
Koalitions-Frust: Kein Regierungsbündnis überzeugt die Deutschen

Ein Jahr nach der vorgezogenen Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 offenbart eine aktuelle INSA-Umfrage ein verheerendes Zeugnis für die politische Landschaft Deutschlands: Keine einzige denkbare Koalition findet auch nur annähernd eine Mehrheit in der Bevölkerung. Das Ergebnis ist ein Armutszeugnis für ein politisches System, das sich zunehmend von den Bedürfnissen seiner Bürger entfernt hat.
Ein Viertel Zustimmung als Höchstwert – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache der Ernüchterung. Gerade einmal 24 Prozent der Befragten würden eine Koalition aus CDU/CSU und AfD bevorzugen – damit liegt dieses Bündnis an der Spitze der Beliebtheitsskala, was angesichts der niedrigen Zustimmungswerte fast schon zynisch klingt. Die derzeit regierende Große Koalition aus Union und SPD unter Bundeskanzler Friedrich Merz kommt auf magere 22 Prozent. Rot-Rot-Grün erreicht 20 Prozent. Kein einziges Modell schafft es über die 25-Prozent-Marke hinaus.
Was sagt das über den Zustand unserer Demokratie? Dass die Bürger schlichtweg das Vertrauen in die Fähigkeit der etablierten Parteien verloren haben, tragfähige und überzeugende Regierungsbündnisse zu schmieden. Die Menschen sind es leid, immer wieder dieselben Gesichter zu sehen, die immer wieder dieselben Fehler machen – nur in wechselnden Konstellationen.
Die Sonntagsfrage: Gleichauf an der Spitze, aber ohne Perspektive
Im INSA-Sonntagstrend liegen CDU/CSU und AfD mit jeweils 25 Prozent gleichauf. Die SPD folgt abgeschlagen mit 16 Prozent, während Grüne und Linke bei jeweils 11 Prozent verharren. Das BSW sackt auf 3 Prozent ab und verliert damit weiter an Relevanz. Die FDP dümpelt ebenfalls bei kläglichen 3 Prozent – ein Schatten ihrer selbst, der an die Bedeutungslosigkeit grenzt.
Rechnerisch bräuchte eine Koalition mehr als 44 Prozent für eine parlamentarische Mehrheit. Schwarz-Blau käme auf 50 Prozent – eine komfortable Mehrheit, die jedoch politisch als ausgeschlossen gilt. Warum eigentlich? Weil sich die Union weiterhin hinter einer selbst errichteten Brandmauer verschanzt, die dem Wählerwillen eines Viertels der Bevölkerung schlicht die kalte Schulter zeigt. Eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen würde zwar auf 52 Prozent kommen, doch wer glaubt ernsthaft, dass ein solches Dreierbündnis handlungsfähig wäre? Die aktuelle Schwarz-Rote Koalition erreicht gerade einmal 41 Prozent – und hätte damit nicht einmal eine eigene Mehrheit.
Zwei Drittel würden wieder so wählen – aber ist das ein gutes Zeichen?
Bemerkenswert ist, dass 66 Prozent der Befragten angaben, sie würden heute wieder genauso wählen wie vor einem Jahr. Unter den Unionsanhängern liegt dieser Wert sogar bei 80 Prozent. Auf den ersten Blick mag das nach Stabilität klingen. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein beunruhigendes Bild: Die Wähler sind nicht etwa zufrieden mit dem, was sie bekommen haben – sie sehen schlicht keine bessere Alternative. Es ist die Resignation einer Bevölkerung, die sich in einem politischen System gefangen fühlt, das ihre drängendsten Sorgen konsequent ignoriert.
Die wahren Probleme bleiben ungelöst
Während sich die Regierung Merz mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen brüstet, das kommende Generationen mit Schulden belastet, bleiben die eigentlichen Baustellen unangetastet. Die Rentensicherung? Vertagt. Die explodierende Bürokratie? Unangetastet. Die innere Sicherheit? Weiterhin ein Trauerspiel. Die unkontrollierte Migration und ihre Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Man redet darüber, handelt aber nicht.
Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde ein gigantisches Schuldenpaket geschnürt, das die Inflation weiter anheizen und die Kaufkraft der Bürger weiter schmälern dürfte. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 mag in grünen Salons für Begeisterung sorgen – der Handwerker, der seine Gasrechnung nicht mehr bezahlen kann, und der Mittelständler, der unter der Regulierungslast ächzt, werden davon kaum profitieren.
Ein System am Scheideweg
Die Umfrageergebnisse sind mehr als nur Zahlen auf einem Blatt Papier. Sie sind ein Seismograph für die tektonischen Verschiebungen in der deutschen Gesellschaft. Die Menschen spüren, dass etwas grundlegend schiefläuft. Sie spüren, dass die politische Klasse sich in einer Blase bewegt, die mit der Lebensrealität der Bürger kaum noch Berührungspunkte hat. Und sie spüren, dass die Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit – von der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit über die innere Sicherheit bis hin zur demografischen Zeitbombe – nicht von Koalitionen kommen werden, die sich primär mit sich selbst beschäftigen.
Deutschland braucht keine neuen Koalitionsarithmetik-Übungen. Deutschland braucht Politiker, die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen zu treffen. Politiker, die für Deutschland regieren und nicht gegen die Interessen seiner Bürger. Solange das nicht geschieht, werden Umfragen wie diese nur eines zeigen: eine Nation, die das Vertrauen in ihre politische Führung verloren hat.
In Zeiten solcher politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen immer mehr Bürger nach Möglichkeiten, ihr Vermögen unabhängig von staatlichen Entscheidungen zu sichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn das Vertrauen in politische Institutionen und Papierwährungen schwindet. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Vermögenssicherung leisten.
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