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20.01.2026
11:54 Uhr

Grüne Jugend im Tiefflug: Vorsitzender verteidigt vulgäre Attacke gegen Söder

Grüne Jugend im Tiefflug: Vorsitzender verteidigt vulgäre Attacke gegen Söder

Die politische Kultur in Deutschland erreicht einen neuen Tiefpunkt. Der Vorsitzende der Grünen Jugend, Luis Bogba, sieht sich nach einem Instagram-Video mit beleidigender Wortwahl gegen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder heftiger Kritik ausgesetzt – und reagiert mit einer Rechtfertigung, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist.

Kunst als Freifahrtschein für Beleidigungen?

In dem umstrittenen Video rappt Bogba einen Text des Rappers Haftbefehl nach. An der Stelle, an der im Original das Wort „Hurensohn" fällt, wird ein Foto des CSU-Politikers Söder eingeblendet. Die Zeile „Dass du ein Hurensohn bist, hatten wir schon mal" wird so unmissverständlich auf den Ministerpräsidenten bezogen. Überschrieben ist das Machwerk mit den Worten „Mit lieben Grüßen nach Bayern".

Gegenüber dem Stern versuchte sich Bogba in einer bemerkenswerten Verteidigung: Es sei „etwas ganz anderes", ob eine bestimmte Formulierung in einem künstlerischen Kontext verwendet werde oder in einem Interview. „Das würde ich niemals tun", beteuerte er. Man fragt sich unwillkürlich, ob der junge Politiker tatsächlich glaubt, dass die Einbettung einer Beleidigung in einen Rap-Song diese weniger verwerflich macht.

Die Doppelmoral der vermeintlich Toleranten

Besonders pikant erscheint die Reaktion, wenn man sich vorstellt, ein Politiker der AfD hätte eine vergleichbare Aktion gestartet. Die Empörungsmaschinerie der Republik würde auf Hochtouren laufen: Sondersendungen, Brennpunkte, besorgte Kommentare über den Zustand „unserer Demokratie" – und vermutlich auch Hausdurchsuchungen wegen Volksverhetzung oder Beleidigung. Doch bei einem Grünen-Funktionär? Da wird die Sache offenbar anders bewertet.

Bogba räumte zwar ein, dass das Wort durch seine Aktion eine größere Verbreitung erfahren habe und als direkte Beleidigung wahrgenommen worden sei. Dies nehme er auf sich. Doch anstatt sich zu entschuldigen, ging er zum Gegenangriff über und stellte infrage, warum sein Tonfall mehr öffentliche Empörung auslöse als politische Entscheidungen. Er sprach von „menschenfeindlicher Politik der Regierung" und verwies auf Abschiebungen sowie Verschärfungen beim Bürgergeld.

Kein Einzelfall bei der Grünen Jugend

Die Provokation reiht sich nahtlos in eine Serie ähnlicher Entgleisungen ein. Bereits im September 2025 hatte die damalige Bundessprecherin Jette Nietzard in einem TikTok-Video Markus Söder als „Hundesohn" bezeichnet. Das Video wurde später gelöscht – eine Entschuldigung blieb aus.

Die Parteiführung der Grünen hatte mit der neuen Spitze der Jugendorganisation eigentlich auf einen gemäßigteren Ton gehofft. Die Co-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge erklärte seinerzeit: „Wir wollen dazu beitragen, dass auch ein differenziertes Argument noch gehört wird." Man wolle sich bewusst von Die Linke und der AfD abgrenzen, die stärker auf Polarisierung setzten. Diese Hoffnung hat sich offensichtlich als trügerisch erwiesen.

Keine Einsicht, keine Änderung

Bogba kündigte zwar an, künftig bei der Auswahl von Songs stärker darauf zu achten, dass darin „keine sexistische, grenzüberschreitende Wortwahl" vorkomme. Gleichzeitig machte er jedoch unmissverständlich klar, dass er seinen Stil nicht ändern werde. Zurückhaltung sei nicht sein Ansatz. „Mit glattgebügelten Politiker-Statements aber durchbricht man das nicht, da erreicht man eben all diejenigen nicht, die auch sonst keinen Zugang zur Politik haben", rechtfertigte er sich.

Diese Argumentation offenbart ein erschreckendes Demokratieverständnis. Wer meint, politische Gegner mit vulgären Beleidigungen überziehen zu müssen, um „Zugang zur Politik" zu schaffen, hat offenkundig nicht verstanden, was sachliche Auseinandersetzung bedeutet. Es ist bezeichnend für den Zustand einer Partei, die sich selbst als moralische Instanz der Nation geriert, während ihre Nachwuchskräfte den politischen Diskurs auf Gossensprache reduzieren.

Die Frage, die sich stellt, ist nicht nur, ob Söder rechtliche Schritte einleiten wird. Viel entscheidender ist, was dieser Vorfall über den Zustand unserer politischen Kultur aussagt – und über eine Generation von Nachwuchspolitikern, die offenbar glaubt, dass Respekt und Anstand Relikte einer vergangenen Zeit sind.

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