebenfalls kräftig zu – um 1,6 Prozent auf 85,95 Dollar je Unze. Auch das kleine Geschwistermetall des Goldes profitiert von der allgemeinen Flucht in Sachwerte und dürfte in den kommenden Monaten weiteres Aufwärtspotenzial bieten.

Physische Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten

Die aktuelle Entwicklung bestätigt einmal mehr, was vorausschauende Anleger längst wissen: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gehören als unverzichtbarer Bestandteil in jedes breit gestreute Anlageportfolio. Sie sind kein Spekulationsobjekt, sondern ein Bollwerk gegen Inflation, Währungsverfall und politische Instabilität. In einer Welt, in der Regierungen Schulden auftürmen, Zentralbanken die Druckerpresse anwerfen und geopolitische Konflikte eskalieren, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative Wertspeicher.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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