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07.03.2026
10:22 Uhr

Merkels späte Erweckung: Die Architektin der Krise predigt nun Europas Souveränität

Merkels späte Erweckung: Die Architektin der Krise predigt nun Europas Souveränität

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ausgerechnet Angela Merkel, jene Frau, die während ihrer 16-jährigen Amtszeit Deutschland und Europa in eine beispiellose Abhängigkeit von russischem Gas manövrierte, die 2015 die Grenzen öffnete und damit eine Migrationskrise auslöste, deren Folgen bis heute das gesellschaftliche Gefüge erschüttern – ausgerechnet diese Frau tritt beim traditionsreichen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus ans Rednerpult und fordert Europa auf, sein „Schicksal in die eigene Hand zu nehmen".

Sonntagsreden im Festsaal – während draußen die Realität wartet

Beim ältesten noch bestehenden Staatsbankett der Welt, das seit 1356 hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft zusammenbringt, gab sich die Altkanzlerin staatstragend. Europa müsse sowohl nach innen als auch nach außen handlungsfähig sein und international mit einer Stimme auftreten, so Merkel. Sie sprach von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde, von der Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen. Und – man höre und staune – vom Schutz der Außengrenzen und dem Erhalt kultureller Identität.

Wer bei diesen Worten nicht ungläubig den Kopf schüttelt, der hat die vergangenen zehn Jahre deutscher Politik offenbar verschlafen. Denn es war niemand anderes als Angela Merkel selbst, die mit ihrem berüchtigten „Wir schaffen das" im Herbst 2015 eben jene Außengrenzen faktisch aufhob und eine kulturelle Identitätsdebatte auslöste, die das Land bis heute spaltet. Nun also fordert sie genau das, was sie jahrelang versäumte – oder schlimmer noch: aktiv untergrub.

Ukraine-Krieg: Diplomatische Weitsicht oder nachträgliche Selbstrechtfertigung?

Besonders bemerkenswert waren Merkels Ausführungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die EU müsse als militärischer Unterstützer der Ukraine auftreten, gleichzeitig aber ihre diplomatische Kraft für eine Beendigung des Krieges einsetzen. Bereits 2021 habe sie die Auffassung vertreten, dass Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht ausschließlich den Vereinigten Staaten überlassen werden sollten.

Was Merkel dabei geflissentlich unerwähnt ließ: Es war ihre Regierung, die trotz der Annexion der Krim 2014 unbeirrt an Nord Stream 2 festhielt und Deutschland damit in eine fatale Energieabhängigkeit von Russland trieb. Es war ihre Regierung, die die Bundeswehr systematisch kaputtsparte und Europa damit militärisch schwächte. Wenn sie nun von „vitalen Interessen Europas" spricht, dann klingt das wie der Brandstifter, der sich als Feuerwehrmann empfiehlt.

Wirtschaftliche Unabhängigkeit – ein frommer Wunsch

Merkel machte zudem deutlich, dass größere Unabhängigkeit der EU auch wirtschaftliche Voraussetzungen brauche. Eine stabile Wirtschaft, ein funktionierender Binnenmarkt und internationale Handelsbeziehungen seien entscheidend. Auch im digitalen Bereich müsse Europa unabhängiger werden, „sowohl bei der Software als auch bei der Hardware".

Schöne Worte. Doch die Realität sieht anders aus. Deutschland, einst das wirtschaftliche Kraftzentrum Europas, kämpft mit Deindustrialisierung, explodierenden Energiekosten und einer Bürokratie, die jeden Unternehmergeist im Keim erstickt. Konzerne wie BASF verlagern ihre Produktion an „kosteneffiziente Standorte" in Asien. Die Grundlagen für diese Misere wurden in den Merkel-Jahren gelegt – durch eine verfehlte Energiepolitik, durch den überhasteten Atomausstieg, durch das Versäumnis, in digitale Infrastruktur zu investieren.

Hamburgs Bürgermeister kritisiert Trumps Zollpolitik

Auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher nutzte das Bankett für politische Botschaften. Er kritisierte die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump, der bekanntlich massive Zollerhöhungen von 20 Prozent auf EU-Importe eingeführt hat. Als Handelsmetropole setze Hamburg traditionell auf offenen Welthandel und Freihandelsabkommen. „Was wir nicht so gerne mögen, sind protektionistische Tendenzen und die aktuelle US-Zollpolitik", so Tschentscher.

Nun mag man von Trumps Handelspolitik halten, was man will – doch die reflexhafte Empörung europäischer Politiker über amerikanischen Protektionismus wirkt reichlich scheinheilig, solange die EU selbst ein hochkomplexes System aus Subventionen, Regulierungen und versteckten Handelsbarrieren unterhält. Vielleicht sollte Europa tatsächlich sein Schicksal in die eigene Hand nehmen – aber nicht so, wie Merkel es meint.

Die eigentliche Frage: Wer hört noch auf Merkel?

Das Matthiae-Mahl stand in diesem Jahr unter dem Motto „Souveränität Europas in der geopolitischen Zeitenwende". Ein großes Thema, zweifellos. Doch ob ausgerechnet Angela Merkel die richtige Rednerin für dieses Anliegen war, darf bezweifelt werden. Ihre Kanzlerschaft hinterließ ein Europa, das in der Migrationsfrage zerstritten ist, energiepolitisch verwundbar und militärisch schwach. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz – ironischerweise Merkels innerparteilicher Rivale, den sie einst kaltblütig aus dem Weg räumte – steht nun vor der Herkulesaufgabe, die Scherben zusammenzukehren.

Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur, das die Große Koalition auf den Weg gebracht hat, wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten. Und während in Berlin über Sondervermögen und Klimaneutralität debattiert wird, suchen die Bürger nach Wegen, ihr hart erarbeitetes Vermögen vor der schleichenden Entwertung zu schützen.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, steigender Inflation und einer zunehmend fragilen Wirtschaftslage erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen die Unwägbarkeiten einer Welt im Umbruch absichern möchte, tut gut daran, Edelmetalle als festen Bestandteil seiner Anlagestrategie zu betrachten. Denn eines lehrt die Geschichte mit unerbittlicher Klarheit: Politiker kommen und gehen – Gold bleibt.

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