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Kettner Edelmetalle
30.03.2026
06:46 Uhr

Mehrwertsteuer auf 21 Prozent: Wenn der Staat die Bürger erneut zur Kasse bittet

Es ist ein Déjà-vu der besonderen Art: Kaum hat sich die Große Koalition unter Friedrich Merz im Kanzleramt eingerichtet, werden bereits die nächsten Belastungen für den deutschen Bürger durchgerechnet. Die Bundesregierung prüft offenbar eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent. Was als cleverer Steuerumbau verkauft werden soll, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als das, was es ist: eine weitere Abkassiermaßnahme in ohnehin schwierigen Zeiten.

32 Milliarden Euro – auf Kosten der Schwächsten?

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, beziffert die möglichen Mehreinnahmen auf stolze 32 Milliarden Euro. Eine beeindruckende Summe – doch wer zahlt die Zeche? Fratzscher selbst warnt eindringlich: Eine Mehrwertsteuererhöhung treffe Menschen mit geringem Einkommen deutlich härter als Besserverdienende. Wer ohnehin jeden Cent umdrehen müsse, um über die Runden zu kommen, werde von steigenden Preisen besonders hart getroffen. Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichter ökonomischer Verstand.

Ganz anders sieht das Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. Er bezeichnet die geplante Erhöhung unter bestimmten Bedingungen als eine „Vermögenssteuer durch die Hintertür" – und meint das offenbar positiv. Sein Argument: Wenn im Gegenzug Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträge gesenkt würden, belaste man den Konsum stärker und entlaste die Arbeit. Klingt in der Theorie elegant. In der Praxis dürfte es für Millionen Deutsche vor allem eines bedeuten: Der Einkauf im Supermarkt wird teurer.

Jung gegen Alt – eine gefährliche Rhetorik

Besonders brisant ist Schularicks Argumentation, die gezielt einen Generationenkonflikt befeuert. Die Erhöhung würde vor allem ältere Menschen belasten, „denn dort sitzen die großen Vermögen", so der Ökonom. Von diesem Geld könne man bei einer höheren Mehrwertsteuer weniger kaufen. Jüngere hingegen, die primär von Arbeitseinkommen lebten, würden entlastet. Deutschland sei ein Land, das „massiv von jung nach alt umverteilt".

Man muss sich diese Argumentation auf der Zunge zergehen lassen. Hier wird eine Generation, die dieses Land aufgebaut hat, die jahrzehntelang in die Sozialsysteme eingezahlt hat, zum Sündenbock stilisiert. Als ob die Rentnerin mit ihrer bescheidenen Altersvorsorge das eigentliche Problem der deutschen Finanzpolitik wäre – und nicht etwa die Milliarden, die in ideologische Projekte, eine ausufernde Bürokratie und ein marodes Migrationssystem fließen.

Die SPD blockt – aber wie lange noch?

Immerhin: Finanzminister Lars Klingbeil und die SPD lehnen eine Anpassung der Mehrwertsteuer auf 21 Prozent derzeit ab. Doch wie belastbar ist dieses „Nein"? Schularick selbst stichelt bereits, die SPD habe „leider noch nicht verstanden", welche Chancen in dem Modell steckten. Bundeskanzler Merz wiederum hat im Bundestag eine Änderung der Besteuerung im Zusammenhang mit Entlastungen nicht ausgeschlossen. Die Koalitionäre suchen fieberhaft nach Finanzierungsmöglichkeiten – und wer sucht, der findet bekanntlich.

„Wenn man halt will, dass Arbeiten sich lohnt, dann macht es schon Sinn, die Arbeit geringer zu besteuern."

So formuliert es Schularick. Im europäischen Vergleich sei die deutsche Mehrwertsteuer ohnehin gering, Arbeit werde hingegen hoch besteuert. Was er dabei geflissentlich verschweigt: Die Gesamtabgabenlast in Deutschland gehört zu den höchsten weltweit. Der deutsche Arbeitnehmer wird bereits jetzt geschröpft wie kaum ein anderer in Europa – bei Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Sozialabgaben und eben auch bei der Mehrwertsteuer.

Denkbar schlechtes Timing

Besonders pikant ist der Zeitpunkt dieser Überlegungen. Angesichts des eskalierenden Iran-Konflikts steigen die Energiepreise bereits spürbar. Die Inflation könnte mittelfristig wieder anziehen. Eine Mehrwertsteuererhöhung würde den Inflationsdruck zusätzlich verschärfen – vorausgesetzt, die Steuer wird an die Konsumenten weitergegeben, was in der Regel der Fall ist. Man stelle sich vor: Steigende Energiekosten, steigende Lebensmittelpreise und obendrauf noch zwei Prozentpunkte mehr Mehrwertsteuer. Für viele Familien könnte das den Unterschied zwischen Auskommen und Engpass bedeuten.

Es ist bezeichnend für die politische Klasse in Berlin, dass man statt über echte Einsparungen im aufgeblähten Staatsapparat nachzudenken, reflexartig nach neuen Einnahmequellen sucht. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur will schließlich finanziert werden – und die Rechnung landet, wie immer, beim Bürger. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Nun scheint der Plan zu sein, die Schulden einfach durch höhere Steuern zu ersetzen. Ob das wirklich das ist, was die Wähler sich unter einem Politikwechsel vorgestellt haben, darf bezweifelt werden.

Wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen vor der schleichenden Entwertung durch Inflation und steigende Abgaben schützen möchte, sollte über bewährte Sachwerte nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Inflationsschutz und Wertaufbewahrungsmittel bewährt – unabhängig davon, welche Steuererhöhung die Politik als nächstes aus dem Hut zaubert.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie bei Bedarf einen qualifizierten Finanzberater.

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