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Kettner Edelmetalle
07.04.2026
06:18 Uhr

Lauterbach entdeckt das Fleisch: Wenn die Realität die Ideologie einholt

Man muss sich diese Volte auf der Zunge zergehen lassen – im wahrsten Sinne des Wortes. Karl Lauterbach, der wohl bekannteste Vegetarier der deutschen Politik, der Mann, der jahrelang mit missionarischem Eifer gegen den Fleischkonsum der Deutschen zu Felde zog, empfiehlt nun ausgerechnet: Fleisch essen. Zumindest für einen Teil der Bevölkerung. Die Ironie der Geschichte könnte kaum größer sein.

Der Gesinnungswandel des ewigen Mahners

Der ehemalige Gesundheitsminister, der während seiner Amtszeit kaum eine Gelegenheit ausließ, den Bürgern ins Gewissen zu reden und ihnen das Schnitzel auf dem Teller madig zu machen, sieht sich nun mit einer unbequemen wissenschaftlichen Erkenntnis konfrontiert. Eine Studie der renommierten Karolinska-Universität bei Stockholm liefere „starke Hinweise" darauf, dass Menschen mit einer genetischen Vorbelastung für Demenz durch erhöhten Fleischkonsum ihr Erkrankungsrisiko um mehr als die Hälfte senken könnten. Das sei, so Lauterbach gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, „in technisch sehr überzeugender Weise" belegt.

„Das musste ich auch erst mal verdauen", gestand der SPD-Politiker mit einem Anflug von Selbstironie ein. Man dürfe Forschungsergebnisse nicht verschweigen, nur weil sie gegen eigene Überzeugungen liefen. Ein bemerkenswerter Satz. Hätte sich Lauterbach diese Maxime doch auch in anderen Bereichen seiner politischen Karriere zu Herzen genommen – etwa bei der Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen, wo kritische Stimmen jahrelang als „Schwurbler" diffamiert wurden.

Jahrelange Bevormundung – und jetzt die Kehrtwende?

Es ist symptomatisch für eine bestimmte Art der Politik, die in Deutschland leider Schule gemacht hat: Erst wird dem Bürger mit erhobenem Zeigefinger erklärt, was er zu essen, zu fahren und zu heizen hat. Dann stellt sich heraus, dass die Wirklichkeit komplizierter ist als die ideologische Schablone. Lauterbach steht exemplarisch für jene politische Klasse, die glaubt, besser zu wissen, was gut für die Menschen ist, als diese selbst.

Konkret geht es um das sogenannte „Alzheimer-Gen" ApoE43, das sich durch einen Gentest nachweisen lasse. Schätzungsweise 25 Prozent der Bevölkerung trügen dieses genetische Risiko in sich. Für diese Menschen könne der Verzehr von unverarbeitetem Fleisch – wohlgemerkt kein industriell verarbeitetes Produkt wie Salami oder Wurst – tatsächlich „segensreich wirken", wie es Lauterbach formulierte.

Die Einschränkungen kommen prompt

Natürlich wäre Lauterbach nicht Lauterbach, wenn er nicht sogleich wieder die Kontrolle über die Deutungshoheit beanspruchen würde. Man solle jetzt bitte nicht „massenhaft Fleisch vertilgen", warnte er pflichtschuldig. Das wäre „Wahnsinn". Denn schließlich betreffe die genetische Vorbelastung nur ein Viertel der Bevölkerung, und da könne man nicht hundert Prozent zum Fleischessen animieren.

Doch genau hier liegt das Problem. Jahrelang hat man den Deutschen pauschal eingeredet, Fleisch sei quasi Gift auf dem Teller – ein Risikofaktor für Krebs, Herzkrankheiten und praktisch jedes erdenkliche Leiden. Die grün-ideologisch aufgeladene Ernährungsdebatte kannte nur eine Richtung: weniger Fleisch, mehr Verzicht, mehr schlechtes Gewissen. Wer sich ein Steak gönnte, wurde in manchen Kreisen bereits schief angesehen, als hätte er persönlich den Regenwald abgeholzt.

Wissenschaft statt Ideologie – eine überfällige Erkenntnis

Was diese Episode einmal mehr zeigt: Ernährungswissenschaft ist komplex, individuell und lässt sich nicht in simple politische Narrative pressen. Der menschliche Körper ist keine ideologische Spielwiese. Was für den einen gesund ist, kann für den anderen schädlich sein – und umgekehrt. Diese Binsenweisheit scheint nun auch bei Lauterbach angekommen zu sein, wenngleich reichlich spät.

Bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt dieser Offenbarung. Als Gesundheitsminister hätte Lauterbach die Macht gehabt, eine differenziertere Ernährungspolitik zu gestalten. Stattdessen regierte der Pauschalismus. Jetzt, wo er nicht mehr im Amt ist, kommt die Nuancierung. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

„Man darf Forschungsergebnisse aber nicht verschweigen, nur weil sie gegen eigene Überzeugungen laufen."

Dieser Satz von Karl Lauterbach sollte in Bronze gegossen und über dem Eingang jedes Bundesministeriums angebracht werden. Denn er beschreibt exakt das, was in der deutschen Politik viel zu oft geschieht: Unbequeme Fakten werden ignoriert, relativiert oder totgeschwiegen, wenn sie nicht ins gewünschte Weltbild passen. Ob es um Migrationspolitik, Energiewende oder eben Ernährung geht – die Bereitschaft, eigene Positionen anhand neuer Erkenntnisse zu korrigieren, ist in der deutschen Politiklandschaft erschreckend unterentwickelt.

Ein Lehrstück für die politische Kultur

Letztlich ist diese Geschichte mehr als eine Fußnote in der Ernährungsdebatte. Sie ist ein Lehrstück darüber, wie gefährlich es ist, wenn Politik sich anmaßt, den Bürgern vorzuschreiben, was auf ihren Teller gehört. Der mündige Bürger braucht keine staatliche Erziehung beim Abendessen. Er braucht ehrliche, unideologische Informationen – und dann die Freiheit, selbst zu entscheiden. Dass ausgerechnet Karl Lauterbach diese Lektion nun unfreiwillig erteilt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

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