
Inferno über Beirut: Israel entfesselt größte Angriffswelle seit Kriegsbeginn – Waffenruhe nur noch Makulatur
Was sich in diesen Stunden im Libanon abspielt, lässt jeden Hoffnungsschimmer auf Frieden im Nahen Osten verblassen. Nur wenige Stunden nachdem zwischen den USA und dem Iran eine Waffenruhe in Kraft getreten war, hat Israel die bislang massivste Angriffswelle gegen die Hisbollah seit Beginn der Kampfhandlungen gestartet. Mehr als 50 Kampfjets hätten innerhalb von nur zehn Minuten rund 100 Ziele bombardiert – Kommandozentralen, Raketenstellungen, Infrastruktur der proiranischen Miliz. Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem der „schwersten Schläge" gegen die Hisbollah seit Jahren.
Beirut in Trümmern – Hunderte Tote
Die Hauptstadt Beirut, die ohnehin seit Wochen unter dem Druck der Auseinandersetzungen leidet, wurde erneut schwer getroffen. Augenzeugen berichteten von Explosionen in dicht besiedelten Wohngebieten, einstürzenden Gebäuden und chaotischen Szenen auf den Straßen. Auch die Bekaa-Ebene und der Süden des Landes seien massiv bombardiert worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mindestens 203 Tote und über 1.000 Verletzte. Rettungskräfte kämpften sich durch Trümmer und brennende Straßenzüge, um Überlebende zu bergen.
Unter den Getöteten befinde sich auch Ali Yusuf Harshi, ein Neffe des Hisbollah-Chefs Naim Qassem. Harshi habe eine zentrale Rolle bei der Organisation und Absicherung von Qassems Büro gespielt – ein gezielter Schlag also gegen die Führungsstruktur der Miliz. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam rief einen nationalen Trauertag aus und sprach von Angriffen auf „unschuldige, wehrlose Zivilisten". Hunderttausende Menschen befinden sich bereits seit Wochen auf der Flucht.
Waffenruhe? Kommt darauf an, wen man fragt
Das eigentlich Erschütternde an dieser Eskalation ist der diplomatische Kontext, in dem sie stattfindet. Vermittler aus Pakistan hatten erklärt, die Vereinbarung zwischen Washington und Teheran gelte auch für den Libanon. Der Iran schloss sich dieser Interpretation an. Doch die israelische Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu wies dies kategorisch zurück. Der Kampf gegen die Hisbollah werde unabhängig von jeder Vereinbarung mit dem Iran fortgesetzt.
Bemerkenswert ist die Haltung Washingtons. US-Vizepräsident JD Vance, der ab Freitag die direkten Gespräche mit dem Iran in Islamabad leiten soll, stellte klar, die USA hätten nie zugesagt, den Libanon in die Feuerpause einzubeziehen. Sollte Teheran die Verhandlungen deshalb platzen lassen, sei das „letztlich ihre Entscheidung". Auch Präsident Donald Trump verteidigte die israelischen Angriffe und bezeichnete den Libanon-Konflikt als „separaten Konflikt". Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, dass diese Haltung den gesamten Verhandlungsprozess torpedieren könnte.
Teheran stellt Bedingungen – Hisbollah schlägt zurück
Für den Iran ist die Lage im Libanon zum Prüfstein geworden. Teheran signalisiere zwar grundsätzlich Gesprächsbereitschaft, mache weitere Verhandlungen aber davon abhängig, dass auch die Kämpfe im Libanon eingestellt würden. Ein Vertreter der Hisbollah erklärte, man habe sich bewusst nicht zur Waffenruhe bekannt, da Israel diese ebenfalls nicht einhalte. Ein Sprecher der Miliz warnte unmissverständlich: Eine Fortsetzung der Angriffe werde eine Reaktion nach sich ziehen.
Und diese Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Hisbollah feuerte wiederholt Raketen auf den Norden Israels ab. In mehreren Orten heulten die Sirenen, teils mehrmals innerhalb weniger Stunden. Zahlreiche Geschosse seien abgefangen worden, andere hätten in offenen Gebieten eingeschlagen. Israel meldete den Tod eines 20-jährigen Soldaten bei Gefechten im Süden des Libanon.
Internationale Kritik – doch wer hört noch zu?
Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft fielen erwartbar scharf aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte, die Waffenruhe müsse auf den Libanon ausgeweitet werden, um überhaupt glaubwürdig zu sein. Sein Außenminister Jean-Noël Barrot sprach von „inakzeptablen" Angriffen. Die britische Außenministerin Yvette Cooper zeigte sich „zutiefst besorgt", UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor einer weiteren Eskalation, die eine „ernste Gefahr" für jede diplomatische Lösung darstelle.
Auch die EU-Kommission übte scharfe Kritik. Ein Sprecher sprach von einer „sehr ernsten Eskalation" und mahnte die Einhaltung des humanitären Völkerrechts an. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, Israels Angriffspolitik belaste die Waffenruhe mit dem Iran „schwer". Israels Selbstverteidigungsrecht rechtfertige „keine derart massive Zerstörung".
Doch man darf sich fragen: Was nützen all diese mahnenden Worte, wenn ihnen keine Taten folgen? Die Erfahrung der vergangenen Jahre lehrt, dass internationale Kritik an Israel regelmäßig folgenlos verhallt. Was in Gaza begann, scheint sich nun im Libanon zu wiederholen – mit verheerenden Konsequenzen für die Zivilbevölkerung und für jede Aussicht auf eine diplomatische Lösung in der Region.
Europa muss endlich eigene Interessen formulieren
Für Deutschland und Europa stellt sich einmal mehr die Frage, welche Rolle man in diesem Konflikt spielen will – und kann. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat sich bislang auffallend zurückhaltend geäußert. Dabei wäre gerade jetzt ein klares Wort aus Berlin gefragt. Denn die Eskalation im Nahen Osten hat unmittelbare Auswirkungen auf Europa: steigende Energiepreise, neue Flüchtlingsströme, wachsende Unsicherheit. Wer glaubt, dieser Konflikt sei weit weg, der irrt gewaltig.
Die Lage im Nahen Osten zeigt einmal mehr, wie fragil die geopolitische Ordnung geworden ist. In Zeiten, in denen Waffenruhen das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben stehen, und diplomatische Vereinbarungen je nach Interessenlage unterschiedlich interpretiert werden, sollten Bürger ihre Vermögenssicherung ernst nehmen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in Krisenzeiten stets als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – unabhängig davon, welche Raketen gerade fliegen und welche Waffenruhen gerade brechen.
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