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12.02.2026
05:27 Uhr

Linke Schlagseite: KI-Chatbots zitieren bevorzugt linksliberale Medien – konservative Stimmen werden systematisch marginalisiert

Wer glaubte, Künstliche Intelligenz sei ein neutrales Werkzeug, das Informationen objektiv aufbereitet, dürfte spätestens jetzt eines Besseren belehrt werden. Eine aktuelle Analyse der Bernstein Analytics GmbH offenbart, was viele konservative Beobachter längst ahnten: Die großen KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini und Perplexity greifen systematisch auf linksliberale Medienquellen zurück – und zwar doppelt so häufig wie auf konservative Angebote.

Kein einziges konservatives Medium mehr in den Top Ten

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Für die Untersuchung wurden 750 Prompts zu 25 relevanten Themenfeldern aus Wirtschaft, Innen- und Außenpolitik, Kultur sowie Sport analysiert. Der Untersuchungszeitraum umfasste das vierte Quartal 2025. Insgesamt flossen 3.750 Antworten der fünf großen KI-Systeme – ChatGPT, Gemini, Perplexity, Grok und der KI-Modus von Google – in die Auswertung ein.

Das Ergebnis ist ernüchternd, wenngleich kaum überraschend: In den Top Ten der meistzitierten Medienquellen findet sich kein einziges konservatives Medium mehr. Welt.de, als letzter Vertreter des bürgerlich-konservativen Spektrums, rutschte um fünf Plätze ab und vegetiert nun auf Rang elf. Stattdessen dominieren Tagesschau.de, Spiegel.de, Zeit.de und Deutschlandfunk.de die Spitzenplätze. Auf den Rängen sieben bis neun tummeln sich die Frankfurter Rundschau, ZDFheute und – man höre und staune – die taz.

Die stille Meinungsmaschine

Man muss sich die Tragweite dieser Entwicklung vor Augen führen. Millionen Menschen weltweit nutzen täglich KI-Chatbots, um sich über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen zu informieren. Wenn diese Systeme ihre Antworten vorwiegend aus linksliberalen Quellen speisen, dann entsteht eine Art digitale Echokammer von bisher ungekanntem Ausmaß. Es ist, als würde man einen Bibliothekar einstellen, der seinen Besuchern ausschließlich Bücher aus einer bestimmten politischen Ecke empfiehlt – und die restlichen Regale mit einem Vorhang verhüllt.

Im Durchschnitt zitieren alle untersuchten KI-Angebote linke Medien mit einem Anteil von 22 bis 29 Prozent, während konservative Quellen lediglich auf 12 bis 16 Prozent kommen. Das ist kein marginaler Unterschied. Das ist eine systematische Verzerrung der Informationslandschaft.

Bereits 2024 wissenschaftlich belegt

Dass diese Schieflage kein Zufall ist, zeigte bereits eine neuseeländische Universitätsstudie aus dem August 2024. Schon damals stellten die Forscher fest, dass KI-Systeme vorwiegend links ausgerichtet seien. Die aktuelle Analyse bestätigt nun: Der Trend hat sich nicht etwa abgeschwächt – er hat sich verschärft. Mit Ausnahme von Elon Musks Grok griffen alle KI-Modelle im vierten Quartal 2025 häufiger auf als links eingeordnete Medien zurück als noch im Vorquartal.

Grok als einsamer Gegenpol

Interessanterweise sticht ausgerechnet Grok, das KI-Modell des umstrittenen Tech-Milliardärs Elon Musk, aus dem Einheitsbrei heraus. Es nutzt mit 40 Prozent am häufigsten Medien als Quellen – mehr als jedes andere System. Dass die EU bereits im Januar 2026 Bestrebungen zeigte, Grok abzuschalten, erscheint in diesem Licht weniger als Verbraucherschutz denn als politisch motivierter Eingriff. Wer nicht ins linksliberale Narrativ passt, wird eben reguliert. So einfach funktioniert das offenbar in Brüssel.

Bemerkenswert ist auch die Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien. Bei Grok machen sie mehr als ein Drittel der genutzten Medienquellen aus. Der deutsche Bürger finanziert also mit seinen Rundfunkbeiträgen nicht nur das lineare Programm von ARD und ZDF, sondern liefert gleichzeitig das Futter für KI-Systeme, die seine Weltsicht dann entsprechend einfärben. Eine perfide Doppelverwertung, wenn man so will.

Medien verlieren trotzdem – ein paradoxer Effekt

Die Ironie der Geschichte: Obwohl die linksliberalen Medien von den Chatbots bevorzugt werden, profitieren sie davon wirtschaftlich kaum. Die meisten Nutzer begnügen sich mit den KI-generierten Zusammenfassungen und klicken nicht mehr auf die weiterführenden Links. Der Branchendienst Horizont konstatiere, dass dies bei vielen redaktionellen Angeboten zu sinkenden Zugriffszahlen und damit zu geringeren Werbeeinnahmen führe.

Die Medien werden also ausgesaugt wie Zitronen – ihre Inhalte werden genutzt, ihre Reichweite aber nicht gesteigert. Viele Verlage sperren deshalb inzwischen ihre Webseiten für das Training und die Nutzung durch KI. Doch auch das funktioniere nicht immer zuverlässig, da die Anbieter ihre KI-Bots häufig veränderten.

Was bedeutet das für die Demokratie?

Die eigentliche Gefahr liegt tiefer. Wenn Künstliche Intelligenz zur primären Informationsquelle einer ganzen Generation wird – und dieser Trend ist unaufhaltsam –, dann bestimmt die Quellenauswahl der Algorithmen maßgeblich das politische Bewusstsein der Gesellschaft. Eine KI, die konservative Positionen systematisch unterrepräsentiert, formt langfristig eine Öffentlichkeit, in der diese Positionen als randständig wahrgenommen werden. Das ist keine Verschwörungstheorie. Das sind messbare Fakten.

Deutschland braucht dringend eine Debatte darüber, wie KI-Systeme reguliert werden sollten – nicht um bestimmte Meinungen zu unterdrücken, wie es die EU bei Grok versucht, sondern um echte Meinungsvielfalt sicherzustellen. Denn eine Demokratie, in der die wichtigsten Informationswerkzeuge des 21. Jahrhunderts eine politische Schlagseite haben, ist keine vollständige Demokratie mehr. Sie ist eine Simulation davon.

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