
JP-Morgan-Chef in Davos: Europa soll endlich aufrüsten – doch zu Trumps Politik schweigt er eisern
Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist einmal mehr zur Bühne für die Mächtigen dieser Welt geworden. Zwischen Champagner-Empfängen und Kamingesprächen der globalen Elite trat auch Jamie Dimon, der mächtige Chef der amerikanischen Großbank JP Morgan, ans Mikrofon. Seine Botschaft an Europa war unmissverständlich: Aufrüsten, und zwar schnell. Doch als es um die heikle Frage ging, ob Donald Trumps Außenpolitik tatsächlich erfolgreich sei, verstummte der sonst so redselige Banker plötzlich.
Amerikanischer Druck auf Europa – für Dimon völlig legitim
Der Bankenchef machte keinen Hehl daraus, dass er den amerikanischen Druck auf die europäischen Verbündeten für gerechtfertigt hält. Die USA hätten recht, Europa zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeiten zu drängen, so Dimon. Eine Aussage, die in den Ohren vieler europäischer Politiker wie ein Peitschenhieb klingen dürfte. Jahrzehntelang hat sich der alte Kontinent unter dem Schutzschirm der NATO gemütlich eingerichtet, während die Amerikaner die Hauptlast der westlichen Verteidigung trugen.
Dass ausgerechnet ein Wall-Street-Titan diese Forderung erhebt, ist bezeichnend. Die amerikanische Wirtschaftselite hat längst erkannt, was viele europäische Politiker noch immer nicht wahrhaben wollen: Ein schwaches Europa ist auch für die USA ein Problem. Nicht aus altruistischen Gründen, versteht sich, sondern aus knallhartem Eigeninteresse. Ein starkes Europa, das seine eigene Sicherheit gewährleisten kann, entlastet Washington und ermöglicht es den Vereinigten Staaten, ihre Ressourcen anderweitig einzusetzen – etwa im Pazifik, wo China zunehmend die amerikanische Vormachtstellung herausfordert.
Die peinliche Stille zur Trump-Frage
Umso bemerkenswerter war Dimons demonstratives Schweigen, als es um die Bewertung von Donald Trumps Außenpolitik ging. Der Banker, der sonst nicht um markige Worte verlegen ist, wich der Frage geschickt aus. Stattdessen nutzte er die Gelegenheit, um gegen die versammelte Davoser Elite zu sticheln – ein rhetorischer Kunstgriff, der von seiner Verweigerung ablenken sollte.
Diese Zurückhaltung ist durchaus aufschlussreich. Dimon, der als einer der einflussreichsten Banker der Welt gilt, weiß genau, dass jede Äußerung zu Trump politisch aufgeladen ist. In einer Zeit, in der der amerikanische Präsident mit seinen massiven Zollerhöhungen – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren – die Weltwirtschaft durcheinanderwirbelt, ist diplomatisches Schweigen offenbar die sicherste Option für einen Mann, dessen Geschäfte von guten Beziehungen zur Politik abhängen.
Europas Versäumnisse rächen sich
Die Forderung nach einem stärkeren Europa kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren mahnen amerikanische Präsidenten – ob Obama, Trump oder Biden – die europäischen NATO-Partner, endlich ihre Zusagen einzuhalten und mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, hat diese Marke erst unter dem Druck des Ukraine-Krieges erreicht – und auch das nur mit buchhalterischen Tricks.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar ein gigantisches Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur angekündigt, doch ob davon genug in die Verteidigung fließt, bleibt abzuwarten. Die deutschen Streitkräfte sind nach Jahren der Vernachlässigung in einem desolaten Zustand – ein Umstand, der nicht nur in Washington, sondern auch in den östlichen NATO-Staaten mit wachsender Sorge beobachtet wird.
Die NATO im Spannungsfeld der Großmächte
Dimons geopolitischer Blick auf die NATO offenbart das Dilemma des westlichen Bündnisses. Während die Amerikaner zunehmend auf China als Hauptgegner fokussiert sind, steht Europa vor der unmittelbaren Bedrohung durch ein aggressives Russland. Der Ukraine-Krieg hat diese Realität schmerzhaft vor Augen geführt. Ein Europa, das seine eigene Verteidigung nicht organisieren kann, wird langfristig zum Spielball der Großmächte – ob es das wahrhaben will oder nicht.
Die Botschaft aus Davos ist eindeutig: Die Zeit der europäischen Bequemlichkeit ist vorbei. Wer nicht bereit ist, für seine eigene Sicherheit zu zahlen, wird sie früher oder später verlieren.
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