
Handelskrieg eskaliert: Washington droht EU mit Vergeltung wegen Digitalsteuer
Die amerikanischen Aktienmärkte verzeichnen weitere Verluste, nachdem die Trump-Administration der Europäischen Union mit massiven Gegenmaßnahmen gedroht hat. Der Grund: Die EU wagt es, amerikanische Technologiegiganten zu besteuern. Was für ein Affront gegen die selbsternannte Supermacht!
Prominente europäische Unternehmen im Fadenkreuz
Das Weiße Haus hat konkret mehrere namhafte europäische Konzerne als potenzielle Ziele für neue Beschränkungen oder Gebühren identifiziert. Darunter befinden sich Schwergewichte wie Accenture, Siemens, Spotify, die DHL Group, SAP, Amadeus IT Group, Capgemini, Publicis Groupe und sogar das aufstrebende KI-Unternehmen Mistral AI.
Das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) formulierte die Drohung in unmissverständlicher Deutlichkeit: Sollte die EU und ihre Mitgliedsstaaten darauf bestehen, die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Dienstleister durch diskriminierende Maßnahmen einzuschränken, werde den Vereinigten Staaten keine andere Wahl bleiben, als sämtliche verfügbaren Instrumente einzusetzen, um diese "unvernünftigen Maßnahmen" zu kontern.
Der eigentliche Streitpunkt: Digitale Souveränität versus amerikanische Dominanz
Im Kern geht es um die Regulierung des digitalen Handels. Die Europäische Union versucht seit Jahren, amerikanische Tech-Riesen wie Google, Meta und Amazon angemessen zu besteuern und zu regulieren. Kritiker der EU-Digitalsteuerpläne behaupten, diese würden technologische Innovation bremsen und seien ein unfairer Versuch, Einnahmen zu generieren.
Doch man darf durchaus fragen: Ist es wirklich so verwerflich, wenn souveräne Staaten Unternehmen besteuern wollen, die auf ihrem Territorium Milliardenumsätze erzielen? Die amerikanische Argumentation wirkt hier reichlich scheinheilig.
Trumps verbale Entgleisungen verschärfen die Lage
Die aktuelle Drohung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst vergangene Woche bezeichnete Präsident Trump die EU in einem Interview mit Politico als "verfallende" Staatengruppe mit "schwachen" Führern. Solche diplomatischen Tiefschläge dürften die ohnehin angespannten Beziehungen kaum verbessern – insbesondere während die Friedensgespräche zur Beendigung des Ukraine-Krieges ins Stocken geraten sind.
"Die EU hat jahrelang einen Kurs diskriminierender und schikanöser Klagen, Steuern, Bußgelder und Richtlinien gegen US-Dienstleister verfolgt."
So die offizielle Stellungnahme des USTR. Dabei verschweigt Washington geflissentlich, dass diese amerikanischen Konzerne jahrelang europäische Märkte ausgebeutet haben, ohne angemessene Steuern zu entrichten.
Warnung an weitere Staaten
Besonders bemerkenswert ist die Drohung des USTR, dass das Risiko sich auch auf "andere Länder erstreckt, die eine EU-ähnliche Strategie in diesem Bereich verfolgen". Dies ist eine kaum verhüllte Warnung an Australien, das Vereinigte Königreich und andere Nationen, die ähnliche Maßnahmen erwägen.
Trump hat bereits erhebliche Zölle auf Importe verhängt – darunter 15 Prozent auf viele EU-Waren. Die Eskalation des Handelskonflikts könnte weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft haben und die ohnehin fragile Weltkonjunktur zusätzlich belasten.
Edelmetalle als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
In Zeiten solcher geopolitischen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässliche Wertspeicher. Während Aktienmärkte auf politische Drohungen mit Verlusten reagieren, bieten Edelmetalle eine bewährte Absicherung gegen die Unwägbarkeiten internationaler Handelskonflikte.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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