
Goldpreis durchbricht historische 5.000-Dollar-Marke – Anleger flüchten in den sicheren Hafen

Was vor wenigen Jahren noch als utopische Prognose belächelt wurde, ist nun Realität geworden: Der Goldpreis hat am Montag erstmals die magische Grenze von 5.000 US-Dollar je Feinunze überschritten. Ein historischer Moment, der die wachsende Verunsicherung der globalen Finanzmärkte widerspiegelt – und gleichzeitig jene bestätigt, die seit Jahren auf die Beständigkeit des Edelmetalls setzen.
Geopolitische Brandherde treiben Investoren ins Gold
Der Spotpreis für Gold notierte bei beeindruckenden 5.042 Dollar, während die Februar-Futures bei 5.036 Dollar handelten – ein Tagesplus von 1,2 Prozent. Doch diese Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Die wahren Treiber dieser Rallye sind die sich häufenden geopolitischen Krisenherde, die von Grönland über Venezuela bis in den Nahen Osten reichen.
Die Analysten von HSBC brachten es in einer aktuellen Analyse auf den Punkt: Der jüngste Preisschub bei Gold und Silber sei unmittelbar auf geoökonomische Spannungen rund um Grönland zurückzuführen. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die Welt in einem Zustand permanenter Unsicherheit verharrt – und genau in solchen Zeiten besinnen sich kluge Anleger auf das, was seit Jahrtausenden seinen Wert bewahrt hat.
Silber profitiert vom Goldrausch
Auch das kleine Schwestermetall Silber konnte von der allgemeinen Flucht in sichere Häfen profitieren. Mit einem Sprung von drei Prozent auf 106,10 Dollar je Unze zeigt sich, dass die industrielle Nachfrage gepaart mit dem Investoreninteresse eine explosive Mischung ergibt. Wer hätte gedacht, dass wir solche Preise jemals erleben würden?
Zentralbanken kaufen wie besessen
Besonders aufschlussreich sind die Zahlen zu den Zentralbankkäufen. Goldman Sachs schätzt, dass die Notenbanken weltweit mittlerweile durchschnittlich 60 Tonnen Gold pro Monat erwerben – ein dramatischer Anstieg gegenüber dem Durchschnitt von lediglich 17 Tonnen vor 2022. Vor allem Schwellenländer schichten ihre Reserven massiv in das gelbe Metall um. Wenn selbst die Hüter der Papierwährungen dem eigenen System nicht mehr trauen, sollte das jedem Bürger zu denken geben.
Experten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Die Privatbank Union Bancaire Privée prognostiziert für das Jahresende einen Goldpreis von 5.200 Dollar je Unze. Goldman Sachs geht sogar noch weiter und hat seine Prognose für Dezember 2026 auf 5.400 Dollar angehoben. Die Investmentbank argumentiert, dass sich die Absicherungen gegen globale Makro- und Politikrisiken als dauerhaft erwiesen hätten – anders als die kurzfristigen Hedges rund um die US-Wahlen Ende 2024.
„Wir gehen davon aus, dass die Absicherungen gegen globale makropolitische Risiken stabil bleiben, da diese wahrgenommenen Risiken – etwa die fiskalische Nachhaltigkeit – sich 2026 möglicherweise nicht vollständig auflösen werden."
Westliche ETF-Bestände sind seit Jahresbeginn 2025 um etwa 500 Tonnen gestiegen. Hinzu kommen physische Käufe vermögender Privatpersonen, die zunehmend als wichtige Nachfragequelle fungieren. Die Nachfragebasis für Gold hat sich deutlich verbreitert – ein Zeichen dafür, dass das Misstrauen gegenüber dem Finanzsystem alle Gesellschaftsschichten erfasst hat.
Was bedeutet das für deutsche Anleger?
Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant und damit die Schuldenlast künftiger Generationen weiter erhöht, zeigt der Goldpreis unmissverständlich, wohin die Reise geht. Die fiskalische Nachhaltigkeit, von der Goldman Sachs spricht, ist längst keine abstrakte Sorge mehr – sie ist bittere Realität. Physische Edelmetalle bleiben in diesem Umfeld eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung und sollten in keinem breit gestreuten Anlageportfolio fehlen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Verluste, die aus der Verwendung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen entstehen könnten.
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