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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
19:18 Uhr

Mega-Handelsallianz gegen Trump: Kanada schmiedet Bündnis aus 40 Nationen

Während Donald Trump mit seinen drakonischen Zöllen die Weltwirtschaft in Geiselhaft nimmt, formiert sich im Hintergrund eine gewaltige Gegenmacht. Kanadas Premierminister Mark Carney treibt mit bemerkenswerter Entschlossenheit die Bildung einer der größten Handelsallianzen der Geschichte voran – ein Zusammenschluss aus der Europäischen Union und dem transpazifischen Handelsblock CPTPP, der fast 40 Nationen und 1,5 Milliarden Menschen umfassen würde.

Ein Bollwerk gegen den Zoll-Imperialismus

Die Idee ist so simpel wie wirkungsvoll: Wenn der mächtigste Mann der Welt glaubt, einzelne Handelspartner gegeneinander ausspielen zu können, dann schließen sich eben die Bedrohten zusammen. Carney hatte die Initiative bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos angekündigt, nur wenige Tage nachdem Trump damit gedroht hatte, die Zölle auf Dänemarks europäische Verbündete zu erhöhen, sollte Kopenhagen nicht Grönland abtreten. Eine Drohgebärde, die in ihrer kolonialen Dreistigkeit selbst hartgesottene Diplomaten fassungslos machte.

Konkret geht es um Verhandlungen zwischen der EU und dem CPTPP – jenem Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership, dem Länder wie Kanada, Singapur, Mexiko, Japan, Vietnam, Malaysia und Australien angehören. Die Gespräche sollen noch in diesem Jahr beginnen. Erst kürzlich entsandte Carney seinen persönlichen EU-Beauftragten John Hannaford nach Singapur, um die Positionen regionaler Führungskräfte auszuloten.

Ursprungsregeln als Schlüssel zur Handelsmacht

Im Kern dreht sich alles um sogenannte Ursprungsregeln – jene technisch anmutenden, aber wirtschaftlich hochbrisanten Bestimmungen, die festlegen, welche ökonomische Nationalität ein Produkt besitzt. Ein Abkommen über diese Regeln würde es Herstellern in beiden Blöcken ermöglichen, Waren und deren Komponenten deutlich reibungsloser zu handeln. Das Zauberwort heißt „Kumulation": ein Verfahren, bei dem Vorprodukte aus verschiedenen Partnerländern so behandelt werden, als stammten sie aus dem eigenen Land – mit entsprechend niedrigen Zöllen.

Für die exportstarke deutsche Wirtschaft wäre dies ein Segen. Klemens Kober, Direktor für Handelspolitik bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), unterstützt das Vorhaben ausdrücklich. Möglichst harmonisierte und einfache Ursprungsregeln könnten sich als äußerst vorteilhaft für deutsche Unternehmen erweisen, so Kober. Die EU verfüge bereits über Freihandelsabkommen mit einer Mehrheit der CPTPP-Mitglieder, darunter Japan, Kanada, Neuseeland und Großbritannien. Die Möglichkeit, Ursprungsregeln zwischen verschiedenen Freihandelsabkommen zu kumulieren, sei „sehr nützlich".

Japans vorsichtiger Optimismus

Nicht alle Beteiligten teilen denselben Enthusiasmus – zumindest nicht im gleichen Tempo. Ein japanischer Handelsbeamter bezeichnete ein Abkommen über Ursprungsregeln als „interessantes Thema", dämpfte jedoch die Erwartungen: Ein konkretes Ergebnis sei kurzfristig nicht zu erwarten. Innerhalb der EU seien einige Beamte „überaus begeistert", während Brüssel offiziell betont, die Kumulation gehöre zwar zum breiten Spektrum der EU-CPTPP-Kooperation, habe aber derzeit keine Priorität. Man konzentriere sich zunächst auf „konkrete Ergebnisse" bei der Annäherung der Lieferketten.

Trumps Zollpolitik als unfreiwilliger Geburtshelfer

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet Trumps aggressive Handelspolitik jene Kräfte zusammenschweißt, die er zu spalten versuchte. Seine „Liberation Day"-Zölle – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf China, 25 Prozent auf Mexiko und Kanada – haben nicht etwa die erhoffte Unterwerfung bewirkt, sondern eine beispiellose Solidarisierung der sogenannten Mittelmächte. Der Beschluss zur Bündelung der wirtschaftlichen Kräfte fiel bereits im November vergangenen Jahres, als die Fragmentierung des freien Welthandels unübersehbar wurde.

Für Deutschland und Europa birgt diese Entwicklung Chancen und Risiken gleichermaßen. Einerseits könnte eine solche Allianz die Abhängigkeit von den USA reduzieren und neue Absatzmärkte erschließen. Andererseits muss man sich fragen, ob die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz überhaupt die diplomatische Schlagkraft besitzt, um in einem solchen Mega-Bündnis eine führende Rolle einzunehmen. Während Kanadas Carney auf der Weltbühne agiert und Allianzen schmiedet, scheint Berlin einmal mehr in innenpolitischen Grabenkämpfen und dem Verwalten eines 500-Milliarden-Euro-Schuldenberges gefangen.

Die Wirtschaft drängt – die Politik zögert

Bezeichnend ist, dass es vor allem die Wirtschaftsverbände sind, die den Druck erhöhen. Sowohl die DIHK als auch die britischen Handelskammern unterstützen das Abkommen nachdrücklich. Kobers Hoffnung: Wenn sich erste greifbare Vorteile zeigen, könnten weitere Länder dem Bündnis beitreten. „Je mehr, desto besser", lautet seine Devise.

Die Frage ist nur, ob die europäische Politik schnell genug handelt. Denn eines hat Trumps zweite Amtszeit bereits unmissverständlich klargemacht: In einer Welt, in der Zölle als geopolitische Waffe eingesetzt werden, kann es sich niemand leisten, allein zu stehen. Die Geschichte lehrt uns, dass Handelsblöcke, die sich rechtzeitig formieren, wirtschaftliche Stürme besser überstehen als isolierte Einzelkämpfer. Ob diese Lektion in den Amtsstuben Brüssels und Berlins angekommen ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wer sein Vermögen in Zeiten geopolitischer Unsicherheit und eskalierender Handelskriege schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als bewährten Baustein zur Vermögenssicherung in einem breit diversifizierten Portfolio in Betracht ziehen. Für individuelle Anlageentscheidungen übernehmen wir keine Haftung.

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