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Kettner Edelmetalle
25.03.2026
20:37 Uhr

Indiens Öl-Deal mit Moskau: 60 Millionen Barrel russisches Rohöl und der schleichende Tod des Petrodollars

Indiens Öl-Deal mit Moskau: 60 Millionen Barrel russisches Rohöl und der schleichende Tod des Petrodollars

Während westliche Regierungen gebetsmühlenartig die Isolation Russlands beschwören, spricht die Realität eine gänzlich andere Sprache. Indien hat rund 60 Millionen Barrel russisches Rohöl für Lieferungen im kommenden Monat geordert – ein Volumen, das sich gegenüber Februar mehr als verdoppelt hat. Bei Preisen von 5 bis 15 Dollar über dem Brent-Benchmark entspricht dies einem monatlichen Wert von über 6,5 Milliarden Dollar. Wladimir Putin dürfte sich die Hände reiben.

Geopolitische Zwänge treiben Indien in Moskaus Arme

Der Hintergrund dieser massiven Einkaufswelle ist brisant: Die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den eskalierenden Nahostkonflikt hat Indiens Ölversorgung empfindlich getroffen. Das südasiatische Land ist in hohem Maße von Ölimporten abhängig und hatte sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine 2022 zunächst als Großabnehmer vergünstigten russischen Rohöls etabliert. Unter massivem Druck Washingtons drosselte Neu-Delhi die Käufe jedoch ab Ende vergangenen Jahres drastisch und wandte sich stattdessen saudischem und irakischem Öl zu – Lieferungen, die nun im Persischen Golf feststecken.

Eine US-amerikanische Ausnahmegenehmigung ermöglichte es Indien schließlich, russisches Öl zu beziehen, das bereits vor dem 5. März auf Schiffe verladen worden war. Diese Regelung wurde anschließend auf weitere Länder ausgeweitet und auf Ladungen aktualisiert, die sich vor dem 12. März bereits auf See befanden. Indische Regierungsvertreter gehen davon aus, dass Washington die Ausnahmeregelung verlängern werde, solange die Störungen in der Straße von Hormus andauerten. Raffinerien wie Mangalore Refinery & Petrochemicals und Hindustan Mittal Energy, die seit Dezember russisches Öl gemieden hatten, seien bereits auf den Markt zurückgekehrt.

Der Dollar verliert seine Vormachtstellung im Ölhandel

Doch die eigentliche Sprengkraft dieser Entwicklung liegt nicht allein in den schieren Mengen. Indische Raffinerien wickeln ihre russischen Ölkäufe zunehmend in alternativen Währungen ab. Das Verfahren funktioniert dabei über ein bemerkenswertes Konstrukt: Indische Rupien werden auf spezielle Auslandskonten russischer Verkäufer eingezahlt und anschließend in den Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate oder den chinesischen Yuan konvertiert. Abgewickelt werden diese Transaktionen über indische Banken mit begrenzter Auslandspräsenz.

Neben Dirham und Yuan würden auch der Singapur-Dollar und der Hongkong-Dollar in Betracht gezogen, wobei die Umsetzung von der Risikobereitschaft der jeweiligen Banken abhänge. Russische Ölfirmen drängen ihrerseits auf dauerhaftere Vereinbarungen und fordern Zahlungen in alternativen Währungen, um sich gegen die Unwägbarkeiten der US-Politik abzusichern – die aktuelle Ausnahmegenehmigung läuft bereits am 11. April aus.

Deutsche Bank warnt vor Yuan als neuer Leitwährung im Ölhandel

Die Deutsche Bank brachte es in einer aktuellen Analyse auf den Punkt: Der Konflikt stelle die Rolle des Petrodollars als Leitwährung im globalen Ölhandel auf die Probe. Eine langfristige Konsequenz könnte eine Verschiebung hin zum chinesischen Yuan sein. Was jahrzehntelang als unerschütterliches Fundament der amerikanischen Wirtschaftshegemonie galt, bröckelt nun unter dem Gewicht geopolitischer Realitäten.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, was hier geschieht: Die von Washington orchestrierte Sanktionspolitik treibt die zweitbevölkerungsreichste Nation der Erde geradewegs in die Arme Moskaus und Pekings. Statt Russland zu isolieren, beschleunigt der Westen die Entstehung paralleler Handelsstrukturen, die den Dollar langfristig marginalisieren könnten. Für den Kreml ist das Ergebnis jedenfalls eindeutig: Russland erzielt derzeit die höchsten Einnahmen aus Rohölexporten seit März 2022 – jenem Monat, in dem russische Truppen in die Ukraine einmarschierten.

Indien diversifiziert – auch Venezuela profitiert

Parallel zu den verstärkten russischen Lieferungen sucht Indien auch andernorts nach Alternativen. Die Käufe venezolanischen Rohöls für April-Lieferungen werden laut dem Datenintelligenz-Unternehmen Kpler auf 8 Millionen Barrel geschätzt – der höchste Wert seit Oktober 2020. Die Ironie könnte kaum größer sein: Ausgerechnet zwei Staaten, die Washington mit Sanktionen belegt hat, füllen nun die Lücke, die der Nahostkonflikt gerissen hat.

Für Anleger, die angesichts dieser tektonischen Verschiebungen im globalen Währungsgefüge nach Sicherheit suchen, dürften physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker erscheinen. Gold und Silber kennen keine Sanktionen, keine Blockaden und keine geopolitischen Launen – sie sind seit Jahrtausenden der ultimative Wertspeicher, gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in Papierwährungen schwindet.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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