
Israels Präsident rechtfertigt Bombardierung iranischer Ölanlagen – und der Westen schweigt
Während in Teheran die Flammen über den zerstörten Öldepots lodern und die Weltgesundheitsorganisation vor einer Kontamination von Wasser, Luft und Lebensmitteln warnt, geht Israels Staatspräsident Izchak Herzog in die Offensive. Nicht etwa diplomatisch – nein, rhetorisch. Die Angriffe auf iranische Ölinfrastruktur seien gerechtfertigt, ja geradezu notwendig gewesen, erklärte er in einem Interview. Man habe dem iranischen Regime schlicht den Treibstoff seiner Kriegsmaschinerie entzogen.
Öl als Waffe – eine bequeme Argumentation
Herzogs Begründung klingt zunächst einleuchtend: Das bombardierte Öl sei militärisch gelagertes Gut gewesen, mit dem Teheran seine „Terror-Operationen" finanziere. Es werde der Kriegsmaschinerie entzogen, weil der Iran es zum „Schmieren" eben jener Maschinerie verwende. Eine Formulierung, die man durchaus als zynisch bezeichnen darf, wenn man bedenkt, dass die ökologischen Langzeitfolgen der brennenden Öldepots die iranische Zivilbevölkerung noch über Jahrzehnte belasten könnten.
Doch der israelische Präsident gibt sich unbeeindruckt. Hätte man länger gewartet, so Herzog, wäre man an einen Punkt gelangt, an dem die Situation möglicherweise „irreversibel" geworden wäre. Was genau damit gemeint ist, bleibt im Nebulösen – eine Taktik, die in Kriegszeiten freilich nicht ungewöhnlich ist.
Das „letzte Kapitel" eines endlosen Konflikts?
Bemerkenswert ist Herzogs Versuch, den gesamten Nahostkonflikt als einen einzigen, zusammenhängenden Krieg darzustellen, der am 7. Oktober 2023 begonnen habe. Man erreiche nun möglicherweise das „letzte Kapitel", so der Präsident. Eine kühne Behauptung angesichts der Tatsache, dass der israelisch-amerikanische Militäreinsatz im Iran erst vor anderthalb Wochen begann und bereits Kosten von 3,2 Milliarden US-Dollar in nur 100 Stunden verursacht haben soll. Wer die Geschichte des Nahen Ostens kennt, weiß: „Letzte Kapitel" wurden dort schon häufiger ausgerufen – geschlossen wurde das Buch nie.
Der Einsatz gegen den Iran sei „eine Lektion für die Welt", erklärte Herzog weiter. Grausamkeit müsse man mit Stärke begegnen. Eine Aussage, der man grundsätzlich zustimmen kann. Die Frage ist nur, ob die Kollateralschäden – ökologisch, humanitär, wirtschaftlich – nicht einen Preis darstellen, den am Ende vor allem unbeteiligte Zivilisten zahlen.
Merz an Israels Seite – aber zu welchem Preis für Deutschland?
Herzog lobte Bundeskanzler Friedrich Merz ausdrücklich für dessen „sehr starke und klare Worte an der Seite Israels". Merz stehe auch an der Seite Amerikas und der gesamten Koalition, die im Nahen Osten gegen den Iran kämpfe. Das mag diplomatisch geschickt sein, doch die deutschen Bürger spüren die Konsequenzen dieser Positionierung bereits am eigenen Geldbeutel. Die Spritpreise in Deutschland explodieren, der Ölpreis ist massiv unter Druck, und die Inflationsängste nehmen weiter zu.
Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt die eigenständige deutsche Außenpolitik? Wo bleibt der Mut, auch unbequeme Fragen zu stellen, statt reflexartig in den Chor der Unterstützer einzustimmen? Deutschland hat historisch bedingt eine besondere Verantwortung gegenüber Israel – das steht außer Frage. Doch diese Verantwortung entbindet eine Bundesregierung nicht davon, die Interessen der eigenen Bevölkerung im Blick zu behalten.
Ölpreis im Sturzflug, Spritpreise im Höhenflug
Während der Ölpreis auf den internationalen Märkten deutlich nachgab, zeigt sich an den deutschen Tankstellen ein paradoxes Bild: Die Preise steigen. Die Ölkonzerne geben Preiserhöhungen bekanntlich sofort weiter, Preissenkungen hingegen mit der Geschwindigkeit einer Schnecke im Winterschlaf. Die IEA hat bereits eine Sondersitzung einberufen, um über eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven zu beraten. Donald Trump warnt den Iran derweil vor einer Verminung der Straße von Hormus – jener Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt.
Für den deutschen Bürger bedeutet all dies vor allem eines: steigende Lebenshaltungskosten. Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage wird durch die geopolitischen Verwerfungen weiter verschärft. Und während Berlin 500 Milliarden Euro an Sondervermögen für Infrastruktur plant – finanziert auf Pump, versteht sich –, fehlt es an einer klaren Strategie, wie Deutschland seine Energieversorgung unabhängiger gestalten kann.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
In Zeiten eskalierender Konflikte, explodierender Energiepreise und wachsender Inflationssorgen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während Papierwerte und Aktienmärkte nervös auf jede neue Eskalationsmeldung reagieren, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als Krisenwährung. Wer sein Portfolio mit physischem Gold und Silber ergänzt, schafft sich einen Anker der Stabilität in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
„Wenn die iranische Bedrohung eliminiert sei, sei dies wie Sauerstoff für Israel. Wir können ermöglichen, dass das gesamte System in der Region plötzlich wieder atmen und sich weiterentwickeln kann."
Schöne Worte von Präsident Herzog. Doch bis dieser Sauerstoff auch bei den europäischen Verbrauchern ankommt, dürfte noch viel Öl verbrennen – im wahrsten Sinne des Wortes.

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