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06.05.2026
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Heimatverein in Ratingen wirft AfD-Mitglied raus: Wenn Brauchtumspflege zur politischen Gesinnungsprüfung verkommt

Heimatverein in Ratingen wirft AfD-Mitglied raus: Wenn Brauchtumspflege zur politischen Gesinnungsprüfung verkommt

Der Fall wirft ein grelles Schlaglicht auf den Zustand der bürgerlichen Vereinskultur in Deutschland: Die Ratinger Jonges, ein traditionsreicher Heimat- und Brauchtumsverein mit über 800 Mitgliedern, haben den AfD-Stadtrat Bernd Ulrich aus ihren Reihen ausgeschlossen. Der Grund? Allein seine Parteizugehörigkeit. Ulrich war weder Funktionär, noch politisch aktiv im Verein – ein einfaches Mitglied, das offenbar schon durch seine bloße Existenz die Gemüter erregte.

Ein Verein, der „unpolitisch" sein will – aber Politik macht

Auf der eigenen Website präsentieren sich die Ratinger Jonges als ausdrücklich überparteilich, der Pflege lokaler Geschichte, Kultur und Gemeinschaft verpflichtet. Doch dieser hehre Anspruch ist mit dem Ausschluss Ulrichs zur Makulatur geworden. Denn was bleibt von der Überparteilichkeit, wenn sie an der Mitgliedschaft in einer demokratisch gewählten Oppositionspartei endet?

Vereinsvorsitzender Edgar Dullni räumte gegenüber der Mitgliedschaft offen ein, niemanden allein wegen seiner Parteizugehörigkeit ausschließen zu wollen – das widerspreche seinem demokratischen Verständnis. Dennoch habe man sich „einvernehmlich" zu diesem Schritt entschlossen, um „weiteren Schaden abzuwenden". Eine Formulierung, die vor Ironie nur so trieft: Den eigentlichen Schaden richtete der Verein durch den Ausschluss selbst an.

„Es war eine regelrechte Kampagne"

Ulrich, 76 Jahre alt, schildert die Vorgänge als orchestrierte Hetzjagd. Die Lokalpresse habe sich auf ihn gestürzt, andere Parteien im Stadtrat hätten in einer privaten Angelegenheit gegen ihn agitiert. Lediglich CDU und FDP hätten sich aus dieser unwürdigen Demontage herausgehalten. Besonders bemerkenswert: Der Leiter einer Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte habe nach fast zwei Jahrzehnten Mitgliedschaft den Verein verlassen und auf Facebook eine grundsätzliche Frage aufgeworfen – ob man die „Unterwanderung der gutbürgerlichen Vereinskultur" durch AfD-Mitglieder zulassen dürfe. Bis hin zum Breitensport, zum Brauchtum, ja sogar zur Eckkneipe solle die politische Hygienekontrolle reichen.

Wenn die Eckkneipe zur Gesinnungszone wird

Genau hier liegt der eigentliche Skandal: Ein zivilgesellschaftlicher Klimasturz, der traditionelle Räume des Miteinanders – Sportvereine, Stammtische, Heimatvereine – zu Schauplätzen ideologischer Säuberungen macht. Ein anonym zitiertes Vereinsmitglied bringt es auf den Punkt: Ein Großteil der Mitglieder hätte von Ulrichs Mitgliedschaft niemals erfahren, da er weder Vorstandsarbeit machte noch parteipolitisch in Erscheinung trat. Der Vorgang sei „überzogen und grotesk" aufgeblasen worden.

Doch die Jonges gehen noch weiter. Ein geplanter Unvereinbarkeitsbeschluss soll in Zukunft alle AfD-Mitglieder pauschal vom Vereinsleben ausschließen. Eine Brandmauer, die nicht mehr nur das Parlament, sondern den letzten Winkel der zivilen Gesellschaft durchziehen soll.

Eine Familie zerrissen, ein Freundeskreis verloren

Ulrich berichtet von erschütternden persönlichen Folgen: Der Bruch gehe mitten durch Familie und Freundeskreis, die meisten Freunde habe man verloren. In einem früheren Sportverein habe der Chef angeordnet, keine Fotos zu veröffentlichen, auf denen er zu sehen sei. Die Mechanik dahinter beschreibt Ulrich präzise: Wer Zuwanderung skeptisch sehe, gelte als fremdenfeindlich, dann als Nazi, und schließlich als jemand, der Konzentrationslager wieder öffnen wolle. Die Nazi-Keule würge jede inhaltliche Debatte ab.

Was bleibt vom Heimatverein, der keine Heimat mehr bietet?

Ein Heimatverein, der Mitglieder nicht mehr nach ihrem Beitrag zur Gemeinschaft beurteilt, sondern nach ihrem Wahlzettel, hat seine Existenzgrundlage verloren. Wenn Brauchtumspflege zur politischen Gesinnungsprüfung verkommt und die Eckkneipe zum letzten Bollwerk gegen Andersdenkende erklärt wird, dann ist es nicht die AfD, die die bürgerliche Vereinskultur zerstört – es sind diejenigen, die im vermeintlichen Kampf gegen rechts genau jene Spaltung der Gesellschaft betreiben, die sie anderen vorwerfen. Ein Land, in dem der Stadtrat einer demokratisch gewählten Partei nicht mehr im Heimatverein willkommen ist, hat ein Problem – und zwar nicht mit der AfD, sondern mit sich selbst.

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