
Kanzler Merz trennt sich von engem Vertrauten – Wirtschaftskompetenz als Vorwand?
Das neue Jahr beginnt im Bundeskanzleramt mit einem bemerkenswerten Personalwechsel: Friedrich Merz hat seinen langjährigen Büroleiter Jacob Schrot vor die Tür gesetzt. Vier Jahre lang begleitete Schrot den heutigen Kanzler durch Opposition, Wahlkampf und die ersten Monate der Regierungszeit. Nun ist Schluss – und die offizielle Begründung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
Fehlende Wirtschaftskompetenz als Kündigungsgrund?
Offiziell verlautbart das Kanzleramt von einer „erfolgreichen Zusammenarbeit", die nun zu Ende gehe. Doch hinter den Kulissen sieht die Realität offenbar anders aus. Wie aus Regierungskreisen durchsickerte, soll Merz mit der mangelnden Wirtschaftskompetenz in seinem engsten Umfeld unzufrieden gewesen sein. Schrot, ein ausgewiesener Experte für Außenpolitik, musste weichen – sein Nachfolger Philipp Birkenmaier bringt als ehemaliger Mitarbeiter des Bundeswirtschaftsministeriums und langjähriger Funktionär der Wirtschaftsunion genau jenes Profil mit, das dem Kanzler offenbar fehlte.
Die Ironie dieser Personalentscheidung könnte kaum größer sein. Ausgerechnet Merz, der sich jahrelang als Wirtschaftsexperte und Hoffnungsträger der deutschen Industrie inszenierte, muss nun seinen engsten Mitarbeiter austauschen, weil es an ökonomischem Sachverstand mangelt? Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt da die vielgepriesene Kompetenz des Kanzlers selbst?
Schöne Worte, harte Realität
In der offiziellen Stellungnahme überschlägt sich Merz geradezu mit Dankesbekundungen. Von „unermüdlichem Einsatz", „vertrauensvoller Zusammenarbeit" und „großer persönlicher Verbundenheit" ist die Rede. Doch diese warmen Worte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Schrot nicht etwa in eine andere Position innerhalb der Regierung wechselt, sondern sich künftig außerhalb des Regierungsapparats eine neue Beschäftigung suchen muss.
„Ich danke Jacob Schrot für seinen unermüdlichen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ich danke ihm ausdrücklich für seine Loyalität und die herausragende Unterstützung beim Start der neuen Regierung."
Loyalität und herausragende Unterstützung – und trotzdem fliegt der Mann komplett aus dem System? Das passt nicht zusammen. Entweder stimmt die offizielle Darstellung nicht, oder die Anforderungen im Kanzleramt haben sich derart verändert, dass selbst jahrelange Treue nichts mehr zählt.
Eine wirtschaftspolitische Bilanz des Scheiterns
Dabei wäre es an der Zeit, dass sich der Kanzler selbst kritisch hinterfragt. Die wirtschaftspolitische Bilanz der Regierung Merz gleicht einem Trümmerfeld. Das vollmundig angekündigte Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur hat die Schuldenbremse faktisch ausgehebelt – ohne dass bislang spürbare Verbesserungen für die deutsche Wirtschaft erkennbar wären. Die Staatsverschuldung steigt, die Inflation bleibt hoch, und die versprochenen Reformen lassen auf sich warten.
Der vielzitierte „Herbst der Reformen" im vergangenen Jahr entpuppte sich als leeres Versprechen. Die Reform des Bürgergelds – mittlerweile in „Grundsicherung" umbenannt – fiel derart minimal aus, dass sie kaum der Rede wert ist. Die Rentenreform wiederum wurde maßgeblich von den Sozialdemokraten gestaltet, während zahlreiche CDU-Politiker nur noch kopfschüttelnd danebenstanden.
Bauernopfer statt Selbstkritik
Der Rauswurf von Jacob Schrot wirkt vor diesem Hintergrund wie ein klassisches Bauernopfer. Anstatt die eigene Politik zu hinterfragen und echte Kurskorrekturen vorzunehmen, wird ein enger Vertrauter geopfert. Das Signal nach außen: Wir handeln, wir reagieren auf Kritik. Die Substanz dahinter? Fraglich.
Schrot war immerhin kein unbeschriebenes Blatt. Bei Auslandsreisen des Kanzlers saß er mit am Tisch – ob beim ukrainischen Präsidenten Selenskyj oder im Oval Office gegenüber von Donald Trump und JD Vance. Dass ein Mann mit solchen Kontakten und Erfahrungen nun komplett aus der Regierung entfernt wird, spricht Bände über die internen Verwerfungen im Kanzleramt.
Was kommt als Nächstes?
Die Frage, die sich viele Bürger stellen dürften: Wird der Personalwechsel tatsächlich etwas ändern? Oder handelt es sich lediglich um kosmetische Korrekturen, während die grundlegenden Probleme der deutschen Wirtschaftspolitik ungelöst bleiben? Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD hat bislang wenig geliefert, was das Vertrauen der Bevölkerung rechtfertigen würde.
Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen ist längst gebrochen. Er hatte Reformen angekündigt. Diese Reformen sind ausgeblieben oder wurden verwässert. Nun feuert er seinen Büroleiter wegen mangelnder Wirtschaftskompetenz – während die eigene wirtschaftspolitische Bilanz desaströs ausfällt. Man könnte fast meinen, der Kanzler suche überall nach Schuldigen, nur nicht bei sich selbst.
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