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Kettner Edelmetalle
06.05.2026
06:06 Uhr

Kahlschlag-Fantasien: Gamestop-Chef will Ebay zur Geisterstadt machen

Es klingt wie eine Drohung aus dem Silicon Valley der härteren Sorte: Ryan Cohen, der streitbare Chef des angeschlagenen Videospiele-Händlers Gamestop, hat in einem Podcast-Interview unverhohlen angekündigt, was er mit Ebay anstellen würde, sollte sein milliardenschweres Übernahmeangebot tatsächlich Erfolg haben. Seine Botschaft an die rund 12.300 Mitarbeiter der Online-Handelsplattform dürfte für schlaflose Nächte gesorgt haben.

„Ich könnte das vom Wohnzimmer aus betreiben“

In dem Gespräch mit dem Podcast „TBPN“ ließ Cohen keinen Zweifel daran, was er von der bestehenden Personalstruktur hält. Er könne dieses Geschäft auch von zu Hause aus führen, gab er zu Protokoll. Die Belegschaft von 11.500 Beschäftigten – tatsächlich sind es nach jüngsten Unternehmensangaben sogar 12.300, davon 7.200 in den USA – ergebe für ihn schlicht keinen Sinn. Je mehr Mitarbeiter ein Konzern habe, desto träger werde er. Kostensenkungen seien der einzige Hebel, um Ebay wieder auf Effizienz zu trimmen.

Eine Aussage, die in ihrer Schroffheit an die radikalen Schnitte erinnert, mit denen Elon Musk nach seiner Twitter-Übernahme Schlagzeilen gemacht hat. Damals wurden binnen weniger Monate rund drei Viertel der Belegschaft entlassen – ein Vorgehen, das in der Tech-Branche inzwischen offenbar Schule macht.

56 Milliarden Dollar – aber wie genau?

Am vergangenen Wochenende hatte Gamestop ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 56 Milliarden Dollar für Ebay vorgelegt. Die Hälfte solle laut Cohen in bar fließen, die andere Hälfte in Aktien. Doch genau hier beginnt das Rätselraten: Wie ein Unternehmen, dessen aktuelle Marktkapitalisierung nicht annähernd diese Summen erreicht, eine derartige Transaktion stemmen will, blieb auch nach dem Podcast-Auftritt nebulös.

Gamestop müsste eine schwindelerregende Menge neuer Aktien ausgeben, um auf den geforderten Wert von 28 Milliarden Dollar im Aktienteil zu kommen. Cohen selbst sprach von einer „Bündelung“ der Aktien beider Unternehmen – ein Begriff, der Finanzanalysten eher die Stirn runzeln lässt, als dass er konkrete Antworten liefert.

Erinnerung an den Meme-Stock-Hype

Wer Cohen kennt, weiß: Der Mann polarisiert. Gamestop selbst war 2021 zum Symbol des sogenannten Meme-Stock-Phänomens geworden, als Kleinanleger über Foren wie Reddit den Aktienkurs in absurde Höhen trieben und damit etablierten Hedgefonds Milliardenverluste bescherten. Cohen, einst Mitgründer des Online-Tierbedarfshändlers Chewy, gilt seither als Hoffnungsträger einer neuen Investorengeneration – und als Mann, der gerne große Sprüche klopft.

Ob aus der Ebay-Offerte tatsächlich mehr wird als ein medienwirksames Manöver, bleibt vorerst offen. Der Vorstand von Ebay hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorstoß geäußert. Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass das Management das Angebot als feindlich einstufen und sich entsprechend wehren wird.

Was bedeutet das für Beschäftigte und Verbraucher?

Sollte Cohens Plan tatsächlich aufgehen und ein Massenstellenabbau Realität werden, wäre das ein weiterer Beleg dafür, wie volatil und entmenschlicht die globale Plattformökonomie inzwischen funktioniert. Tausende Arbeitsplätze stehen plötzlich zur Disposition, weil ein Investor meint, alles allein vom Sofa aus regeln zu können. Es ist das Bild eines Kapitalismus, der seine Bodenhaftung längst verloren hat – und das Vertrauen vieler Menschen in funktionierende Märkte und langfristige Beschäftigungsperspektiven gleich mit.

Für deutsche Verbraucher und gewerbliche Ebay-Verkäufer wäre eine Übernahme samt Kahlschlag ohnehin ein Risikofaktor. Wer schon einmal versucht hat, bei einer dünn besetzten Plattform den Kundenservice zu erreichen, weiß, was Stellenabbau in der Praxis bedeutet.

Zwischen Spekulation und Substanz

Während an den Börsen über fragwürdige Megadeals spekuliert wird, lohnt der Blick auf das, was tatsächlich Bestand hat. Aktien, die heute mit Milliardenfantasien aufgeladen werden, können morgen ein Schatten ihrer selbst sein – Meme-Stocks haben das mehrfach eindrucksvoll bewiesen. Physisches Gold und Silber hingegen kennen keine Übernahmeschlachten, keine Vorstandsegos und keine fragwürdigen Aktienbündelungen. Sie sind seit Jahrtausenden bewährte Wertspeicher und gehören als solides Fundament in jedes breit gestreute Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Anlageentscheidungen sollte jeder Leser nach gründlicher eigener Recherche und gegebenenfalls in Rücksprache mit einem qualifizierten Berater treffen. Eine Haftung für etwaige Verluste, die aus Investitionsentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, ist ausgeschlossen.

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