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01.02.2026
17:29 Uhr

Machtkampf in Washington: Republikaner stellt sich gegen Trumps Fed-Kandidaten

Die Nominierung des neuen Chefs der amerikanischen Notenbank Federal Reserve entwickelt sich zu einem handfesten Konflikt innerhalb der republikanischen Partei. Senator Thom Tillis aus North Carolina hat angekündigt, gegen jeden von Präsident Donald Trump nominierten Kandidaten für den Fed-Chefposten zu stimmen – ein bemerkenswerter Akt des Widerstands gegen die eigene Parteiführung, der die fragile Machtbalance im Senat auf die Probe stellt.

Kevin Warsh: Trumps Wunschkandidat in der Warteschleife

Der US-Präsident hatte Kevin Warsh, ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Federal Reserve, als seinen Favoriten für den prestigeträchtigen Posten nominiert. Warsh gilt als erfahrener Finanzexperte mit exzellenten Verbindungen in die Wall Street. Doch seine Bestätigung durch den Senat steht nun auf der Kippe, denn Tillis macht seine Zustimmung von einer Bedingung abhängig, die Trump kaum gefallen dürfte.

Der Senator fordert, dass die laufende Untersuchung des Justizministeriums gegen den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell zunächst „vollständig und transparent abgeschlossen" werden müsse. Diese Forderung trifft den Präsidenten an einem empfindlichen Punkt, denn das Ermittlungsverfahren gegen Powell wird von vielen Beobachtern als politisch motivierter Versuch gewertet, den unbequemen Notenbankchef unter Druck zu setzen.

Die Mathematik der Macht: Eine Stimme entscheidet

Was diese Rebellion so brisant macht, ist die hauchdünne Mehrheit der Republikaner im zuständigen Bankenausschuss des Senats. Mit 13 republikanischen gegen 11 demokratische Sitze reicht bereits ein einziger Abweichler aus, um eine Abstimmung im Plenum zu blockieren. Tillis hat sich damit in eine Schlüsselposition manövriert, die ihm erheblichen Einfluss verleiht.

Trump reagierte erwartungsgemäß ungehalten und bezeichnete den Senator kurzerhand als „Blockierer". Doch Tillis zeigt sich unbeeindruckt und betont die fundamentale Bedeutung der Notenbank-Unabhängigkeit. Auf der Plattform X erklärte er unmissverständlich: „Der Schutz der Unabhängigkeit der Federal Reserve vor politischer Einflussnahme oder rechtlicher Einschüchterung ist nicht verhandelbar."

Der Streit um die Renovierungskosten: Vorwand oder berechtigte Kritik?

Im Zentrum der Ermittlungen gegen Powell steht ein auf den ersten Blick eher profanes Thema: die Renovierung des Fed-Hauptgebäudes in Washington. Die Kosten für das Projekt sind von ursprünglich geplanten 1,9 Milliarden auf mittlerweile rund 2,5 Milliarden US-Dollar angestiegen. Powell soll vor dem Kongress im Sommer 2025 irreführende Aussagen über diese Kostenüberschreitungen gemacht haben.

Die Notenbank rechtfertigt die gestiegenen Ausgaben mit notwendigen Arbeiten wie der Asbestbeseitigung, der Entfernung von Bleiverunreinigungen und der Erneuerung veralteter Lüftungssysteme. Die betreffenden Gebäude seien seit ihrer Errichtung in den 1930er Jahren nicht umfassend saniert worden. Powell selbst führt die Mehrkosten auf Änderungen bei den Projektplänen sowie gestiegene Material- und Personalkosten zurück.

Interessanterweise hatten frühere Renovierungspläne aus dem Jahr 2021 deutlich aufwendigere Ausstattungen vorgesehen, darunter besondere Speiseräume und Wasserfontänen. Diese luxuriösen Elemente wurden jedoch nie realisiert, wie der Fed-Chef betont.

Der eigentliche Konflikt: Zinspolitik als Zankapfel

Hinter dem vordergründigen Streit um Baukosten verbirgt sich ein weitaus fundamentalerer Konflikt. Trump drängt seit Langem darauf, dass die Federal Reserve die Zinsen drastisch auf ein Prozent senken soll. Die Notenbank hält jedoch an ihrem aktuellen Zinsniveau von 3,5 bis 3,75 Prozent fest – eine Entscheidung, die der Präsident als persönlichen Affront zu betrachten scheint.

Powell selbst bezeichnet das Ermittlungsverfahren gegen ihn als politisch motiviert, und diese Einschätzung teilen viele Experten. Die Unabhängigkeit der Zentralbank von politischer Einflussnahme gilt als Grundpfeiler einer stabilen Geldpolitik. Wenn ein Präsident die Notenbank nach seinen kurzfristigen politischen Interessen steuern kann, drohen langfristig schwerwiegende Folgen für die Preisstabilität und das Vertrauen in die Währung.

Ein Lehrstück über institutionelle Unabhängigkeit

Der Konflikt in Washington illustriert eindrücklich, wie wichtig unabhängige Institutionen für das Funktionieren einer Volkswirtschaft sind. Historisch betrachtet haben Länder, in denen die Regierung direkten Einfluss auf die Geldpolitik nehmen konnte, regelmäßig mit Inflation und wirtschaftlicher Instabilität zu kämpfen gehabt. Die Weimarer Republik mit ihrer Hyperinflation ist nur das bekannteste Beispiel für die verheerenden Folgen einer politisierten Geldpolitik.

Dass ausgerechnet ein republikanischer Senator sich gegen seinen eigenen Präsidenten stellt, um die Unabhängigkeit der Notenbank zu verteidigen, verdient Anerkennung. Es zeigt, dass es auch in Zeiten zunehmender Polarisierung noch Politiker gibt, die Prinzipien über Parteiloyalität stellen.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Turbulenzen erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker für das Vermögen. Während Währungen durch politische Einflussnahme auf Zentralbanken an Wert verlieren können, behält das gelbe Metall seine Kaufkraft über Generationen hinweg.

Wie sich der Machtkampf um die Fed-Führung letztlich entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Die Unabhängigkeit der Geldpolitik ist kein abstraktes Prinzip, sondern hat ganz konkrete Auswirkungen auf den Wohlstand der Bürger. Anleger, die ihr Vermögen vor den Unwägbarkeiten politischer Einflussnahme schützen möchten, tun gut daran, einen Teil ihres Portfolios in wertbeständige Sachwerte wie Edelmetalle zu investieren.

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