
Merz' Migrationsversprechen entlarvt: Abschiebezahlen brechen ein – nur drei Syrer mussten gehen

Es sollte der große Wurf werden: die versprochene Migrationswende, die der CDU-Kanzler Friedrich Merz seinen Wählern monatelang verkauft hatte. Doch die jüngsten Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 lesen sich wie ein Offenbarungseid. Während Merz sich in Berlin selbstgefällig auf die Schulter klopft und behauptet, „große Teile des Problems" gelöst zu haben, brechen die Abschiebezahlen ein – und zwar dramatisch.
Ein Minus von über 20 Prozent – und der Kanzler feiert sich selbst
Lediglich 4807 Menschen wurden zwischen Januar und März 2026 aus Deutschland abgeschoben. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 6151 – ein Rückgang um satte 1344 Personen oder mehr als ein Fünftel. Damit sind die Abschiebezahlen erstmals seit fünf Jahren rückläufig. Diese ernüchternden Daten gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegt.
Besonders bitter: Nach Syrien wurden ganze drei Personen abgeschoben. In Worten: drei. Auch in den Iran ging es für ebenfalls drei Personen zurück, nach Afghanistan immerhin für 27. Die Mehrzahl der Abschiebungen erfolgte in unproblematische Länder wie die Türkei (601), Georgien (266) und Nordmazedonien (230). Mit anderen Worten: Dort, wo die Brisanz am größten ist, passiert praktisch nichts.
Das geplatzte 80-Prozent-Versprechen
Erinnern wir uns: Beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin Ende März verkündete Merz vollmundig, innerhalb von drei Jahren würden 80 Prozent der Syrer ohne gültigen Aufenthaltstitel in ihre Heimat zurückkehren. Eine Ansage, die Wähler aufhorchen ließ – und prompt für innenpolitischen Wirbel sorgte.
Doch kaum war die Schlagzeile gedruckt, ruderte der Kanzler zurück. Plötzlich habe der syrische Präsident diese Zahl genannt, nicht er selbst. Al-Scharaa wiederum stritt das postwendend ab und schob den Schwarzen Peter zurück nach Berlin. Eine Posse, die bezeichnend ist für den Politikstil dieser Regierung: große Worte, kleine Taten, und am Ende will es keiner gewesen sein.
Selbstlob statt Selbstkritik
Doch anstatt die mageren Zahlen zum Anlass für eine ehrliche Bestandsaufnahme zu nehmen, bedient sich Merz lieber des Selbstlobs. Die rückläufigen Asylanträge im Jahr 2025 seien das Verdienst seiner Koalition, ließ der Bundeskanzler verlauten. Der Rückgang sei „so klar und so deutlich", dass man von einer weitgehenden Lösung des Problems sprechen könne.
Was Merz dabei geflissentlich verschweigt: Der Rückgang der Asylanträge ist keineswegs primär das Resultat seiner Politik, sondern vor allem dem Ende des Syrienkriegs geschuldet. Wer A sagt, müsste auch B sagen – und ehrlich erklären, dass externe geopolitische Entwicklungen den Hauptanteil an dieser Entwicklung haben. Doch ehrliche Politik scheint in Berlin Mangelware zu sein.
Eine Politik, die ihre Versprechen nicht hält
Die Bilanz nach den ersten Monaten der schwarz-roten Koalition ist ernüchternd. Statt der versprochenen harten Migrationswende erleben wir einen Einbruch der Abschiebezahlen. Statt konsequenter Rückführung gibt es symbolische Aktionen mit drei Syrern hier und drei Iranern da. Die Frustration bei Bürgern, die sich für eine echte Kurskorrektur ausgesprochen haben, dürfte täglich wachsen.
Es ist eben jenes Muster, das viele Wähler bereits in den vergangenen Jahren zur Verzweiflung gebracht hat: vollmundige Ankündigungen vor der Wahl, schnelles Zurückrudern danach, und am Ende verharrt das Land in jenem migrationspolitischen Schlamassel, das sich seit 2015 verfestigt hat. Die Frage drängt sich auf, ob diese Regierung den Ernst der Lage tatsächlich erkannt hat – oder ob sie sich lieber weiter mit geschönten Statistiken durchwurschtelt, während sich die Probleme in den Kommunen, Sozialsystemen und im Sicherheitsbereich weiter zuspitzen.
Vertrauen verspielt – und die Konsequenzen
Wer große Versprechen abgibt und sie dann nicht einlöst, verspielt Vertrauen. Das gilt für die Migrationspolitik ebenso wie für andere Politikfelder, in denen Merz bereits Wendemanöver vollzogen hat – man denke an seine Aussagen zur Schuldenbremse, die einer 500-Milliarden-Euro-Schuldenorgie gewichen sind. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die etablierte Politik ohnehin auf historischen Tiefstständen liegt, sind solche Selbstinszenierungen Gift für die Glaubwürdigkeit der demokratischen Institutionen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage nach Vermögenssicherung und persönlicher Vorsorge zusätzliches Gewicht. Wer einer Politik, die ihre Kernversprechen nicht einhält, sein wirtschaftliches Schicksal anvertraut, lebt gefährlich. Die jüngsten Entwicklungen sind ein weiterer Beleg dafür, dass Bürger gut beraten sind, ihre Vermögen breit aufzustellen – und dabei auf bewährte Werte wie physische Edelmetalle als krisenfeste Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio zu setzen. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Bollwerk gegen politische Unwägbarkeiten und wirtschaftliche Turbulenzen bewährt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die enthaltenen Aussagen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist selbst für seine Anlage- und sonstigen Entscheidungen verantwortlich und sollte vor wichtigen Schritten eigenständig recherchieren beziehungsweise einen qualifizierten Berater konsultieren.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











