
Handelsdeal zwischen Taiwan und USA: Trumps Zollpolitik zeigt Wirkung

Nach monatelangen zähen Verhandlungen haben Taiwan und die Vereinigten Staaten offenbar einen Durchbruch erzielt. Die demokratisch regierte Insel verkündete, dass beide Seiten einen „allgemeinen Konsens" über ein umfassendes Handelsabkommen erreicht hätten. Ein bemerkenswerter Erfolg, der einmal mehr die Effektivität von Trumps kompromissloser Handelspolitik unter Beweis stellt.
Vom Druckmittel zum Verhandlungserfolg
Die Vorgeschichte dieses Abkommens liest sich wie ein Lehrstück in Sachen wirtschaftspolitischer Durchsetzungskraft. Im April 2025 hatte US-Präsident Donald Trump zunächst Strafzölle von satten 32 Prozent auf taiwanische Importe verhängt – ein Paukenschlag, der in Taipeh für erhebliche Nervosität sorgte. Später wurden diese Abgaben auf 20 Prozent reduziert, doch die Botschaft war unmissverständlich angekommen: Washington meint es ernst mit der Neuordnung seiner Handelsbeziehungen.
Die taiwanische Behörde für Handelsverhandlungen bestätigte nun, dass man sich auf „gegenseitige Zollsenkungen" sowie eine „bevorzugte Behandlung" für Halbleiter und verwandte Produkte geeinigt habe. Gerade letzterer Punkt dürfte für die exportorientierte Inselwirtschaft von enormer Bedeutung sein.
Taiwan reagiert mit Zugeständnissen
Der taiwanische Präsident Lai Ching-te hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dass seine Regierung bereit sei, amerikanischen Forderungen entgegenzukommen. So sagte er zu, die Investitionen taiwanischer Unternehmen in den USA anzukurbeln und gleichzeitig die eigenen Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Ein kluger Schachzug, der Washington gleich doppelt entgegenkommt – wirtschaftlich wie sicherheitspolitisch.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Taiwans Außenhandelsüberschuss mit den USA belief sich im Jahr 2024 auf knapp 74 Milliarden Dollar – der siebthöchste weltweit. Die Insel exportiert vor allem Informations- und Technologieprodukte in die Vereinigten Staaten, wobei Halbleiter das absolute Kronjuwel darstellen.
Geopolitische Dimension nicht zu unterschätzen
Dieses Handelsabkommen ist weit mehr als ein bloßer Wirtschaftsvertrag. Es sendet ein unmissverständliches Signal nach Peking, das Taiwan bekanntlich als abtrünnige Provinz betrachtet und die Insel zunehmend unter Druck setzt. Die Stärkung der wirtschaftlichen Bande zwischen Taipeh und Washington dürfte in der chinesischen Hauptstadt für erheblichen Unmut sorgen.
Derzeit werde über einen Termin für ein abschließendes Treffen beider Seiten beraten, hieß es aus taiwanischen Regierungskreisen. Man darf gespannt sein, welche weiteren Details das finale Abkommen enthalten wird.
Ein Modell für andere Handelspartner?
Was Taiwan vorgemacht hat, könnte durchaus als Blaupause für andere Nationen dienen, die sich mit amerikanischen Zollforderungen konfrontiert sehen. Statt in endlose Konfrontation zu verfallen, hat Taipeh den pragmatischen Weg gewählt – und wird dafür nun mit einem vorteilhaften Abkommen belohnt. Eine Lektion, die auch in Brüssel und Berlin aufmerksam studiert werden sollte, wo man sich nach wie vor schwertut, mit der neuen handelspolitischen Realität unter Trump umzugehen.
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