
Industrieflucht nach Osten: MAN streicht Hunderte Jobs und verlagert Zukunftstechnologien nach Osteuropa

Die deutsche Industrie blutet weiter aus. Der Nutzfahrzeughersteller MAN kündigt den Abbau von 600 Arbeitsplätzen am Standort Salzgitter an und verlagert gleichzeitig strategisch wichtige Zukunftsinvestitionen nach Osteuropa. Was als Modernisierungsprogramm verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als weiterer Sargnagel für den Industriestandort Deutschland.
Das Programm „MAN2030+" – Sparen auf Kosten deutscher Arbeitnehmer
Unter dem wohlklingenden Namen „MAN2030+" plant der Konzern, bis 2028 rund 900 Millionen Euro einzusparen. Die Unternehmensführung beteuert zwar, dass ein Großteil dieser Einsparungen durch Senkung von Material- und Sachgemeinkosten erreicht werden soll. Doch die bittere Realität sieht anders aus: In den kommenden zehn Jahren sollen in Deutschland insgesamt 2.300 Stellen wegfallen. Man beruft sich dabei auf die „natürliche Fluktuation" und die demografische Entwicklung – eine Formulierung, die verschleiern soll, dass hier systematisch Arbeitsplätze abgebaut werden.
Besonders pikant: Während deutsche Standorte schrumpfen, entstehen die wirklich zukunftsträchtigen Investitionen anderswo. Eine neue Batteriefabrik für Elektro-Lkw und -Busse? Wird in Osteuropa gebaut. Die Plattform für die nächste Fahrzeuggeneration auf Basis des TRATON Modular Systems? Ebenfalls perspektivisch für den Osten geplant.
Bayern bevorzugt, Niedersachsen abgehängt
Zwar verspricht MAN, bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro in deutsche Standorte zu investieren. Doch der Schwerpunkt dieser Investitionen soll in Bayern liegen – ein schwacher Trost für die Beschäftigten in Salzgitter, die nun um ihre Zukunft bangen müssen. Die Zusage, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, klingt zunächst beruhigend. Doch was bedeutet es für eine Region, wenn über Jahre hinweg keine neuen Stellen geschaffen werden und die Belegschaft durch Fluktuation kontinuierlich schrumpft?
Beschäftigungssicherung mit Verfallsdatum
Die Beschäftigungszusagen reichen bis Ende 2035, unter bestimmten Bedingungen sogar bis 2040. Doch diese Garantien sind an strikte Ergebnis- und Absatzziele geknüpft. Werden diese verfehlt, könnte die vermeintliche Sicherheit schnell zur Makulatur werden. Tarifliche Einschnitte schließt der Konzern zwar aus – doch angesichts der massiven Verlagerungstendenzen erscheint dies wie ein Trostpflaster auf einer klaffenden Wunde.
Ein Symptom des deutschen Niedergangs
Der Fall MAN reiht sich nahtlos ein in eine besorgniserregende Serie von Abwanderungen und Stellenstreichungen. Schaeffler schließt Werke und verlagert nach Osteuropa, Mercedes reduziert Kapazitäten, und immer mehr Unternehmen kehren dem Standort Deutschland den Rücken. Die Gründe sind bekannt: explodierende Energiekosten, erdrückende Bürokratie, eine ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik und ein Steuersystem, das Unternehmen regelrecht in die Flucht treibt.
Während die Politik sich mit Gendersternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt, wandern die Arbeitsplätze ab. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar Besserung versprochen, doch die strukturellen Probleme sind so tief verwurzelt, dass schnelle Lösungen kaum in Sicht sind. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur mag gut gemeint sein – doch es wird die Grundprobleme nicht lösen, sondern lediglich die Schuldenlast für kommende Generationen erhöhen.
Die Verlagerung von Zukunftstechnologien nach Osteuropa ist kein Zufall, sondern das logische Ergebnis einer Politik, die den Industriestandort Deutschland systematisch unattraktiv gemacht hat.
Für die 600 Beschäftigten in Salzgitter, deren Arbeitsplätze nun auf der Kippe stehen, sind dies keine abstrakten Zahlen. Es sind Existenzen, Familien, Lebensplanungen, die hier auf dem Spiel stehen. Und sie sind nur die Spitze eines Eisbergs, der die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren noch schwer belasten wird.
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