
Inflation zieht wieder an: Deutsche Verbraucher zahlen die Zeche einer verfehlten Politik
Was viele Bürger längst am eigenen Geldbeutel spüren, hat das Statistische Bundesamt nun schwarz auf weiß bestätigt: Die Inflationsrate in Deutschland ist im Januar 2026 auf 2,1 Prozent gestiegen. Nach einem kurzen Durchatmen im Dezember 2025, als die Teuerung bei 1,8 Prozent lag, dreht sich die Preisspirale wieder schneller. Destatis-Präsidentin Ruth Brand sprach von einer „verstärkten Teuerung der Verbraucherpreise zum Jahresanfang". Eine Formulierung, die in ihrer bürokratischen Nüchternheit kaum verbergen kann, was sie für Millionen deutscher Haushalte tatsächlich bedeutet.
Schokolade als Luxusgut: Nahrungsmittelpreise explodieren
Besonders dramatisch fällt der Blick auf die Lebensmittelpreise aus. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,1 Prozent – nach lediglich 0,8 Prozent im Dezember. Doch hinter diesem Durchschnittswert verbergen sich wahre Preisschocks. Schokolade kostet mittlerweile satte 21 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Rind- und Kalbfleisch schlägt mit einem Plus von 14,9 Prozent zu Buche, Eier wurden um 12,5 Prozent teurer. Zucker, Marmelade und Honig stiegen um 10,9 Prozent. Obst verteuerte sich um 6,1 Prozent.
Wer sich fragt, ob der wöchentliche Einkauf tatsächlich immer schmerzhafter wird – ja, das tut er. Und zwar nicht, weil die Verbraucher plötzlich verschwenderischer geworden wären, sondern weil eine Kombination aus verfehlter Energiepolitik, steigender CO₂-Bepreisung und regulatorischem Wahnsinn die Produktionskosten in die Höhe treibt. Immerhin: Butter wurde um 33 Prozent günstiger, Olivenöl um 13,5 Prozent und Kartoffeln um 10,1 Prozent. Kleine Lichtblicke in einem ansonsten düsteren Bild.
Dienstleistungen: Der stille Preistreiber
Noch beunruhigender als die Nahrungsmittelpreise ist die hartnäckige Teuerung im Dienstleistungssektor. Mit einem Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegen die Dienstleistungspreise deutlich über der Gesamtinflation – und das bereits seit Januar 2024 ununterbrochen. Soziale Einrichtungen verlangen 7,1 Prozent mehr, die kombinierte Personenbeförderung stieg um 6,2 Prozent. Letzteres ist nicht zuletzt der Preiserhöhung des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro geschuldet – jenes Tickets, das einst als sozialpolitische Errungenschaft gefeiert wurde und nun still und leise immer teurer wird.
Wartung und Reparatur von Fahrzeugen: plus 5,2 Prozent. Gesundheitsversicherungen: plus 4,4 Prozent. Gaststättendienstleistungen: plus 3,6 Prozent – und das wohlgemerkt trotz der Mehrwertsteuersenkung für Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent zu Jahresbeginn. Man fragt sich unwillkürlich: Wenn selbst massive Steuersenkungen die Preise nicht drücken können, was dann?
Die Kerninflation entlarvt das wahre Ausmaß
Besonders aufschlussreich ist ein Blick auf die sogenannte Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise. Diese lag im Januar 2026 bei 2,5 Prozent – deutlich über der Gesamtinflation. Diese Zahl offenbart, dass die Preissteigerungen tief in der Wirtschaftsstruktur verankert sind und keineswegs nur von schwankenden Rohstoffpreisen getrieben werden. Es handelt sich um eine strukturelle Inflation, die sich durch die gesamte Wertschöpfungskette frisst.
Energie: Entlastung mit Haken
Einzig bei den Energiepreisen können die Verbraucher etwas aufatmen. Insgesamt lagen diese 1,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Strom verbilligte sich um 3,2 Prozent, Gas um 2,5 Prozent. Die Gründe: reduzierte Übertragungsnetzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage. Doch selbst hier lauert der Pferdefuß. Die zu Jahresbeginn teilweise gestiegene CO₂-Bepreisung verteuerte fossile Brennstoffe, Kraftstoffpreise stiegen um 0,5 Prozent. Leichtes Heizöl blieb zwar deutlich günstiger als im Vorjahr (minus 10,2 Prozent), doch wer an der Zapfsäule steht, merkt davon nichts.
Es ist die typische Ambivalenz deutscher Energiepolitik: Mit der einen Hand wird gegeben, mit der anderen genommen. Die CO₂-Steuer, einst als Lenkungsinstrument für den Klimaschutz eingeführt, erweist sich zunehmend als schleichende Zusatzbelastung für den ohnehin gebeutelten Mittelstand.
Kaffee, Kakao und die bittere Wahrheit
Ein Detail verdient besondere Aufmerksamkeit: Kaffee, Tee und Kakao verteuerten sich um atemberaubende 18,2 Prozent. Alkoholfreie Getränke insgesamt stiegen um 6,8 Prozent. Tabakwaren wurden 4,4 Prozent teurer. Der morgendliche Kaffee, einst selbstverständlicher Bestandteil des deutschen Alltags, wird zum Luxus. Dass ausgerechnet jene Genussmittel, die vielen Menschen ein Stück Normalität und Lebensqualität bedeuten, derart im Preis explodieren, hat eine symbolische Dimension, die über bloße Statistik hinausgeht.
Was bedeutet das für die Sparer?
Bei einer Inflationsrate von 2,1 Prozent – und einer Kerninflation von 2,5 Prozent – verliert jeder Euro auf dem Sparkonto real an Wert. Wer sein Vermögen auf dem Girokonto oder Sparbuch parkt, wird schleichend enteignet. Die Europäische Zentralbank mag ihre Zinspolitik als „datengetrieben" bezeichnen, doch für den deutschen Sparer bleibt die bittere Realität: Die reale Rendite klassischer Sparprodukte ist und bleibt negativ.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihre Kaufkraft bewahrt – unabhängig von Zentralbankentscheidungen, politischen Experimenten und inflationären Schüben. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich einen Anker in stürmischen Zeiten.
Die politische Dimension der Teuerung
Man kann diese Zahlen nicht losgelöst von der politischen Gesamtlage betrachten. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen auf den Weg gebracht, das über Schulden finanziert wird – trotz des Versprechens, keine neuen Schulden zu machen. Diese gigantische Geldflut wird die Inflation mittelfristig weiter anheizen. Generationen von Steuerzahlern werden die Zinslast dieser Politik schultern müssen. Und während die Regierung von „Investitionen in die Zukunft" spricht, fragt sich der Bürger an der Supermarktkasse, ob er sich diese Zukunft überhaupt noch leisten kann.
Die Inflationszahlen des Januar 2026 sind mehr als eine statistische Momentaufnahme. Sie sind ein Symptom einer Wirtschaftspolitik, die den Wohlstand der breiten Bevölkerung systematisch untergräbt – durch steigende Abgaben, ausufernde Bürokratie und eine Energiepolitik, die ideologischen Zielen Vorrang vor ökonomischer Vernunft einräumt. Der deutsche Michel zahlt. Wie immer.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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